Archiv der Kategorie: Gesundheit

Alma Mater Europaea und VTA errichten ein Institut für Gesundheit, Umwelt und Wissenschaften

Die Alma Mater Europaea, kurz AMEU, eine 2010 gegründete Förderinitiative der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste mit Sitz in Salzburg will Wissen vermitteln und hat dazu bereits acht Institutionen in der Alma Mater Europaea Alliance vereint, die zurzeit rund 22.000 Studierende in mehreren europäischen Ländern betreut.

Nun ist mit dem VTA-Institut für Gesundheit, Umwelt und Wissenschaften ein weiteres Standbein dazu gekommen.

AMEU-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Felix Unger und VTA-CEO Ing. Dr.h.c. Ulrich Kubinger konnten am 11. 11. 2022 die Errichtungsurkunde des Alma Mater Europaea VTA-Instituts für Gesundheit, Umwelt und Wissenschaften unterschreiben.

Am Standort Rottenbach wird das Institut forschungsgeleitete Produkt- und Verfahrensentwicklung und daraus resultierende Lehre in zeitgemäßer Form anbieten und stellt VTA-Chef Ulrich Kubinger dafür beachtliche Ressourcen zur Verfügung.

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Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz (ist dort auch Rektor), arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater  und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ), ist als sachverständige Person der NKS-Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich gelistet und ist Mitglied der Wissenschaftskommission im Bundesministerium für Landesverteidigung sowie im Präsidium des Zentrums für Risiko- und Krisenmanagement, Wien

Europäische Akademie der Wissenschaften & Künste gemeinsam mit der VTA

Baden-Württemberg: Präsenzsemester hat oberste Priorität – aber Fernlehre ist auch eine Option!

 © picture alliance/dpa | Patrick Seeger

Zum Start des Wintersemesters hat sich Wissenschaftsministerin Petra Olschowski mit den Rektorinnen und Rektoren darüber verständigt, dass offene Hochschulen und das Präsenzsemester oberste Priorität haben. Die Hochschulen unternehmen vielfältige Anstrengungen, um Energie einzusparen.

Direkt nach ihrem Amtsantritt hat Wissenschaftsministerin Petra Olschowski sich mit den Rektorinnen und Rektoren aller Hochschularten zum digitalen Gespräch zusammengeschlossen und zu aktuellen Themen ausgetauscht. Im Fokus stand das beginnende Wintersemester und der Umgang mit der Energiekrise und der Corona-Pandemie. „Ich habe mich mit den Rektorinnen und Rektoren darüber verständigt, dass offene Hochschulen und das Präsenzsemester unsere gemeinsame oberste Priorität sind. Es ist für uns vorrangig, den Studierenden die Sicherheit zu geben, dass die Hochschulen und Lernorte offenbleiben“, sagte die neue Wissenschaftsministerin Petra Olschowski am 3.Oktober 2022.

Hochschulen offen halten

„Präsenz ist uns wichtig, weil zum Studium auch der lebendige Austausch mit Lehrenden und anderen Studierenden gehört. Wir haben den Hochschulen und insbesondere unseren Studierenden wie auch den Abiturientinnen und Abiturienten in den vergangenen beiden Jahren mit den Corona bedingten Einschränkungen des Studienbetriebs sehr viel zugemutet. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass wir die Hochschulen offen halten“, so die Ministerin weiter.

Selbstverständlich müssten auch die Hochschulen ihren Beitrag zum Energiesparen leisten, wie Petra Olschowski betonte: „Mindestens 20 Prozent weniger Energieverbrauch muss das Ziel sein, und ich weiß, dass die Hochschulen alles daransetzen, dies zu erreichen, auch wenn es eine große Herausforderung für sie ist.“ Es sei beeindruckend, wie die Hochschulen vielfältige Anstrengungen unternehmen, um Energie zu sparen und damit auf die extremen Kostensteigerungen zu reagieren.

Zur engen Abstimmung mit den Hochschulen hat das Ministerium bereits im Sommer einen Lenkungskreis Energieversorgung mit den Landesrektorenkonferenzen eingerichtet. Er soll rasch Handlungsbedarfe identifizieren und den Austausch über geeignete Maßnahmen erleichtern.

Rücklage für steigende Energiekosten …….

….. lesen Sie hier mehr.

Natürlich stellen auch Hochschulen, wie z.B. die Allensbach Hochschule, die in Fernlehre unterrichten und ein zeit- und ortsunabhängiges Fernstudium ermöglichen, eine gute Option dar, unabhängig von Corona und anderen Pandemien studieren zu können.

Kein anderes deutsches Bundesland bietet eine solche Vielfalt an Hochschulen:

Baden-Württemberg bietet mit seiner differenzierten Hochschullandschaft eine Fülle von Studienmöglichkeiten.

Die Studierenden haben die Wahl zwischen

  • Universitäten,
  • Pädagogischen Hochschulen,
  • Kunst- und Musikhochschulen,
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie der
  • Dualen Hochschule

mit jeweils unterschiedlichen Fächerprofilen und Studienzielen.

Forschung und Lehre an den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) und Pädagogischen Hochschulen haben hohe Qualität und z.T. internationalen Rang.
Allein vier der elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland befinden sich in Baden-Württemberg. Die Kunst- und Musikhochschulen des Landes genießen hohes Ansehen und üben große Anziehungskraft auf Talente aus der ganzen Welt aus. 

Baden-Württemberg beheimatet so viele staatliche Hochschulen wie kein anderes Land in der Bundesrepublik und hat zugleich mit sechs verschiedenen Hochschularten das am stärksten ausdifferenzierte Hochschulsystem, um passgenau den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen zu können:

  • 9 Landesuniversitäten,
  • 21 Hochschulen für angewandte Wissenschaften,
  • die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit 9 Standorten,
  • 6 Pädagogische Hochschulen,
  • 5 Musik- und 3 Kunsthochschulen,
  • 25 staatlich anerkannte private und kirchliche Hochschulen,
  • zwei Hochschulen des Bundes sowie
  • die Akademie für Darstellende Kunst,
  • die Filmakademie und
  • die Popakademie.

Die Allensbach Hochschule:

Die Allensbach Hochschule ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Bundeslandes Baden-Württemberg und bietet verschiedene berufsbegleitende  Bachelor-  und  Masterprogramme im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an.

Die Studiengänge der Allensbach Hochschule sind durch die Akkreditierungsagentur ZEvA akkreditiert und als Fernstudiengänge konzipiert.

Alle Studiengänge sind zusätzlich von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Die Allensbach Hochschule hat sich voll der Digitalisierung verschrieben und setzt bei ihren Programmen auf vollständig online-basierte Vorlesungen, die in geschützten Räumen stattfinden und aufgezeichnet werden.

Das digitale Lernen wird durch didaktisch hochwertig aufbereitete Studienmaterialien unterstützt, welche die Studierenden in ihrem eigenen Lerntempo bearbeiten können.

Bei Fragen steht jederzeit ein/e Tutor/in oder Dozent/in zur Verfügung.

Neben der Lehre spielt die Forschung an der Allensbach Hochschule eine wichtige Rolle.

So richtet die Hochschule beispielsweise jährlich das Bodensee-Forum zu den Themen Krise, Sanierung und Turnaround aus und gibt die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Zeitschrift für Interdisziplinäre Ökonomische Forschung“ heraus. Auch im Jahr 2021 wurden wieder interessante Beiträge eingereicht, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten und einen Beitrag zur aktuellen ökonomischen Forschung leisten.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz, ist dort auch Rektor

Die Allensbach Hochschule, Konstanz:

corporAID: WiPa – Hoffnung für viele Patienten

Der Medizinprodukteanbieter Lohmann & Rauscher schafft mit einer Förderung der Austrian Development Agency nachhaltige Ausbildungsstrukturen für Ärzte und Krankenpfleger im Bereich Wundmanagement in Malaysia. Das Projekt wurde mit dem Trigos-Award prämiert.

Von Ursula Weber

Freudig überrascht nahmen die Vertreter des deutsch-österreichischen Medizinprodukteanbieters Lohmann & Rauscher bei der Trigos-Gala am 29. Juni in Wien den renommiertesten Nachhaltigkeitspreis für österreichische Unternehmen in der Kategorie „Internationales Engagement“ entgegen.

Gegenstand der Auszeichung war das „Healing Wounds“-Projekt des Unternehmens in Malaysia. Für Georg Votava, Leiter der Division International Affairs bei L&R und Initiator des Projekts, bedeutet der Preis „eine Würdigung unseres Engagements und unseres ganzheitlichen Ansatzes zur Verbesserung der Situation von Wundpatienten durch Empowerment und Ausbildungen in Malaysia“. Er ist überzeugt, dass die Anerkennung die Themen Nachhaltigkeit und internationales Engagement im Konzern weiter stärken werde. 

Lohmann & Rauscher: Pilot in der Pazifikregion

Votava beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie medizinisches Personal auch in Schwellen- und Entwicklungsländern bei der Wundversorgung höhere Standards erreichen könne. Vor allem bei chronischen Wunden, von denen rund vier Prozent der Weltbevölkerung betroffen sind, könnte die Einhaltung medizinischer Mindestkriterien viel Leid lindern. 

Aufgrund einer günstigen Konstellation möglicher Projektpartner schlug Votava der L&R-Geschäftsführung im Jahr 2020 vor, in dieser Frage selbst aktiv zu werden, und dies ausgehend vom bevölkerungsreichen Malaysia. Denn dort hat man seit mehr als zwanzig Jahren einen gut vernetzten Vertriebspartner in der Hauptstadt Kuala Lumpur. Außerdem verfügte L&R über einen guten Zugang zur Malaysischen Wundgesellschaft sowie zum Malaysischen Roten Halbmond, einem Pendant zum Roten Kreuz. Schließlich war mit dem privaten Lincoln University College in Kuala Lumpur ein international ausgerichteter, auf Postdoc-Programme spezialisierter akademischer Partner gefunden. Mittlerweile hat auch schon eine weitere Universität Interesse an einer Kooperation bekundet. 

Lohmann & Rauscher: Viele Partner für Projekt in Malaysia

Auf österreichischer Seite erklärte sich die Sigmund Freud Privatuniversität Wien bereit, sich über Fernunterricht – mit Live-Einheiten und Filmen – an einem Know-how-Transfer zu beteiligen.

Daneben kann L&R auf das österreichische IHM (Institute for technology-based Education in Health, Management and Social Services International) als langjährigen Bildungspartner zählen. Dieses war in der Lage, auf malaysisches Gesundheits- und Pflegepersonal zugeschnittene Fortbildungskurse zu entwerfen und mit den akademischen Partnern umzusetzen. Wegen der strengen covidbedingten Lock-downs engagierte IHM in Kuala Lumpur selbst einen Bildungsfachmann, um die Durchführung der Kurse sicherzustellen. 

…… lesen Sie hier im Artikel von Frau Ursula Weber weiter.

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Rund 250 Wiki auf YouTube zu Themen aus der BWL, des Studiums, ….

Lebenswelt Heim – ein sehr wichtiger Bundesverband!

Ich möchte Ihnen heute den Bundesverband Lebenswelt Heim kurz vorstellen:

Der Lebenswelt Heim – Bundesverband ist ein gemeinnütziger Verein und verbindet seit 1994 unter seinem Dach 8 Landesorganisationen mit ca. 650 Einrichtungen mit insgesamt rund 40.000 MitarbeiterInnen.

Auf europäischer Ebene ist der Bundesverband des European Ageing Network (EAN).

Der Bundesverband sagt über sich selbst:

  • In unseren Heimen arbeiten wir mit modernen Managementmethoden und nach den neuesten Erkenntnissen von Pflege- und Betreuungstheorie.
  • An 365 Tagen im Jahr leisten wir hochqualifizierte Arbeit für alte und pflegebedürftige Menschen und sind in enger Verbindung zu deren Angehörigen.
  • Wir ermöglichen einen sicheren Lebensabend und ein Altern in Würde.
  • Dabei stehen wir in engem Kontakt mit den BürgermeisterInnen und EntscheidungsträgerInnen in den Gemeinden sowie der Landes- und Bundessozialpolitik.
  • Auf dem medizinischen Sektor arbeiten wir mit niedergelassen ÄrztInnen, Krankenhäusern, Apotheken und TherapeutInnen zusammen.
  • Wir pflegen vielfältige Geschäftsbeziehungen zu Wirtschaftsbetrieben.

Weitere Informationen zum Bundesverband Lebenswelt Heim finden Sie hier.

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Mehr zum Bundesverband, den angesprochenen Artikeln und zu den – auch für Pflegeberufe spannenden – VIS-Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten bitte an vis@viennastudies.com

Dr. Dr. Martin Stieger, Professor für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik sowie Rektor an der Allensbach Hochschule Konstanz (Baden-Württemberg), arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ) und ist als sachverständige Person der NKS-Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich gelistet

Lebenswelt Heim:

Die Allensbach Hochschule:

Ernst Ulrich von Weizsäcker – erster Träger der von der Europäischen Akademie der Wissenschaften verliehenen Paul Crutzen Medaille

Salzburg, 2. Juli, 16:00 Uhr,Große Universitätsaula Salzburg, Max-Reinhardt-Platz, Salzburg

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste konnte nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause wieder eine Festsitzung unter reger Beteiligung ihrer international tätigen Professorinnen und Professoren abhalten.

Neben der Amtseinführung der neuen Mitglieder stellte die Verleihung der Paul-Crutzen-Medaille durch

Prof. Dr. Klaus Mainzer, Präsident der Akademie,

Prof. Dr. Dr.h.c. Felix Unger, Gründungs- und Ehrenpräsident der Akademie,

Dr.h.c. Ulrich Kubinger, Gründer und Eigentümer der VTA Gruppe,

an

Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Ernst Ulrich von Weizsäcker

dar.

Die 1990 von Kardinal Franz König, Rektor Prof. Nikolaus Lobkowicz und Prof. Felix Unger gegründete Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste:

  • ein transnationales und interdisziplinäres Netzwerk,
  • welches mittlerweile mehr als 2.000 renommierte Wissenschaftler, Künstler und Geistliche,
  • darunter 32 Nobelpreisträger/innen,
  • im Jahr 2020 hatte Prof. Emmanuelle Charpentier den Chemie-Nobelpreis, im Jahr 2021 Prof. Klaus Hasselmann den Nobelpreis für Physik erhalten,
  • weltweit verbindet,

nimmt gesellschaftspolitische Verantwortung wahr und hat sich unter anderem vorgenommen mitzuhelfen, den Klimawandel und globale Pandemien zu bewältigen.

Ein sichtbares Zeichen dieses so wichtigen gesellschaftlichen Engagements der Akademiemitglieder ist die Verleihung der Paul Crutzen Medaille.

Diese Medaille ist dem großen Namensgeber Nobelpreisträger Professor Dr. Paul Josef Crutzen gewidmet.

Professor Paul Josef Crutzen (geb. am 03. 12. 1933 in Amsterdam und verstorben am 28. 01. 2021) war Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und erhielt 1995 den Nobelpreis für Chemie insbesondere für seine Studien zur Erdatmosphäre und des Erdklimas. Prof. Crutzen war zeitlebens ein Mahner vor der Klimakatastrophe und appellierte immer wieder an die Politik hier endlich zu handeln und eine sinnvolle Klimapolitik zu betreiben.

Mit der Ausgestaltung der Paul Crutzen Medaille wurde der berühmte ungarische Bildhauer Prof. István MADARASSY aus Budapest beauftragt.

Stifter der Paul Crutzen Medaille der Europäischen Akademie der Wissenschaften ist der oberösterreichische Chemiker und Umweltpionier Ing. Dr.h.c. Ulrich Kubinger, Gründer und Eigentümer der VTA Gruppe.

Fünf Professorinnen und Professoren (von Seiten der Akademie: Prof. Dr. Dr.h.c. Felix Unger, Prof. Dr. Wolfram Mauser, Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c.mult. Peter A. Wilderer, Prof. Dr. Kristin De Troyer und vom Stifter nominiert: Prof. Dr. Dr. Martin Stieger) konnten in zwei Sitzungen aus vier hochrangig Nominierten Herrn Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker einstimmig als ersten Träger der Paul Crutzen Medaille auswählen.

Der Ausgezeichnete Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Ernst Ulrich von Weizsäcker nahm die hochverdiente Auszeichnung nicht nur erfreut an, er machte in seinem Festvortrag „Das Anthropozän entpuppt sich als Albtraum. Aber Paul Crutzen hat ihm einen Namen gegeben“ auch unmissverständlich klar, vor welchen dramatischen Herausforderungen unser Planet steht und wie wir diesen begegnen könnten.

Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, international bekannter Umweltwissenschaftler und langjähriger Co-Präsident des Club of Rome erhielt nun genau 50 Jahre nach dem aufrüttelnden Club of Rome Bericht:Die Grenzen des Wachstumsdie von Dr. Ulrich Kubinger gestiftete Paul Crutzen Medaille.

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Nominiert für den TRIGOS 2022: Empowerment und Training für Wundmanagement in Malaysia

Internationales Engagement (2022)

Nominiert TRIGOS 2022: Lohmann & Rauscher GmbH

Ungefähr 4 Prozent der Weltbevölkerung leiden an chronischen Wunden, in Malaysia allein sind ca. 1,3 Millionen Menschen betroffen.

Insbesondere in ländlichen Gebieten ist eine standardisierte Wundversorgung nach medizinischen Mindestkriterien oft nicht gewährleistet.

Das Projekt zielt in seiner Gesamtheit daher darauf ab, nachhaltige Ausbildungsstrukturen für Gesundheits- und Krankenpflegepersonal im Bereich Wundmanagement zu schaffen.

Dadurch soll die Versorgung chronischer Wunden für alle Gesellschaftsschichten langfristig und auf hohem Niveau sichergestellt werden.

Nach dem Vorbild europäischer Konzepte wurden malaysische Curricula für zwei Ausbildungsstufen entwickelt:

1) Postgraduierten-Diplomkurs Wundpflege-Management (WCM-PgD-Kurs)
2) Wundpflege-Management-Grundkurs (WCM-Basic-Course)

Menschen mit chronischen Wunden stellen die primäre Zielgruppe dar. Allein im Rahmen der Schulungsaktivitäten werden über 1.500 Betroffene professionell auf ihrem Heilungsweg begleitet.

Das Knowhow von L&R sowie die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen
(lokalen) akademischen Partnern wie der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, der LINCOLN University, IHM International, medizinischem Personal und der malaysischen Wundgesellschaft ermöglichen es, das Projekt nachhaltig lokal zu verankern

Nominiertenbegründung:

Lohmann & Rauscher ist international führender Anbieter von Medizinprodukten und Hygieneartikeln.

Das Projekt „Empowerment und Training für Wundmanagement in Malaysia“ zielt in seiner Gesamtheit darauf ab, Ausbildungsstrukturen für Gesundheits- und Krankenpflegepersonal im Bereich Wundmanagement zu schaffen.

Dadurch wird die Versorgung chronischer Wunden für alle Gesellschaftsschichten vor Ort verbessert und die Lebensqualität der Betroffenen gesteigert.

Das Unternehmen adressiert mit diesem Projekt ein wesentliches Thema seines Kerngeschäfts und überzeugt die Jury durch die ganzheitliche, strategische Umsetzung. Die Jury begrüßt die Skalierbarkeit in andere Regionen des Globalen Südens.

Einzigartig sind auch das hohe Stakeholder-Involvement und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Das Unternehmen schafft mit dem Knowhow-Transfer und der lokalen Verankerung von Wissen einen Nutzen, der auch langfristig Bestand haben kann.

Projektfotos und weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Baden-Württemberg lobt Ideenwettbewerb zum Pflegeberuf aus

 © picture alliance / dpa | Jens Wolf

Das Land lobt einen Ideenwettbewerb zum Wiedereinstieg und Verbleib im Pflegeberuf mit einer Million Euro aus. Es werden spannende Vorschläge gesucht, wie Pflegerinnen und Pfleger im Job entlastet und deren Wertschätzung verbessert werden kann.

Pflegekräfte sind die unverzichtbare Stütze eines guten Gesundheitssystems. Aber wie können überlastete, ausgelaugte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege gehalten und ehemalige Pflegekräfte für den Beruf zurückgewonnen werden? Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration wird einen Ideenwettbewerb zum Verbleib und Wiedereinstieg in den Pflegeberuf ausloben. Eine Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Der Ministerrat hat einem entsprechenden Vorschlag von Gesundheitsminister Manne Lucha in seiner jüngsten Sitzung am 31. Mai 2022 zugestimmt.

Wertschätzung für den Pflegeberuf verbessern

„Viele Kolleginnen und Kollegen in der Pflege waren in der Pandemie derart belastet, dass sie ausgestiegen sind oder zumindest über einen Jobwechsel ernsthaft nachdenken“, sagte Minister Manne Lucha am Donnerstag, 2. Juni 2022, in Stuttgart. „Das müssen wir unbedingt verhindern, denn der Fachkräftemangel ist eines der größten Probleme in der Pflege. Zugleich gibt es in den Pflegeeinrichtungen und Kliniken sehr viele kreative Köpfe, die mit motivierenden und nachahmenswerten Konzepten und Ideen auf diesen wichtigen, verantwortungsvollen und unverzichtbaren Beruf aufmerksam machen. Das wollen wir mit diesem Wettbewerb sichtbar machen und damit zum Nachahmen anregen.“

Gesucht werden gut durchdachte, kluge und zündende Konzepte, die einen Beitrag zur Wiedergewinnung von Pflegekräften für und deren Bindung an den Beruf leisten, wie zum Beispiel verlässliche Arbeitszeitmodelle, Fortbildungsprogramme oder Maßnahmen zur Entlastung und besseren Wertschätzung der Pflegekräfte. Das Land belohnt die besten Ideen mit einem Preisgeld von bis zu 80.000 Euro.

Einsatz für eine nachhaltige Reform der Pflege

Baden-Württemberg setzt sich darüber hinaus federführend in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe für eine umfassende und nachhaltige Reform der Pflege ein. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich insbesondere mit Maßnahmen zur Unterstützung pflegender Angehöriger, Verbesserungen für Pflegebedürftige, die in der eigenen Häuslichkeit leben, sowie finanziellen Entlastungen für Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen. „Selbstverständlich sind bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Finanzierung in der Pflege durch den Bund ganz wichtig. Aber auch jede kleine, feine Idee zur Verbesserung der Wertschätzung ist sehr willkommen – dazu dient unser Landeswettbewerb“, sagte Minister Manne Lucha.

Mit der generalistischen Pflegeausbildung wurde bereits eine attraktive, neue Pflegeausbildung geschaffen. Wichtige Bausteine zur weiteren Professionalisierung des Pflegeberufs sind die mit dem Pflegeberufegesetz eingeführten Vorbehaltsaufgaben, die ausschließlich von Pflegefachkräften ausgeführt werden dürfen, und ebenso die beabsichtigte selbstständige und eigenverantwortliche Übernahme von heilkundlichen Aufgaben. Ein weiterer Baustein für die Zukunft der Pflege ist die Akademisierung, die vom Land unterstützt wird. Hervorzuheben ist auch die im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“  vereinbarte Verpflichtung, dass alle Pflege- und Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen der Altenpflege zukünftig nach Tarif zu entlohnen sind.

Die Ausschreibung zu diesem Ideenwettbewerb, der sich an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen richtet, wird nach der Entscheidung des Ministerrats nun finalisiert und zeitnah auf der Webseite des Sozialministeriums veröffentlicht.

Siehe dazu auch:

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Österreich: Selbstständigkeit – Cranio Sacrale und Resilienztraining?

eine Lehrgangsteilnehmerin frägt mich heute:

Ich bin durch eine Ausbildung bei der Vitalakademie als Resilienztrainerin auf Sie aufmerksam geworden.

Es gibt dort einen Beitrag von Ihnen zum Thema freies Gewerbe.

Nun, ich habe mich bei der WKO in Sachen Selbstständigkeit bezüglich Cranio Sacrale und eben Resilienztraining erkundigt. Dort wurde mir mehrmals deutlich gemacht dass Resilienztraining keinesfalls im  Freien Gewerbe auszuüben erlaubt wäre. Diese Tätigkeit fällt ins LSB Gewerbe, so die WKO. Ich habe durchaus auf Ihre Beiträge und auch die Vitalakademie hingewiesen die die Ausbildung sehr wohl für das freie Gewerbe quasi anbietet. Leider erfolglos. Haben Sie einen Rat für mich?“ 

Meine Antwort:

herzlichen Dank für Ihr Mail.

Ihren Wunsch nach selbständiger Berufsausübung müssen wir in Ihrem Falle  zweiteilen.
Sie können einmal Energetik als freies Gewerbe anmelden und als Humanenergetikerin dann im Rahmen des freien Gewerbes Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit

  • mittels der Methode von Dr. Bach,
  • mittels Biofeedback oder Bioresonanz,
  • mittels Auswahl von Farben,
  • mittels Auswahl von Düften,
  • mittels Auswahl von Lichtquellen,
  • mittels Auswahl von Aromastoffen,
  • mittels Auswahl von Edelsteinen,
  • mittels Auswahl von Musik,
  • unter Anwendung kinesiologischer Methoden,
  • mittels Interpretation der Aura,
  • mittels Magnetfeldanwendung,
  • durch sanfte Berührung des Körpers bzw. gezieltes Auflegen der Hände an bestimmten Körperstellen,
  • mittels Cranio Sacral Balancing,
  • durch Berücksichtigung der Auswirkungen der energetischen Geometrie und Lichtphysik,
  • mittels Numerologie,
  • durch Berücksichtigung von Planetenkonstellationen und lunaren Energien

anbieten.

Das Berufsbild der Humanenergetik finden Sie hier.

Zum zweiten können Sie als Resilienztrainerin arbeiten, allerdings nicht im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit.

Das  Resilienztraining können Sie – das stimmt – eben nicht als freies Gewerbe anbieten.

Warum?

Das Training, also das Anbieten von Unterricht, Seminare, Vorträgen, Workshops unterliegt nicht der Gewerbeordnung!

Sie können mit Ihrer Ausbildung auch nicht das reglementierte Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung ausüben.

Aber Sie können als neue Selbständige tätig werden.

Resilienztraining, Burnout-Prophylaxetraining, Achtsamkeitstraining …. kann selbständig ausgeübt werden!

„Selbständige Trainer/innen“ d.h. die Durchführung von

  • Unterricht,
  • Seminaren,
  • Vorträgen,
  • Workshops,
  • Lehrveranstaltungen und dergleichen

unterliegen nicht der Gewerbeordnung und es ist dabei unerheblich, ob die Zielgruppe

  • Kinder oder
  • Erwachsene sind oder
  • eine Gruppe von Personen oder
  • ein Einzelner unterrichtet wird.

Ich habe berufsrechtliche Informationen dazu zusammengefasst, die Sie hier lesen können.

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ZIP – Zertifizierte Infektions-Prävention

Professionell, schnell und online zur Zertifizierung

Wien (OTS) – Die Wasnerin – G ́sund und Natur Hotel in Bad Aussee hat als erstes Hotel das Infektions-Prävention Zertifikat – kurz ZIP erworben.

Mario Habacher, gelernter Touristikkaufmann und im Bereich Sales & Marketing bei „Die Wasnerin“ tätig, absolvierte für sein Hotel und sich am 7. Februar 2022 sehr erfolgreich die Zertifizierung.

Am Wochenende vom 5. – 7. Februar widmete er sich der rund 5-stündigen Online Schulung – „COVID 19 Beauftragter“ des Roten Kreuzes.

Dabei sind die Hauptinhalte:

  • Infektiologie
  • Rechtliches und aktuelle Verordnung
  • Hygiene
  • MitarbeiterInnenschulung
  • Verdachtsfallmanagement

Seine breiten Vorkenntnisse im Bereich der Hygiene und auf dem Gebiet Covid 19, ermöglichten ihm ein rasches Vorankommen und er schätzte „die komprimierte Wissensvermittlung in Form von Videos und begleitenden Präsentationsunterlagen/inhalten“.

Angeboten wird der Kurs über das Webportal der siflux GmbH.

Der Mehrwert dieses Kurses liegt unter anderem darin, dass alle TeilnehmerInnen auch nach der Zertifizierung kostenfreien Zugang zu den Kursmaterialien und neuen Videos und Verordnungen haben.

Am Montag, den 7. Februar stellte sich Herr Habacher dann der Zertifizierung.
Diese erfolgte wiederum sehr bequem über eine online Lösung auf dem Campus der Vienna Studies Webseite.

Innerhalb von weniger als 20 Minuten beantwortete Herr Habacher 19 Testfragen, erzielte weit mehr als die erforderlichen 80% und erlangte somit die Zertifizierung.

Da die Zertifizierung auch eine Analyse des bestehenden Sicherheits- bzw. Präventionskonzeptes eines Betriebes beinhaltet, führte Herr Habacher am Nachmittag des 7. Februar ein ausführliches Gespräch zu seinem Konzept im Rahmen einer Videokonferenz.

Dafür hatte Georg GeczekLeiter des Competence Center Event Safety Management des Wiener Roten Kreuzes in der Vorwoche das bestehende COVID-19 Präventionskonzept von Herrn Habacher elektronisch übermittelt bekommen.

Dieser analysierte sehr ausführlich die detaillierten Dokumente, gab kompetenten Input zu den Inhalten und ließ gleich Änderungen aus der neuen Verordnung einfließen.

Die Zertifizierung, eine Initiative von SFU, AUVA und ÖRK, bietet dem Betrieb und den Angestellten neben einem grundliegenden Wissen in den Bereichen Hygiene und im Umgang mit Covid 19 auch die Möglichkeit, sich über Neuerungen und Änderungen auf diesem Gebiet umfassend zu informieren und mit ExpertInnen auf den Gebieten Hygiene und Infektions-Prävention auszutauschen.

ZIP Zertifikat

Professionell – Schnell – Online

ZERTIFIZIERUNG UND KURS BUCHEN

Rückfragen & Kontakt:

Ulrike Furch-Tichler
Ulrike.furch@viennastudies.com

Die NQR-Zuordnung wichtiger Gesundheitsberufe weist die hohe Kompetenz der Pflegeberufe in Österreich aus

Der Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) ist ein Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des österreichischen Bildungssystems.

Dieses Transparenzinstrument soll einerseits die Orientierung im österreichischen Bildungssystem erleichtern und zum anderen zur Vergleichbarkeit und Verständlichkeit nationaler Qualifikationen in Europa beitragen.

Über den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) werden alle national zugeordneten Qualifikationen referenziert und so vergleichbar gemacht.

Ziel ist es, nationale Qualifikationen und das österreichische Bildungs-system auf europäischer Ebene verständlich zu machen, dadurch die grenzüberschreitende Mobilität von Lernenden und Beschäftigten zu fördern sowie deren Teilnahme am lebenslangen Lernen zu unterstützen.

Die Zuordnung weiterer Qualifikationen aus dem Gesundheitsbereich:

Nach der schon vor Jahren erfolgten Zuordnung der Qualifikation „Klinische Psychologie“ und „Gesundheitspsychologie“ ordnete die NQR-Koordinierungsstelle (NKS) am 28. 12. 2021 weitere Qualifikationen aus dem Gesundheitsbereich zu:

  • Pflegeassistent/in auf das NQR-Qualifikationsniveau IV
  • Pflegefachassistent/in auf das NQR-Qualifikationsniveau V
  • diplomierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in auf das NQR-Qualifikationsniveau VI

Bezogen auf das Berufs- und Tätigkeitsfeld, sind in Österreich drei Gesundheits- und Krankenpflegeberufe zu nennen, deren u.a. Ausbildung und Berufsbild im Gesundheits-Krankenpflegegesetz (GuKG) geregelt sind: der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP), die Pflegefachassistenz (PFA) sowie die Pflegeassistenz (PA).

Die Pflegeassistenz (PA):

Gemäß § 84 Abs. 1 GuKG sind Personen, die nach den Bestimmungen des § 85 GuKG (u.a. die für Erfüllung der Berufspflichten erforderliche gesundheitliche Eignung und Vertrauens-würdigkeit, Qualifikationsnachweis in dem entsprechenden Pflegeassistenzberuf, Eintragung in das Gesundheitsberuferegister) zur Ausübung der Pflegeassistenz berechtigt sind, berechtigt die Berufsbezeichnung „Pflegeassistentin/Pflegeassistent“ zu führen.

Die Pflegefachassistenz (PFA):

Die Pflegefachassistentin/Der Pflegefachassistent ist zur Erlangung der Berufsberechtigung verpflichtet, sich im Gesundheitsberuferegister (GBR) zu registrieren. Die Absolventin/Der Absolvent erwirbt im Rahmen der Ausbildung zur Pflegefachassistentin/zum Pflegefachassistent die erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, um die von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger und/oder von Ärztinnen/Ärzten angeordneten Tätigkeiten ohne zwingender Aufsicht eigenverantwortlich durchzuführen, diese entsprechend der fachlichen und rechtlichen Anforderungen zu dokumentieren und die erforderlichen Informationen weiterzuleiten.

Die Pflegeassistenzberufe (PA/PFA) umfassen die Durchführung der ihnen nach Beurteilung durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege (diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin/diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger) im Rahmen des Pflegeprozesses übertragenen Aufgaben und Tätigkeiten in verschiedenen Pflege- und Behandlungssituationen bei Menschen aller Altersstufen in mobilen, ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsformen sowie auf allen Versorgungsstufen. (vgl. § 82 Abs. 2 GuKG)

Im Rahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie führen Pflegeassistenzberufe (PA/PFA) die ihnen von Ärztinnen I Ärzten übertragenen oder von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege {diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin I diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger) weiterübertragenen Maßnahmen durch. (vgl. § 82 Abs. 3 GuKG)

Diplomierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in:

Personen, die über einen Qualifikationsnachweis einer abgeschlossenen Ausbildung zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege gemäß den bundesrechtlichen Bestimmungen verfügen, sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin“ bzw. „Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger“ zu führen (vgl.§ 11 Abs. 1 GuKG).

Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin/Der diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger ist im Gesundheits- und Pflegesystem in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung, d.h. in mobilen, ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsformen sowie allen Versorgungsstufen (Primärversorgung, ambulante spezialisierte Versorgung sowie stationäre Akut- und Langzeitversorgung) tätig. (vgl. § 12 Abs. 1 GuKG).

NQR-Qualifikationsniveaus I bis VIII

Gemäß dem Bundesgesetz über den Nationalen Qualifikationsrahmen sind Qualifikationen einem von acht aufeinander aufbauenden NQR-Qualifikationsniveaus zuzuordnen. Die acht Niveaus beziehen sich auf die acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR), d.h. die Zuordnung einer Qualifikation zu einem Qualifikationsniveau des NQR entspricht der Zuordnung zu entsprechenden Niveaustufe des EQR.

Die NQR-Qualifikationsniveaus 1 bis 5 werden durch die Deskriptoren des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR-Deskriptoren) charakterisiert und umfassen Qualifikationen aus allen Bildungskontexten während die Niveaus 6 bis 8 auf Basis unterschiedlicher Deskriptoren zugeordnet werden.

Qualifikationen der Bologna-Architektur (Bachelor, Master und PhD) sind auf Basis der Deskriptoren für den europäischen Hochschulraum (Dublin Deskriptoren) gemäß NQR-Gesetz zugeordnet, alle anderen Qualifikationen werden nach den EQR-Deskriptoren charakterisiert.

Die Zuordnung erfolgt auf Grundlage der Kenntnisse, Fertigkeiten und der Kompetenz, über die Inhaber/innen von Qualifikationen verfügen.

NQR-Qualifikationsniveau IV:

Kenntnisse:

Breites Spektrum an Theorie- und Faktenwissen in einem Arbeits- oder Lernbereich, er/sie verfügt über

  • eine vertiefte Allgemeinbildung;
  • theoretisches Wissen in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich (z. B. über Sachverhalte, Grundsätze, Materialien, Verfahren, Methoden, Zusammenhänge, Vorschriften und Normen etc.) zur eigenständigen Bewältigung gängiger Aufgaben und Herausforderungen, auch bei wechselnden Rahmenbedingungen;
  • grundlegende unternehmensbezogene betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse;
  • Universitätsreife oder über Kenntnisse zur unmittelbaren Ausübung eines Berufes.

Fertigkeiten:

Eine Reihe kognitiver und praktischer Fertigkeiten, die erforderlich sind, um Lösungen für spezielle Probleme in einem Arbeits- oder Lernbereich zu finden. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • gängige Instrumente, Methoden und Verfahren auszuwählen und sachgerecht einzusetzen;
  • Standardaufgaben, auch unter sich ändernden Bedingungen, eigenständig zu meistern;
  • alltägliche Probleme unter Einbeziehung des theoretischen Wissens zu analysieren, unterschiedliche Lösungsansätze aufzuzeigen und selbstständig zu lösen;
  • ein gewisses kreatives und vernetztes Denken zu entwickeln;
  • an Gesprächen in üblichen Situationen mit vertrauten Themen aktiv teilzunehmen sowie den eigenen Standpunkt darzulegen und zu argumentieren;
  • relevante Informationen zur Erfüllung seiner/ihrer Aufgaben aus weitgehend vorgegebenen Quellen selbstständig zu recherchieren, kritisch zu bewerten und einzusetzen;
  • Informationen in angemessener (d. h. der Situation und dem Zielpublikum entsprechender) sowie in fachlich und sprachlich richtiger Form darzustellen und unter Einsatz von gängigen Kommunikationstechniken zu präsentieren.

Kompetenz:

Selbstständiges Tätigwerden innerhalb der Handlungsparameter von Arbeits- oder Lernkontexten, die in der Regel bekannt sind, sich jedoch ändern können Beaufsichtigung der Routinearbeit anderer Personen, wobei eine gewisse Verantwortung für die Bewertung und Verbesserung der Arbeits- oder Lernaktivitäten übernommen wird. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • selbstständig Routinesituationen zu bearbeiten und sich den jeweiligen Gegebenheiten gemäß zu verhalten;
  • im Team zu arbeiten und bei gängigen Aufgabenstellungen andere anzuweisen bzw. zu beaufsichtigen.

Inhaber/innen von Qualifikationen des Niveau 4 haben eine vertiefte Allgemeinbildung sowie theoretische Kenntnisse in ihrem Arbeits- oder Lernbereich und sind die der Lage, Routinearbeiten selbständig durchzuführen..

Die Pflegeassistent/in ist nun nach Zuordnung zum NQR-Qualifikationsniveau IV gleichwertig

  • den Lehrberufen, die in der Verantwortung des BMDW liegen;
  • der Abschlussprüfung an einer landwirtschaftlichen Fachschule;
  • dem Abschluss einer Berufsbildenden Mittleren Schule (BMS) wie z.B. Handelsschule oder Hotelfachschule;
  • einem Militärberufsunteroffizier/in;
  • der allgemeinen Hochschulreife (AHR) in Deutschland und kann damit in Deutschland an Hochschulen auch ohne Abitur (Matura) ein Bachelorstudium aufnehmen;
  • einer/einem Altenpfleger/in in Deutschland.

NQR-Qualifikationsniveau V:

Kenntnisse:

Umfassendes, spezialisiertes Theorie- und Faktenwissen in einem Arbeits- oder Lernbereich sowie Bewusstsein für die Grenzen dieser Kenntnisse. Er/Sie verfügt über

  • umfassendes theoretisches Wissen in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich (z. B. über Sachverhalte, Grundsätze, Materialien, Verfahren, Methoden, Zusammenhänge, Vorschriften und Normen etc.) zur eigenständigen Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen, auch in nicht vorhersehbaren Situationen;
  • das Bewusstsein darüber, welche Auswirkungen die Anwendung dieses Wissens auf den Arbeits- oder Lernbereich hat;
  • vertiefte unternehmensbezogene betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse zur Übernahme von Führungsaufgaben und/ oder zur Leitung eines Unternehmens;
  • Kenntnisse zur unmittelbaren Ausübung eines gehobenen Berufes.

Fertigkeiten:

Umfassende kognitive und praktische Fertigkeiten, die erforderlich sind, um kreative Lösungen für abstrakte Probleme zu erarbeiten. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • Aufgaben auch in nicht vorhersehbaren Kontexten eigenständig zu meistern;
  • die Implikationen von solchen Aufgaben abzuschätzen sowie daraus Schlussfolgerungen für die weitere Vorgangsweise zu ziehen;
  • herausfordernde und vielschichtige Problemstellungen durch logisch-abstraktes und vernetztes Denken zu analysieren und unter Einhaltung der jeweils geltenden Normen, Vorschriften und Regeln selbstständig zu lösen;
  • bei der Lösung von Problemen kreative Eigenleistungen zu erbringen;
  • Zusammenhänge zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Mechanismen zu verstehen, Querverbindungen zu schaffen sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse in gängigen und auch nicht vorhersehbaren Situationen anzuwenden;
  • zu neuen Sachverhalten Stellung zu beziehen, den eigenen Standpunkt zu erläutern sowie adressatenadäquat und situationsgerecht unter Verwendung der üblichen Fachsprache zu präsentieren;
  • Informationen aus verschiedenen Quellen und Disziplinen selbstständig zu recherchieren, die wesentlichen Inhalte zu erfassen, sie kritisch zu bewerten, auszuwählen und zielgerichtet darzustellen.

Kompetenz:

Leiten und Beaufsichtigen in Arbeits- oder Lernkontexten, in denen nicht vorhersehbare Änderungen auftreten. Überprüfung und Entwicklung der eigenen Leistung und der Leistung anderer Personen. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • Projekte selbstständig zu koordinieren und zu leiten;
  • eigenständig und flexibel in unterschiedlichen, auch nicht vorhersehbaren Situationen zu agieren;
  • das eigene Verhalten zu reflektieren und Schlussfolgerungen für das künftige Handeln zu ziehen;
  • sich mit dem Handeln anderer Menschen kritisch und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen, Feedback zu geben und zur Entwicklung ihrer Potenziale beizutragen.

Inhaber/innen von Qualifikationen des Niveau 5 haben umfassende theoretische Grundlagen in ihrem Arbeits- oder Lernbereich und sind in der Lage, Projekte eigenständig zu konzipieren.

Die Pflegefachassistent/in ist nun nach Zuordnung zum NQR-Qualifikationsniveau V gleichwertig

  • dem Abschluss einer Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) wie z.B. Bildungsanstalt für Elementarpädagogik, Handelsakademie (HAK) oder Höheren Technischen Lehranstalt (HTL);
  • einem/einer Stabsunteroffizier/in.

NQR-Qualifikationsniveau VI:

Kenntnisse:

Fortgeschrittene Kenntnisse in einem Arbeits- oder Lernbereich unter Einsatz eines kritischen Verständnisses von Theorien und Grundsätzen. Er/Sie verfügt über

  • vertieftes theoretisches Wissen in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich (z. B. über Sachverhalte, Grundsätze, Materialien, Verfahren, Methoden, Zusammenhänge, Vorschriften und Normen etc.) zur eigenständigen Bewältigung umfangreicher Aufgaben und Herausforderungen;
  • die theoretischen Grundlagen seines/ihres Arbeits- oder Lernbereiches zu erfassen;
  • das Wissen, das zur Leitung von umfangreichen Projekten, Funktionsbereichen oder Unternehmen erforderlich ist.

Fertigkeiten:

Fortgeschrittene Fertigkeiten, die die Beherrschung des Faches sowie Innovationsfähigkeit erkennen lassen, und zur Lösung komplexer und nicht vorhersehbarer Probleme in einem spezialisierten Arbeits- oder Lernbereich nötig sind. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • Aufgaben auf sehr hohem professionellem Niveau durchzuführen;
  • umfangreiche Herausforderungen eigenständig und letztverantwortlich zu bewältigen und dabei auch innovative Lösungen zu entwickeln;
  • selbstständig Konzepte zur Durchführung verschiedener Aufgaben unter Berücksichtigung von fachlichen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu erstellen;
  • vorausschauend zu agieren und auf neue/sich verändernde Gegebenheiten flexibel zu reagieren;
  • mit verschiedenen Akteuren und Akteurinnen (Mitarbeiter/innen, [potenziellen] Kunden und Kundinnen, Lieferanten und Lieferantinnen, Behörden etc.) adressatenadäquat und situationsgerecht zu kommunizieren;
  • Informationen aus verschiedenen Medien und Disziplinen zu recherchieren, kritisch zu bewerten und sie für die Entwicklung innovativer Lösungsansätze auszuwählen.

Kompetenz:

Leitung komplexer fachlicher oder beruflicher Tätigkeiten oder Projekte und Übernahme von Entscheidungsverantwortung in nicht vorhersehbaren Arbeits- oder Lernkontexten. Übernahme der Verantwortung für die berufliche Entwicklung von Einzelpersonen und Gruppen. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • unternehmerisch zu agieren und Führungsaufgaben zu übernehmen;
  • komplexe und umfangreiche Projekte, Funktionsbereiche und/oder Unternehmen selbstständig und letztverantwortlich zu leiten;
  • sich mit dem Handeln einzelner Mitarbeiter/innen sowie gesamter Projekt- und Arbeitsteams kritisch und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen, Feedback zu geben und zur Entwicklung ihrer Potenziale durch gezielte Förderung beizutragen.

Inhaber/innen von Qualifikationen des Niveau 6 haben ein vertieftes theoretisches Wissen in ihrem Arbeits- oder Lernbereich und können daher Ihre Aufgaben auf sehr hohem professionellem Niveau selbständig und letztverantwortlich durchführen.

Die diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sind nun nach Zuordnung zum NQR-Qualifikationsniveau VI gleichwertig

  • der Bologna-Qualifikation „Bachelor“;
  • der Qualifikationsbezeichnung „Ingenieur/Ingenieurin“;
  • der Meisterqualifikation, die in der Verantwortung des BMDW liegen;
  • der landwirtschaftlichen Meisterqualifikation.

Hinsichtlich des NQR-Qualifikationsniveaus von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen besteht nun grundsätzlich kein Unterschied mehr zwischen Absolventinnen von Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege und Absolventinnen von FH-Bachelorausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Zum Thema:

In Kürze

Der Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) als Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des österreichischen Bildungssystems hat dem hohen Ausbildungsniveau der Pflegeberufe in Österreich Rechnung getragen und die Pflegeassistenz (PA) gleichwertig dem Abschluss einer Berufsbildenden Mittleren Schule, die Pflegefachassistenz (PFA) gleichwertig dem Abschluss einer Berufsbildenden Höheren Schule und die diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger gleichwertig einem Bachelorabschluss eingestuft.

Autor

Dr. Dr. Martin Stieger, Professor für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik sowie Rektor an der Allensbach Hochschule Konstanz (Baden-Württemberg) und Sachverständige Person der NKS – Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich. 

erschienen auch in: ÖZPR Österreichische Zeitschrift für Pflegerecht, Zeitschrift für die Heim- und Pflegepraxis und Krankenanstalten; 1/2022, S 28 – 31, Manz Verlag

https://rdb.manz.at/document/rdb.tso.LIoezpr20220119