Wien, 2024-05-21 – Das formale Bildungsniveau in Österreich steigt, wie aus „Bildung inZahlen 2022/23“ von Statistik Austriahervorgeht. Darüber hinaus zeigt die aktuelle Publikation, dass Bildungschancen in Österreich nach wie vor zu einem nicht unerheblichen Teil „vererbt“ werden und frühe Bildungsentscheidungen ausschlaggebend für die gesamte Bildungslaufbahn sind.
„Bildung zahlt sich aus – mit höherem Abschluss steigen die Beschäftigungschancen am Arbeitsmarkt und die Entlohnung fällt höher aus. Die Bildungsmobilität zwischen den Generationen ist in Österreich nur schwach ausgeprägt und die Weichen für die Bildungslaufbahn werden früh gestellt. So besuchen neun von zehn Schüler:innen nach dem Abschluss einer AHS-Unterstufe maturaführende Schulen, jedoch nur vier vonzehn nach Abschluss einer Mittelschule“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
Bildungsstand steigt insgesamt, Anteil an Personen mit Lehrabschluss rückläufig
Das Bildungsniveau der österreichischen Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren steigt weiterhin. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Anteil von Personen mit Hochschul- oder Akademie-Abschluss um rund 5 Prozentpunkte erhöht (2011: 14,6 %; 2021: 19,7 %). Im Gegenzug ist der Anteil an Personen mit Lehrabschluss gesunken. Betrug dieser im Jahr 2011 36,0 %, so sank er bis zum Jahr 2021 um 3,4 Prozentpunkte. Dennoch bleibt der Lehrabschluss wie in den letzten drei Jahrzehnten anteilig betrachtet der häufigste Abschluss in Österreich.
Personen mit Lehrabschluss haben zeitlich betrachtet den schnellsten Berufseinstieg (im Median 22 Tage) sowie eine relativ niedrige Arbeitslosenquote (3,9 %). Deutlich höher sind die Arbeitslosenquoten von Personen ohne formale Ausbildung (höchstens Pflichtschulabschluss: 12,2 %) sowie von Personen mit AHS als höchstem Abschluss (8,0 %). Hingegen weisen Personen mit BHS- (3,2 %) oder Hochschulabschluss (3,5 %) noch niedrigere Arbeitslosenquoten auf als Personen mit Lehrabschluss.
Bereits früh in der Bildungskarriere werden zentrale Weichen für die Zukunft gestellt. Nach dem Abschluss einer AHS-Unterstufe besuchen in Folge neun von zehn Schüler:innen eine maturaführende Schule. Nach dem Abschluss einer Mittelschule sind es mit 40,3 % deutlich weniger. Ist die BMS für beinahe jede:n Fünften (18,3 %) nach der Mittelschule die Schule der Wahl, trifft dies nur auf 2,0 % nach dem Abschluss der AHS-Unterstufe zu. Für viele geht der Weg nach Abschluss einer Mittelschule in Richtung Lehre. So besuchen 22,3 % in Folge die Polytechnische Schule.
Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zur Bildungsstatistik finden Sie in der Publikation Bildung in Zahlen 2022/23 (PDF, 22 MB), in der Präsentation zur Pressekonferenz vom 21. Mai 2024 (PDF, 600 KB) sowie auf der Website von Statistik Austria.
Der Politiker und Unternehmer zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der Zeitgeschichte:Christoph Leitl wirft in seinen Erinnerungen einen Blick auf die Geschichte und Bedeutung der Europäischen Union.
Vor 75 Jahren im Mai 1949 schlossen sich zehn Staaten in London zum Europarat zusammen – ein historisches Ereignis. Im selben Jahr wurde Leitl im Österreich der Nachkriegszeit geboren. Das gemeinsame Jubiläum ist für ihn Anlass, auf sein Leben und die Europäische Union zurückzublicken. Dabei treibt ihn eine Frage um: Wie kann die Zukunft Europas aussehen?
Am 23. Mai 2024 präsentierter Christoph Leitl sein Buch in Wels – in einem launigen Dialog mit dem Moderator und dem Publikum: kurzweilig, spannend, interessant … festgehalten vom Fotografen Andi Knoll
Die Biographie eines Politikers, der die Zeitgeschichte Österreichs und Europas prägte
Ein Rückblick auf 75 Jahre Geschichte der EU
Ein Plädoyer für europäische Werte und politisches Engagement
Eine Vision der Zukunft Europas in einer globalisierten Welt
Das ideale Geschenk für Politikinteressierte
Eine Chance für den Frieden: Erwartungen an ein Europa der Zukunft
Nostalgie findet sich in der Lebensgeschichte von Christoph Leitl nicht: In seiner Autobiografie schildert der außergewöhnliche Politiker seine Erfahrungen in der Europapolitik und verbindet sie stets mit europäischen Werten wie der Förderung des Friedens, der Schutz der Menschenrechte oder die Wahrung von Rechtsstaatlichkeit.
Folgen Sie in einer Zeit des Zweifels einem überzeugten Europäer in die Zeitgeschichte, um Zuversicht und Mut für die Zukunft zu schöpfen.
Hierkönnen Sie das interessante Buch auch gleich selbst bestellen
Am Freitag, den 24. Mai 2024, findet wieder die Lange Nacht der Forschung (LNF24) in ganz Österreich statt.
Von 17 bis 23 Uhr können Sie bei freiem Eintritt an rund 270 Standorten die heimische Forschungslandschaft hautnah kennenlernen und innovative Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung sowie bahnbrechende Technologien zu bestaunen.
Zahlreiche Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungsinstitutionen sowie forschend tätige Unternehmen laden ein, ihre vielfältigen Forschungsprojekte auf verständliche und unterhaltsame Weise zu erleben.
Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ist auch in diesem Jahr mit einem eigenen Standort vertreten: Am Heldenplatz in Wien werden Forscherinnen und Forscher ihre innovativen Projekte bei interaktiven Mitmach-Stationen präsentieren und Sie mit einem spannenden Angebot begeistern.
Weiters erwartet Sie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit mehreren Highlights:
Bei zwei Science Shows um 17:30 und 19 Uhr werden spektakuläre Experimente und verblüffende Phänomene präsentiert,
ein eindrucksvoller Auftritt des Mikrotheaters des Naturhistorischen Museums Wien bietet Ihnen um 18:30 Uhr einzigartige Einblicke in die faszinierende Welt der Mikroorganismen.
Um 20:30 Uhr verleihen die Science Busters in einer bunten Gala den Oberhummer-Award an den Wissenschaftspodcast „Methodisch inkorrekt!“.
Die Vitalakademie feiert heuer das 25-jährige Bestehen.
Die anerkannte Bildungseinrichtung konnte seit der Gründung im Jahr 1999 österreichweit bereits mehr als 50.000 Studierende ausbilden.
Alljährlich werden hunderte Kurse angeboten und machen die Vitalakademie zu einer der größten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen in Österreich.
Als Spezialistin für Ausbildungen in den Bereichen Massage, Kosmetik & Fußpflege, Sport, Gesundheit und Soziales setzt die Vitalakademie auf den ganzheitlichen Weg der Erwachsenenbildung und betrachtet die Gesundheit eines Menschen aus drei Blickwinkeln:
körperlich,
geistig und
sozial.
Professionelle Dienstleister/innen in diesen Bereichen erlangen mit dem Abschluss (Diplom, staatlich anerkannter Abschluss oder Zertifikat) das entsprechende Wissen in Theorie UND Praxis für eine erfolgreiche Berufsausübung im Zukunftsmarkt Gesundheit.
Sowohl für den/die Dienstleister/in, als auch für deren Klienten/-innen geht es um ein ganzheitliches Wohlbefinden und die Möglichkeit, das individuelle Persönlichkeitspotential auch leben zu können.
In Präsenzkursen an sechs Standorten in Österreich kann jede/r einzelne Teilnehmer/in aus einer Vielzahl an aktuellen Diplomlehrgängen – Basislehrgängen wie Spezial-Upgrades – sowie auch Fachkursen die Qualifikation erlangen, die zu ihr/ihm passt.
Die 6 Vitalfelder entsprechen dem ganzheitlichen Bildungsansatz:
Fitness & Ernährung
Leben & Natur
Soziales & Pädagogik
Massage & Wellness
Kosmetik & Fußpflege
Medizinische Verwaltung
Die Vitalakademie will Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Qualifikation für gesundheitsbezogene Berufe begeistern.
Die Vitalakademie-Diplomlehrgänge können flexibel absolviert werden, d.h. berufsbegleitend, am Abend, am Wochenende oder als Tageskurs.
Mit Blended Learning, einem Mix aus verschiedenen Lernformen, wird der Lehrstoff bestens aufbereitet.
Präsenzkurse setzen darüber hinaus auf persönliche Atmosphäre, Arbeiten in kleinen Gruppen auf höchstem Niveau und mit viel Praxisbezug. Hand in Hand arbeiten dafür das Vitalakademie-Team (Planung, Organisation und Qualitätssicherung) und die Trainer/innen (fachliche und persönliche Kompetenz für Wissensvermittlung)
Mit derZukunftsmission Bildungwill der Stifterverband ein Bildungssystem für eine Welt im Wandel gestalten, welches schnell mehr Menschen mit den notwendigen Kompetenzen aus- und weiterbildet.
Dazu bringt der Stifterverband relevante Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in einer Gemeinschaftsinitiative zusammen und entwickelt gemeinsam mit ihnen Aktivitäten in vier starken Allianzen.
Denn um die großen Herausforderungen im Bildungssystem zu lösen, braucht es wirkungsvolle Umsetzungspartnerschaften – die gegenüber der Politik mit einer Stimme sprechen, gemeinsame Ziele verfolgen und die Rahmenbedingungen so förderlich gestalten, dass langfristige Verbesserungen im Bildungssystemwirksam werden.
In derZukunftsmission Bildung will der Stifterverband neue und umsetzungsstarke Allianzen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik schmieden:
Wir wollen privates Engagement stärken und Vernetzung ermöglichen: Wir identifizieren Leerstellen, setzen gemeinsam Impulse, sorgen für einen orchestrierten Austausch über Best Practices und definieren erfolgreiche Rahmenbedingungen.
Wir wollen Wirkung erzielen: Wir setzen gemeinsame Ziele, formulieren Roadmaps, identifizieren die für eine Veränderung relevanten Hebel und entwickeln partnerschaftlich dazu passgenaue Initiativen.
Wir wollen den Dialog verstärken: Wir bündeln den Diskurs mit der Politik, um Rahmenbedingungen zu verbessern und systemisch in die Breite zu wirken.
Diese Zukunftsmission kann und muss man unterstützen!
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt ab April über 100 Hochschulen deutschlandweit bei der Qualifizierung internationaler Studierender als zukünftige Fachkräfte. 114 Projekte wurden dazu aktuell im Rahmen der „Campus Initiative internationale Fachkräfte“ ausgewählt. Für die Initiative stehen bis 2028 insgesamt rund 120 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums (BMBF) bereit.
„Deutschland ist eines der Top-3-Zielländer für internationale Studierende und Promovierende. Gleichzeitig nimmt der Fachkräftemangel bei uns im Land dramatische Ausmaße an. Es liegt daher nahe, internationale Talente nach ihrem erfolgreichen Studium für einen längerfristigen Aufenthalt in Deutschland zu gewinnen. Die deutschen Hochschulen wollen eine treibende Kraft bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte sein. Dies zeigt sich auch in der hohen Beteiligung an den Ausschreibungen zur Fachkräfte-Initiative. Ab April fördern wir daher insgesamt 114 Projekte an 104 Hochschulen in allen Bundesländern, um internationalen Talenten den Weg von der Hochschule in den deutschen Arbeitsmarkt besser zu ebnen“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.
Programmlinie FIT: Förderung internationaler Talente zur Integration in Studium und Arbeitsmarkt
Die Fachkräfte-Initiative besteht aus zwei Programmlinien: „FIT“ und „Profi Plus“.
Im Rahmen des „FIT“-Programms können deutsche Hochschulen internationale Studierende, die einen Studienabschluss in Deutschland anstreben, mit zusätzlichen Angeboten zu Studienbeginn, während des Studiums und beim Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt auf berufsbezogener Beratung und Unterstützung. Die Förderung der Vernetzung zwischen Hochschulen, Unternehmen und wirtschaftsnahen Institutionen soll zudem internationalen Absolventinnen und Absolventen den Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern.
Programmlinie Profi plus: Akademische Anpassungsqualifizierung für den deutschen Arbeitsmarkt
Im Programm „Profi plus“ können deutsche Hochschulen die fachliche Qualifizierung von internationalen Akademikerinnen und Akademikern mit ausländischem Hochschulabschluss fördern. Internationale Akademiker und Akademikerinnen erhalten im Programm zusätzliches Fachwissen für den deutschen Arbeitsmarkt und können ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen ausbauen. Kooperationen mit deutschen Unternehmen und Institutionen aus den jeweiligen Berufsfeldern ermöglichen es zudem, Praxiserfahrungen zu sammeln und berufliche Netzwerke aufzubauen.
Internationale Studierende als Fachkräfte von morgen
Laut einer DAAD-Schnellabfrage steuern deutsche Hochschulen im Wintersemester 2023/24 mit rund 380.000 internationalen Studierenden auf einen neuen Rekord zu. Deutschland steht damit weiterhin weltweit an dritter Stelle der beliebtesten Zielländer für internationale Studierende, nach den USA und dem Vereinigten Königreich. Laut einer weiteren DAAD-Umfrage sind gute berufliche Perspektiven ein wichtiger Grund für internationale Studierende, sich für ein Studium in Deutschland zu entscheiden.
Hintergrund Beispielprojekte FIT und Profi plus
FIT-Projekte An der Universität Heidelberg soll das Integrationsprogramm „Make Your Way – Study to Stay“ internationalen Studierenden unter anderem die Möglichkeit bieten, deutsche Familien an Feiertagen zu begleiten. Dadurch erhalten sie authentische Einblicke in die deutsche Alltagskultur und knüpfen soziale Kontakte außerhalb des Campus. Zudem können Teilnehmenden Credit Points für die Absolvierung von berufspraktischen und interkulturellen Seminaren erhalten, um Anreize für die Teilnahme an berufsvorbereitenden Begleitmaßnahmen zu setzen.
Die Technische Hochschule Köln will im Projekt „Ready, Study, Go“ internationale Studierende aus MINT-Studiengängen unter anderem regelmäßig mit Recruitern aus Unternehmen und wirtschaftsnahen Einrichtungen in der Regi-on in Kontakt bringen. So wird der Austausch zwischen potenziellen Arbeitge-bern und zukünftigen Fachkräften gestärkt. Zudem sollen im Projekt interna-tionale Studierende ihr theoretisches Wissen praktisch erweitern, um einfa-cher Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu finden.
Profi-Plus-Projekte Die Universität Bremen setzt im Projekt „Profi plus in Bremen“ auf die Ansprache internationaler Akademikerinnen mit Abschluss in einem MINT-Fach, die in deutschen Unternehmen unterrepräsentiert sind. Sie sollen insbesondere für die Möglichkeiten des deutschen Arbeitsmarkts im MINT-Bereich sensibi-lisiert werden. Durch individuelle Berufscoachings und die Vermittlung von sogenannten Future Skills sollen zusätzliche Chancen für einen erfolgreichen Berufseinstieg in Deutschland eröffnet werden.
Die Pädagogische Hochschule Freiburg will im Programm „HOLA: Hochschulzertifikat für Lehrkräfte mit ausländischem Hochschulabschluss“ die Gewinnung internationaler Lehrkräfte verbessern. Das Programm umfasst dazu berufssprachenorientierte Deutschkurse, eine kontinuierliche Sprachbegleitung während der Anpassungsqualifizierung und individuelle Sprachlernberatung. So sollen Teilnehmenden auf die hohen sprachlichen Anforderungen für den Schuldienst in Deutschland vorbereitet werden, und sie dazu zu befähigen werden, professionell mit den Herausforderungen eines Schulalltags in einer Migrationsgesellschaft umzugehen.
Das Gesetz zur Höheren Beruflichen Bildung ermöglicht es, neue berufspraktische Abschlüsse in Österreich zu entwickeln. Diese reagieren auf konkreten Bedarf am Arbeitsmarkt, können berufsbegleitend erworben werden und ermöglichen so Fach- und Führungskarrieren.
Deutschland hatte im Berufsbildungsgesetz (BBiG) – § 53 – bereits mit 01. 01. 2020 vorgelegt und drei Fortbildungsstufen der höherqualifizierenden Berufsbildung geschaffen:
erste Fortbildungsstufe: Geprüfte Berufsspezialistin, Geprüfter Berufsspezialist (NQR-Niveau V)
zweite Fortbildungsstufe: Bachelor Professional (NQR-Niveau VI)
dritte Fortbildungsstufe: Master Professional (NQR-Niveau VII)
Österreich ist diesen Bezeichnungen – warum eigentlich? – nicht gefolgt und hat eigene geschaffen (siehe weiter unten)
Derzeit denken viele Österreicher:innen bei höherer/tertiärer Bildung ausschließlich an akademische Qualifikationen. Wichtige berufspraktische Abschlüsse wie Meister:in, Befähigte:r oder Ingenieur:in werden nicht als gleichwertig wahrgenommen.
In vielen Fachbereichen gibt es keine Meister- oder Befähigungsprüfung. Somit fehlen Qualifikationen für hochkompetente Fachkräfte, die sich im Betrieb weiterentwickeln wollen.
Durch die Möglichkeit zur Höherqualifikation können besonders weiterbildungs- und leistungsbereite Mitarbeiter:innen leichter im Betrieb gehalten werden.
Österreichische Unternehmen haben Nachteile bei internationalen Ausschreibungen, die offiziell nachweisbare, höhere Qualifikationsniveaus von beteiligten Mitarbeiter:innen einfordern.
Mit dem Arbeits- und Fachkräftemangel steigt der Bedarf an beruflicher Höherqualifikation.
Die WKO nennet mögliche Beispiele für künftige HBB-Qualifikationen?
Handel
Höhere Berufsqualifikation (HBQ) als Filial- bzw. Regionalleitung (aufbauend auf Lehrberuf Einzelhandelskaufmann/-frau) – NQR 5
Handwerk und Gewerbe
Höhere Berufsqualifikation (HBQ) Technische Projektleitung bzw. Servicetechnik im Bereich Heizungstechnik – NQR 5
Höhere Berufsqualifikation (HBQ) Energieeffizienztechnik, aufbauend auf unterschiedliche Lehrberufe, z.B. Rauchfangkehrer:in – NQR 5
Duale Akademie Professional – Automatisierungstechnik-Mechatronik – NQR 5
Wie trägt die HBB zur Aufwertung der Lehre bei?
Österreichs System der dualen Ausbildung ist international als Erfolgsmodell hoch angesehen und wird vielfach kopiert.
Im Inland selbst wird die Lehre derzeit allerdings noch zu selten als Einstieg in Fach- und Führungskarrieren gesehen.
Mit der HBB werden – an die Lehrabschlussprüfung anschließend – durchgängige Karrierewege möglich, die zu anerkannten höheren Bildungsabschlüssen führen.
Dadurch erfährt die Lehrlingsausbildung größere gesellschaftliche Anerkennung.
Welche Abschlussbezeichnungen werden mit der HBB möglich?
Für Abschlüsse der Höheren Beruflichen Bildung sind folgende Stufenbezeichnungen geplant:
auf NQR-Niveau 5: Höhere Berufsqualifikation (HBQ) – englisch: Extended Professional Qualification
auf NQR-Niveau 6: Fachdiplom (FD) – englisch: Professional Certificate
auf NQR-Niveau 7: Höheres Fachdiplom (HFD) – englisch: Advanced Professional Certificate
§ 5 (1) Bundesgesetz über die höhere berufliche Bildung (HBB-Gesetz):
Die Qualifikation entspricht den Deskriptoren mit Bezug zu folgenden Qualifikationsniveaus:
Abschlussbezeichnungen (jeweils plus Ergänzung mit Bezug zum Fachgebiet der Qualifikation)
Englische Abschlussbezeichnungen (jeweils plus Ergänzung mit Bezug zum Fachgebiet der Qualifikation)
NQR 5
Höhere Berufsqualifikation (HBQ)
Extended Professional Qualification
NQR 6
Fachdiplom (FD)
Professional Certificate
NQR 7
Höheres Fachdiplom (HFD)
Advanced Professional Certificate
(2) Personen, die im Rahmen eines Validierungs- oder Prüfungsverfahrens eine Qualifikation gemäß diesem Bundesgesetz erworben haben, sind berechtigt, die entsprechende Abschlussbezeichnung im privaten und geschäftlichen Verkehr zu führen.
Das HBB-Gesetz normiert dadurch auch einen Bezeichnungsvorbehalt:
Strafbestimmungen:
§ 17. (1) Wer vorsätzlich eine Abschlussbezeichnung gemäß § 5 oder eine den Abschlussbezeichnungen ähnliche Bezeichnung unberechtigt verleiht, vermittelt oder führt, begeht eine Verwaltungsübertretung, die von der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 15 000 Euro zu bestrafen ist.
(2) Unberechtigt ist die Verleihung oder Führung insbesondere dann, wenn die Abschlussbezeichnung oder die ähnliche Bezeichnung nicht von einer zuständigen gemäß § 12 ermächtigten Validierungs- und Prüfungsstelle stammt.
Wann gibt es die ersten HBB-Qualifikationen?
Das Gesetz ist mit 1. Mai 2024 in Kraft getreten. Damit ist der Startschuss erfolgt: Es werden von mehreren Branchen bereits Qualifikationen vorbereitet, die in der Folge beim Wirtschaftsministerium eingereicht und voraussichtlich ab Anfang 2025 angeboten werden können. Bis HBB-Qualifikationen in größerer Zahl vorliegen, wird es allerdings etwas dauern.
Wie verändert sich Österreichs Bildungslandschaft durch die HBB?
Das HBB-Gesetz ist grundsätzlich zu begrüßen, an der Harmonisierung zwischen Ausbildungs- und Berufsrecht muss allerdings weitergearbeitet werden.
VIS Vienna International Studiessieht sich jedenfalls darin bestärkt, alle Bemühungen von Studieninteressierten mit Bildungsreserven zu unterstützen, damit diese
berufliche Abschlüsse für akademische Anschlüsse nutzen
können und im Fernstudium auch berufsbegleitend und neben Familie und Betreuungsverpflichtungen im In- und Ausland aufbauend auf der beruflichen Vorbildung Regelstudien (Bachelor, Master/Magister, Doktorat/PhD) oder als akademische Weiterbildung auch spezielle Zertifikatskurse und Kontaktstudien absolvieren können.
Denn mit den Anrechnungs- und Studienmöglichkeiten auf Grund der beruflichen Vorbildung ergeben sich oft ungeahnte Möglichkeiten.
Mit Hilfe von VISVienna International Studies können Studierende neben Beruf und Familiezeit- und ortsunabhängigim Ausland studieren, ECTS-Punkte und Erfahrungen sammeln und sogar akademische Abschlüsse in Regelstudienauf allen Bologna-Stufen: Bachelor, Master, Magister, Doktor/PhD oder in der akademischen Weiterbildung erreichen.
VIS ermöglicht auch Studien, die ohne Matura/Abitur aufgenommen werden können.
Viele ausländische Regel- und Weiterbildungsstudien können auch in deutscher Sprache absolviert werden.
VIS bietet in Kooperation mit in- und ausländischen Partnern von der beruflichen Weiterqualifizierung bis zum Doktorat in Fernlehre eine Vielzahl von Studienprogrammen an.
VIS kann dadurch für jede/n Interessierte/n einen individuellen Bildungsplan erstellen, der auch neben Beruf und Familie erfolgreich absolviert werden kann.
In diesen Weiterbildungsangeboten werden ECTS erworben, die im Anschluss in weiteren Lehrgängen der Weiterbildung oder natürlich auch in Regelstudien für Anrechnungen genutzt werden können.
Für Studierende, die sich auch für positiv absolvierte Zertifikatskurse den Nachweis des erbrachten work loads mittels ECTS ausstellen lassen wollen, besteht auf Grund einer Kooperation mit der Allensbach Hochschule die Möglichkeit diese auch als Kontaktstudium zu absolvieren.
Eine Kooperation der Allensbach Hochschule Konstanz mit der Vitalakademieermöglicht es künftig Lehrgangsteilnehmer*innen ein KontaktstudiumBerufs- und Sozialpädagogik (Allensbach Hochschule) in Präsenz oder als Fernstudium zu absolvieren.
Das Sozialarbeits-Bezeichnungsgesetz legt Qualifikationen für Berufszugehörigkeit fest; also unter welchen Voraussetzungen man sich als Sozialarbeiter:in, als Sozialpädagoge oder Sozialpädagogin bezeichnen darf.
➡️ Das Gesetz stellt darüber hinaus die offiziellen Berufsbezeichnungen unter Schutz.
Das bedeutet: Wer sich als Sozialarbeiter:in oder Sozialpädagogin bzw. -pädagoge bezeichnet, ohne die Voraussetzung zu erfüllen, dem drohen Geldstrafen bis zu 15.000 Euro.
➡️ Rund 43.000 Menschen in Österreich sind beruflich als Sozialarbeiter:innen bzw. Sozialpädagog:innen tätig.
➡️ Ausbildungserfordernisse für „akademische Sozialarbeiter:innen„, „akademische Sozialpädagog:innen“ und „Diplom-Sozialpädagog:innen„: um künftig die Berufsbezeichnung „akademische Sozialarbeiter:innen”, „akademische Sozialpädagog:innen” und “Diplom-Sozialpädagog:innen” führen zu dürfen, wird ein abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit, ein Bachelor- bzw. Masterstudium oder ein Diplomlehrgang zur Sozialpädagogik benötigt.
Auch Personen mit bereits abgeschlossener Ausbildung an den Sozialakademien etc. dürfen sich als Sozialarbeiter:in, als Sozialpädagoge oder Sozialpädagogin bezeichnen.
Wissenschaftliche und künstlerische Integrität steht derzeit im Fokus der öffentlichen und hochschulischen Aufmerksamkeit.
Die Entwicklung einer Kultur der wissenschaftlich-künstlerischen Integrität ist dabei zentral für die Qualität des österreichischen Hochschulraums und betrifft alle Hochschulsektoren, Akteur*innen und Ebenen.
Die AQ Austria Jahrestagung 2024 wird diese verschiedenen Perspektiven aus nationaler und internationaler Sicht aufgreifen.
Datum: Dienstag, 17.09.2024
Ort: Tech Gate Vienna, Donau-City-Straße 1, 1220 Wien
Informationen zum Tagungsprogramm und zur Anmeldung finden Sie ab Juni 2024 auf der Veranstaltungsseite.
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The 11th AQ Austria Annual Conference will take place on Tuesday 17th September 2024, on the topic of Academic and Artistic Integrity: A quality feature for the Austrian higher education area.
Academic and artistic integrity is currently the focus of public and higher education attention. The development of a culture of academic and artistic integrity is central to the quality of the Austrian higher education system and affects all sectors, stakeholders and levels.
The AQ Austria Annual Conference 2024 will address these different viewpoints from a national and international perspective.