Archiv der Kategorie: Gesundheit

Nominiert für den TRIGOS 2022: Empowerment und Training für Wundmanagement in Malaysia

Internationales Engagement (2022)

Nominiert TRIGOS 2022: Lohmann & Rauscher GmbH

Ungefähr 4 Prozent der Weltbevölkerung leiden an chronischen Wunden, in Malaysia allein sind ca. 1,3 Millionen Menschen betroffen.

Insbesondere in ländlichen Gebieten ist eine standardisierte Wundversorgung nach medizinischen Mindestkriterien oft nicht gewährleistet.

Das Projekt zielt in seiner Gesamtheit daher darauf ab, nachhaltige Ausbildungsstrukturen für Gesundheits- und Krankenpflegepersonal im Bereich Wundmanagement zu schaffen.

Dadurch soll die Versorgung chronischer Wunden für alle Gesellschaftsschichten langfristig und auf hohem Niveau sichergestellt werden.

Nach dem Vorbild europäischer Konzepte wurden malaysische Curricula für zwei Ausbildungsstufen entwickelt:

1) Postgraduierten-Diplomkurs Wundpflege-Management (WCM-PgD-Kurs)
2) Wundpflege-Management-Grundkurs (WCM-Basic-Course)

Menschen mit chronischen Wunden stellen die primäre Zielgruppe dar. Allein im Rahmen der Schulungsaktivitäten werden über 1.500 Betroffene professionell auf ihrem Heilungsweg begleitet.

Das Knowhow von L&R sowie die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen
(lokalen) akademischen Partnern wie der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, der LINCOLN University, IHM International, medizinischem Personal und der malaysischen Wundgesellschaft ermöglichen es, das Projekt nachhaltig lokal zu verankern

Nominiertenbegründung:

Lohmann & Rauscher ist international führender Anbieter von Medizinprodukten und Hygieneartikeln.

Das Projekt „Empowerment und Training für Wundmanagement in Malaysia“ zielt in seiner Gesamtheit darauf ab, Ausbildungsstrukturen für Gesundheits- und Krankenpflegepersonal im Bereich Wundmanagement zu schaffen.

Dadurch wird die Versorgung chronischer Wunden für alle Gesellschaftsschichten vor Ort verbessert und die Lebensqualität der Betroffenen gesteigert.

Das Unternehmen adressiert mit diesem Projekt ein wesentliches Thema seines Kerngeschäfts und überzeugt die Jury durch die ganzheitliche, strategische Umsetzung. Die Jury begrüßt die Skalierbarkeit in andere Regionen des Globalen Südens.

Einzigartig sind auch das hohe Stakeholder-Involvement und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Das Unternehmen schafft mit dem Knowhow-Transfer und der lokalen Verankerung von Wissen einen Nutzen, der auch langfristig Bestand haben kann.

Projektfotos und weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Fragen zum Beitrag, zu Studienberechtigungen und -möglichkeiten, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz, ist dort auch Rektor, arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ) und ist als sachverständige Person der NKS-Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich gelistet

Baden-Württemberg lobt Ideenwettbewerb zum Pflegeberuf aus

 © picture alliance / dpa | Jens Wolf

Das Land lobt einen Ideenwettbewerb zum Wiedereinstieg und Verbleib im Pflegeberuf mit einer Million Euro aus. Es werden spannende Vorschläge gesucht, wie Pflegerinnen und Pfleger im Job entlastet und deren Wertschätzung verbessert werden kann.

Pflegekräfte sind die unverzichtbare Stütze eines guten Gesundheitssystems. Aber wie können überlastete, ausgelaugte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege gehalten und ehemalige Pflegekräfte für den Beruf zurückgewonnen werden? Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration wird einen Ideenwettbewerb zum Verbleib und Wiedereinstieg in den Pflegeberuf ausloben. Eine Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Der Ministerrat hat einem entsprechenden Vorschlag von Gesundheitsminister Manne Lucha in seiner jüngsten Sitzung am 31. Mai 2022 zugestimmt.

Wertschätzung für den Pflegeberuf verbessern

„Viele Kolleginnen und Kollegen in der Pflege waren in der Pandemie derart belastet, dass sie ausgestiegen sind oder zumindest über einen Jobwechsel ernsthaft nachdenken“, sagte Minister Manne Lucha am Donnerstag, 2. Juni 2022, in Stuttgart. „Das müssen wir unbedingt verhindern, denn der Fachkräftemangel ist eines der größten Probleme in der Pflege. Zugleich gibt es in den Pflegeeinrichtungen und Kliniken sehr viele kreative Köpfe, die mit motivierenden und nachahmenswerten Konzepten und Ideen auf diesen wichtigen, verantwortungsvollen und unverzichtbaren Beruf aufmerksam machen. Das wollen wir mit diesem Wettbewerb sichtbar machen und damit zum Nachahmen anregen.“

Gesucht werden gut durchdachte, kluge und zündende Konzepte, die einen Beitrag zur Wiedergewinnung von Pflegekräften für und deren Bindung an den Beruf leisten, wie zum Beispiel verlässliche Arbeitszeitmodelle, Fortbildungsprogramme oder Maßnahmen zur Entlastung und besseren Wertschätzung der Pflegekräfte. Das Land belohnt die besten Ideen mit einem Preisgeld von bis zu 80.000 Euro.

Einsatz für eine nachhaltige Reform der Pflege

Baden-Württemberg setzt sich darüber hinaus federführend in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe für eine umfassende und nachhaltige Reform der Pflege ein. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich insbesondere mit Maßnahmen zur Unterstützung pflegender Angehöriger, Verbesserungen für Pflegebedürftige, die in der eigenen Häuslichkeit leben, sowie finanziellen Entlastungen für Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen. „Selbstverständlich sind bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Finanzierung in der Pflege durch den Bund ganz wichtig. Aber auch jede kleine, feine Idee zur Verbesserung der Wertschätzung ist sehr willkommen – dazu dient unser Landeswettbewerb“, sagte Minister Manne Lucha.

Mit der generalistischen Pflegeausbildung wurde bereits eine attraktive, neue Pflegeausbildung geschaffen. Wichtige Bausteine zur weiteren Professionalisierung des Pflegeberufs sind die mit dem Pflegeberufegesetz eingeführten Vorbehaltsaufgaben, die ausschließlich von Pflegefachkräften ausgeführt werden dürfen, und ebenso die beabsichtigte selbstständige und eigenverantwortliche Übernahme von heilkundlichen Aufgaben. Ein weiterer Baustein für die Zukunft der Pflege ist die Akademisierung, die vom Land unterstützt wird. Hervorzuheben ist auch die im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“  vereinbarte Verpflichtung, dass alle Pflege- und Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen der Altenpflege zukünftig nach Tarif zu entlohnen sind.

Die Ausschreibung zu diesem Ideenwettbewerb, der sich an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen richtet, wird nach der Entscheidung des Ministerrats nun finalisiert und zeitnah auf der Webseite des Sozialministeriums veröffentlicht.

Siehe dazu auch:

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz, ist dort auch Rektor

Österreich: Selbstständigkeit – Cranio Sacrale und Resilienztraining?

eine Lehrgangsteilnehmerin frägt mich heute:

Ich bin durch eine Ausbildung bei der Vitalakademie als Resilienztrainerin auf Sie aufmerksam geworden.

Es gibt dort einen Beitrag von Ihnen zum Thema freies Gewerbe.

Nun, ich habe mich bei der WKO in Sachen Selbstständigkeit bezüglich Cranio Sacrale und eben Resilienztraining erkundigt. Dort wurde mir mehrmals deutlich gemacht dass Resilienztraining keinesfalls im  Freien Gewerbe auszuüben erlaubt wäre. Diese Tätigkeit fällt ins LSB Gewerbe, so die WKO. Ich habe durchaus auf Ihre Beiträge und auch die Vitalakademie hingewiesen die die Ausbildung sehr wohl für das freie Gewerbe quasi anbietet. Leider erfolglos. Haben Sie einen Rat für mich?“ 

Meine Antwort:

herzlichen Dank für Ihr Mail.

Ihren Wunsch nach selbständiger Berufsausübung müssen wir in Ihrem Falle  zweiteilen.
Sie können einmal Energetik als freies Gewerbe anmelden und als Humanenergetikerin dann im Rahmen des freien Gewerbes Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit

  • mittels der Methode von Dr. Bach,
  • mittels Biofeedback oder Bioresonanz,
  • mittels Auswahl von Farben,
  • mittels Auswahl von Düften,
  • mittels Auswahl von Lichtquellen,
  • mittels Auswahl von Aromastoffen,
  • mittels Auswahl von Edelsteinen,
  • mittels Auswahl von Musik,
  • unter Anwendung kinesiologischer Methoden,
  • mittels Interpretation der Aura,
  • mittels Magnetfeldanwendung,
  • durch sanfte Berührung des Körpers bzw. gezieltes Auflegen der Hände an bestimmten Körperstellen,
  • mittels Cranio Sacral Balancing,
  • durch Berücksichtigung der Auswirkungen der energetischen Geometrie und Lichtphysik,
  • mittels Numerologie,
  • durch Berücksichtigung von Planetenkonstellationen und lunaren Energien

anbieten.

Das Berufsbild der Humanenergetik finden Sie hier.

Zum zweiten können Sie als Resilienztrainerin arbeiten, allerdings nicht im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit.

Das  Resilienztraining können Sie – das stimmt – eben nicht als freies Gewerbe anbieten.

Warum?

Das Training, also das Anbieten von Unterricht, Seminare, Vorträgen, Workshops unterliegt nicht der Gewerbeordnung!

Sie können mit Ihrer Ausbildung auch nicht das reglementierte Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung ausüben.

Aber Sie können als neue Selbständige tätig werden.

Resilienztraining, Burnout-Prophylaxetraining, Achtsamkeitstraining …. kann selbständig ausgeübt werden!

„Selbständige Trainer/innen“ d.h. die Durchführung von

  • Unterricht,
  • Seminaren,
  • Vorträgen,
  • Workshops,
  • Lehrveranstaltungen und dergleichen

unterliegen nicht der Gewerbeordnung und es ist dabei unerheblich, ob die Zielgruppe

  • Kinder oder
  • Erwachsene sind oder
  • eine Gruppe von Personen oder
  • ein Einzelner unterrichtet wird.

Ich habe berufsrechtliche Informationen dazu zusammengefasst, die Sie hier lesen können.

Allenfalls auch interessant für Sie:

Fragen zum Beitrag und auch sonst bitte an martin.stieger@liwest.at

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz (ist dort auch Rektor), arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ)

ZIP – Zertifizierte Infektions-Prävention

Professionell, schnell und online zur Zertifizierung

Wien (OTS) – Die Wasnerin – G ́sund und Natur Hotel in Bad Aussee hat als erstes Hotel das Infektions-Prävention Zertifikat – kurz ZIP erworben.

Mario Habacher, gelernter Touristikkaufmann und im Bereich Sales & Marketing bei „Die Wasnerin“ tätig, absolvierte für sein Hotel und sich am 7. Februar 2022 sehr erfolgreich die Zertifizierung.

Am Wochenende vom 5. – 7. Februar widmete er sich der rund 5-stündigen Online Schulung – „COVID 19 Beauftragter“ des Roten Kreuzes.

Dabei sind die Hauptinhalte:

  • Infektiologie
  • Rechtliches und aktuelle Verordnung
  • Hygiene
  • MitarbeiterInnenschulung
  • Verdachtsfallmanagement

Seine breiten Vorkenntnisse im Bereich der Hygiene und auf dem Gebiet Covid 19, ermöglichten ihm ein rasches Vorankommen und er schätzte „die komprimierte Wissensvermittlung in Form von Videos und begleitenden Präsentationsunterlagen/inhalten“.

Angeboten wird der Kurs über das Webportal der siflux GmbH.

Der Mehrwert dieses Kurses liegt unter anderem darin, dass alle TeilnehmerInnen auch nach der Zertifizierung kostenfreien Zugang zu den Kursmaterialien und neuen Videos und Verordnungen haben.

Am Montag, den 7. Februar stellte sich Herr Habacher dann der Zertifizierung.
Diese erfolgte wiederum sehr bequem über eine online Lösung auf dem Campus der Vienna Studies Webseite.

Innerhalb von weniger als 20 Minuten beantwortete Herr Habacher 19 Testfragen, erzielte weit mehr als die erforderlichen 80% und erlangte somit die Zertifizierung.

Da die Zertifizierung auch eine Analyse des bestehenden Sicherheits- bzw. Präventionskonzeptes eines Betriebes beinhaltet, führte Herr Habacher am Nachmittag des 7. Februar ein ausführliches Gespräch zu seinem Konzept im Rahmen einer Videokonferenz.

Dafür hatte Georg GeczekLeiter des Competence Center Event Safety Management des Wiener Roten Kreuzes in der Vorwoche das bestehende COVID-19 Präventionskonzept von Herrn Habacher elektronisch übermittelt bekommen.

Dieser analysierte sehr ausführlich die detaillierten Dokumente, gab kompetenten Input zu den Inhalten und ließ gleich Änderungen aus der neuen Verordnung einfließen.

Die Zertifizierung, eine Initiative von SFU, AUVA und ÖRK, bietet dem Betrieb und den Angestellten neben einem grundliegenden Wissen in den Bereichen Hygiene und im Umgang mit Covid 19 auch die Möglichkeit, sich über Neuerungen und Änderungen auf diesem Gebiet umfassend zu informieren und mit ExpertInnen auf den Gebieten Hygiene und Infektions-Prävention auszutauschen.

ZIP Zertifikat

Professionell – Schnell – Online

ZERTIFIZIERUNG UND KURS BUCHEN

Rückfragen & Kontakt:

Ulrike Furch-Tichler
Ulrike.furch@viennastudies.com

Die NQR-Zuordnung wichtiger Gesundheitsberufe weist die hohe Kompetenz der Pflegeberufe in Österreich aus

Der Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) ist ein Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des österreichischen Bildungssystems.

Dieses Transparenzinstrument soll einerseits die Orientierung im österreichischen Bildungssystem erleichtern und zum anderen zur Vergleichbarkeit und Verständlichkeit nationaler Qualifikationen in Europa beitragen.

Über den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) werden alle national zugeordneten Qualifikationen referenziert und so vergleichbar gemacht.

Ziel ist es, nationale Qualifikationen und das österreichische Bildungs-system auf europäischer Ebene verständlich zu machen, dadurch die grenzüberschreitende Mobilität von Lernenden und Beschäftigten zu fördern sowie deren Teilnahme am lebenslangen Lernen zu unterstützen.

Die Zuordnung weiterer Qualifikationen aus dem Gesundheitsbereich:

Nach der schon vor Jahren erfolgten Zuordnung der Qualifikation „Klinische Psychologie“ und „Gesundheitspsychologie“ ordnete die NQR-Koordinierungsstelle (NKS) am 28. 12. 2021 weitere Qualifikationen aus dem Gesundheitsbereich zu:

  • Pflegeassistent/in auf das NQR-Qualifikationsniveau IV
  • Pflegefachassistent/in auf das NQR-Qualifikationsniveau V
  • diplomierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in auf das NQR-Qualifikationsniveau VI

Bezogen auf das Berufs- und Tätigkeitsfeld, sind in Österreich drei Gesundheits- und Krankenpflegeberufe zu nennen, deren u.a. Ausbildung und Berufsbild im Gesundheits-Krankenpflegegesetz (GuKG) geregelt sind: der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP), die Pflegefachassistenz (PFA) sowie die Pflegeassistenz (PA).

Die Pflegeassistenz (PA):

Gemäß § 84 Abs. 1 GuKG sind Personen, die nach den Bestimmungen des § 85 GuKG (u.a. die für Erfüllung der Berufspflichten erforderliche gesundheitliche Eignung und Vertrauens-würdigkeit, Qualifikationsnachweis in dem entsprechenden Pflegeassistenzberuf, Eintragung in das Gesundheitsberuferegister) zur Ausübung der Pflegeassistenz berechtigt sind, berechtigt die Berufsbezeichnung „Pflegeassistentin/Pflegeassistent“ zu führen.

Die Pflegefachassistenz (PFA):

Die Pflegefachassistentin/Der Pflegefachassistent ist zur Erlangung der Berufsberechtigung verpflichtet, sich im Gesundheitsberuferegister (GBR) zu registrieren. Die Absolventin/Der Absolvent erwirbt im Rahmen der Ausbildung zur Pflegefachassistentin/zum Pflegefachassistent die erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, um die von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen/diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger und/oder von Ärztinnen/Ärzten angeordneten Tätigkeiten ohne zwingender Aufsicht eigenverantwortlich durchzuführen, diese entsprechend der fachlichen und rechtlichen Anforderungen zu dokumentieren und die erforderlichen Informationen weiterzuleiten.

Die Pflegeassistenzberufe (PA/PFA) umfassen die Durchführung der ihnen nach Beurteilung durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege (diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin/diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger) im Rahmen des Pflegeprozesses übertragenen Aufgaben und Tätigkeiten in verschiedenen Pflege- und Behandlungssituationen bei Menschen aller Altersstufen in mobilen, ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsformen sowie auf allen Versorgungsstufen. (vgl. § 82 Abs. 2 GuKG)

Im Rahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie führen Pflegeassistenzberufe (PA/PFA) die ihnen von Ärztinnen I Ärzten übertragenen oder von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege {diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin I diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger) weiterübertragenen Maßnahmen durch. (vgl. § 82 Abs. 3 GuKG)

Diplomierte/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in:

Personen, die über einen Qualifikationsnachweis einer abgeschlossenen Ausbildung zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege gemäß den bundesrechtlichen Bestimmungen verfügen, sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin“ bzw. „Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger“ zu führen (vgl.§ 11 Abs. 1 GuKG).

Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin/Der diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger ist im Gesundheits- und Pflegesystem in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung, d.h. in mobilen, ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsformen sowie allen Versorgungsstufen (Primärversorgung, ambulante spezialisierte Versorgung sowie stationäre Akut- und Langzeitversorgung) tätig. (vgl. § 12 Abs. 1 GuKG).

NQR-Qualifikationsniveaus I bis VIII

Gemäß dem Bundesgesetz über den Nationalen Qualifikationsrahmen sind Qualifikationen einem von acht aufeinander aufbauenden NQR-Qualifikationsniveaus zuzuordnen. Die acht Niveaus beziehen sich auf die acht Niveaus des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR), d.h. die Zuordnung einer Qualifikation zu einem Qualifikationsniveau des NQR entspricht der Zuordnung zu entsprechenden Niveaustufe des EQR.

Die NQR-Qualifikationsniveaus 1 bis 5 werden durch die Deskriptoren des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR-Deskriptoren) charakterisiert und umfassen Qualifikationen aus allen Bildungskontexten während die Niveaus 6 bis 8 auf Basis unterschiedlicher Deskriptoren zugeordnet werden.

Qualifikationen der Bologna-Architektur (Bachelor, Master und PhD) sind auf Basis der Deskriptoren für den europäischen Hochschulraum (Dublin Deskriptoren) gemäß NQR-Gesetz zugeordnet, alle anderen Qualifikationen werden nach den EQR-Deskriptoren charakterisiert.

Die Zuordnung erfolgt auf Grundlage der Kenntnisse, Fertigkeiten und der Kompetenz, über die Inhaber/innen von Qualifikationen verfügen.

NQR-Qualifikationsniveau IV:

Kenntnisse:

Breites Spektrum an Theorie- und Faktenwissen in einem Arbeits- oder Lernbereich, er/sie verfügt über

  • eine vertiefte Allgemeinbildung;
  • theoretisches Wissen in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich (z. B. über Sachverhalte, Grundsätze, Materialien, Verfahren, Methoden, Zusammenhänge, Vorschriften und Normen etc.) zur eigenständigen Bewältigung gängiger Aufgaben und Herausforderungen, auch bei wechselnden Rahmenbedingungen;
  • grundlegende unternehmensbezogene betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse;
  • Universitätsreife oder über Kenntnisse zur unmittelbaren Ausübung eines Berufes.

Fertigkeiten:

Eine Reihe kognitiver und praktischer Fertigkeiten, die erforderlich sind, um Lösungen für spezielle Probleme in einem Arbeits- oder Lernbereich zu finden. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • gängige Instrumente, Methoden und Verfahren auszuwählen und sachgerecht einzusetzen;
  • Standardaufgaben, auch unter sich ändernden Bedingungen, eigenständig zu meistern;
  • alltägliche Probleme unter Einbeziehung des theoretischen Wissens zu analysieren, unterschiedliche Lösungsansätze aufzuzeigen und selbstständig zu lösen;
  • ein gewisses kreatives und vernetztes Denken zu entwickeln;
  • an Gesprächen in üblichen Situationen mit vertrauten Themen aktiv teilzunehmen sowie den eigenen Standpunkt darzulegen und zu argumentieren;
  • relevante Informationen zur Erfüllung seiner/ihrer Aufgaben aus weitgehend vorgegebenen Quellen selbstständig zu recherchieren, kritisch zu bewerten und einzusetzen;
  • Informationen in angemessener (d. h. der Situation und dem Zielpublikum entsprechender) sowie in fachlich und sprachlich richtiger Form darzustellen und unter Einsatz von gängigen Kommunikationstechniken zu präsentieren.

Kompetenz:

Selbstständiges Tätigwerden innerhalb der Handlungsparameter von Arbeits- oder Lernkontexten, die in der Regel bekannt sind, sich jedoch ändern können Beaufsichtigung der Routinearbeit anderer Personen, wobei eine gewisse Verantwortung für die Bewertung und Verbesserung der Arbeits- oder Lernaktivitäten übernommen wird. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • selbstständig Routinesituationen zu bearbeiten und sich den jeweiligen Gegebenheiten gemäß zu verhalten;
  • im Team zu arbeiten und bei gängigen Aufgabenstellungen andere anzuweisen bzw. zu beaufsichtigen.

Inhaber/innen von Qualifikationen des Niveau 4 haben eine vertiefte Allgemeinbildung sowie theoretische Kenntnisse in ihrem Arbeits- oder Lernbereich und sind die der Lage, Routinearbeiten selbständig durchzuführen..

Die Pflegeassistent/in ist nun nach Zuordnung zum NQR-Qualifikationsniveau IV gleichwertig

  • den Lehrberufen, die in der Verantwortung des BMDW liegen;
  • der Abschlussprüfung an einer landwirtschaftlichen Fachschule;
  • dem Abschluss einer Berufsbildenden Mittleren Schule (BMS) wie z.B. Handelsschule oder Hotelfachschule;
  • einem Militärberufsunteroffizier/in;
  • der allgemeinen Hochschulreife (AHR) in Deutschland und kann damit in Deutschland an Hochschulen auch ohne Abitur (Matura) ein Bachelorstudium aufnehmen;
  • einer/einem Altenpfleger/in in Deutschland.

NQR-Qualifikationsniveau V:

Kenntnisse:

Umfassendes, spezialisiertes Theorie- und Faktenwissen in einem Arbeits- oder Lernbereich sowie Bewusstsein für die Grenzen dieser Kenntnisse. Er/Sie verfügt über

  • umfassendes theoretisches Wissen in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich (z. B. über Sachverhalte, Grundsätze, Materialien, Verfahren, Methoden, Zusammenhänge, Vorschriften und Normen etc.) zur eigenständigen Bewältigung von Aufgaben und Herausforderungen, auch in nicht vorhersehbaren Situationen;
  • das Bewusstsein darüber, welche Auswirkungen die Anwendung dieses Wissens auf den Arbeits- oder Lernbereich hat;
  • vertiefte unternehmensbezogene betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse zur Übernahme von Führungsaufgaben und/ oder zur Leitung eines Unternehmens;
  • Kenntnisse zur unmittelbaren Ausübung eines gehobenen Berufes.

Fertigkeiten:

Umfassende kognitive und praktische Fertigkeiten, die erforderlich sind, um kreative Lösungen für abstrakte Probleme zu erarbeiten. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • Aufgaben auch in nicht vorhersehbaren Kontexten eigenständig zu meistern;
  • die Implikationen von solchen Aufgaben abzuschätzen sowie daraus Schlussfolgerungen für die weitere Vorgangsweise zu ziehen;
  • herausfordernde und vielschichtige Problemstellungen durch logisch-abstraktes und vernetztes Denken zu analysieren und unter Einhaltung der jeweils geltenden Normen, Vorschriften und Regeln selbstständig zu lösen;
  • bei der Lösung von Problemen kreative Eigenleistungen zu erbringen;
  • Zusammenhänge zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Mechanismen zu verstehen, Querverbindungen zu schaffen sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse in gängigen und auch nicht vorhersehbaren Situationen anzuwenden;
  • zu neuen Sachverhalten Stellung zu beziehen, den eigenen Standpunkt zu erläutern sowie adressatenadäquat und situationsgerecht unter Verwendung der üblichen Fachsprache zu präsentieren;
  • Informationen aus verschiedenen Quellen und Disziplinen selbstständig zu recherchieren, die wesentlichen Inhalte zu erfassen, sie kritisch zu bewerten, auszuwählen und zielgerichtet darzustellen.

Kompetenz:

Leiten und Beaufsichtigen in Arbeits- oder Lernkontexten, in denen nicht vorhersehbare Änderungen auftreten. Überprüfung und Entwicklung der eigenen Leistung und der Leistung anderer Personen. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • Projekte selbstständig zu koordinieren und zu leiten;
  • eigenständig und flexibel in unterschiedlichen, auch nicht vorhersehbaren Situationen zu agieren;
  • das eigene Verhalten zu reflektieren und Schlussfolgerungen für das künftige Handeln zu ziehen;
  • sich mit dem Handeln anderer Menschen kritisch und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen, Feedback zu geben und zur Entwicklung ihrer Potenziale beizutragen.

Inhaber/innen von Qualifikationen des Niveau 5 haben umfassende theoretische Grundlagen in ihrem Arbeits- oder Lernbereich und sind in der Lage, Projekte eigenständig zu konzipieren.

Die Pflegefachassistent/in ist nun nach Zuordnung zum NQR-Qualifikationsniveau V gleichwertig

  • dem Abschluss einer Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) wie z.B. Bildungsanstalt für Elementarpädagogik, Handelsakademie (HAK) oder Höheren Technischen Lehranstalt (HTL);
  • einem/einer Stabsunteroffizier/in.

NQR-Qualifikationsniveau VI:

Kenntnisse:

Fortgeschrittene Kenntnisse in einem Arbeits- oder Lernbereich unter Einsatz eines kritischen Verständnisses von Theorien und Grundsätzen. Er/Sie verfügt über

  • vertieftes theoretisches Wissen in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich (z. B. über Sachverhalte, Grundsätze, Materialien, Verfahren, Methoden, Zusammenhänge, Vorschriften und Normen etc.) zur eigenständigen Bewältigung umfangreicher Aufgaben und Herausforderungen;
  • die theoretischen Grundlagen seines/ihres Arbeits- oder Lernbereiches zu erfassen;
  • das Wissen, das zur Leitung von umfangreichen Projekten, Funktionsbereichen oder Unternehmen erforderlich ist.

Fertigkeiten:

Fortgeschrittene Fertigkeiten, die die Beherrschung des Faches sowie Innovationsfähigkeit erkennen lassen, und zur Lösung komplexer und nicht vorhersehbarer Probleme in einem spezialisierten Arbeits- oder Lernbereich nötig sind. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • Aufgaben auf sehr hohem professionellem Niveau durchzuführen;
  • umfangreiche Herausforderungen eigenständig und letztverantwortlich zu bewältigen und dabei auch innovative Lösungen zu entwickeln;
  • selbstständig Konzepte zur Durchführung verschiedener Aufgaben unter Berücksichtigung von fachlichen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu erstellen;
  • vorausschauend zu agieren und auf neue/sich verändernde Gegebenheiten flexibel zu reagieren;
  • mit verschiedenen Akteuren und Akteurinnen (Mitarbeiter/innen, [potenziellen] Kunden und Kundinnen, Lieferanten und Lieferantinnen, Behörden etc.) adressatenadäquat und situationsgerecht zu kommunizieren;
  • Informationen aus verschiedenen Medien und Disziplinen zu recherchieren, kritisch zu bewerten und sie für die Entwicklung innovativer Lösungsansätze auszuwählen.

Kompetenz:

Leitung komplexer fachlicher oder beruflicher Tätigkeiten oder Projekte und Übernahme von Entscheidungsverantwortung in nicht vorhersehbaren Arbeits- oder Lernkontexten. Übernahme der Verantwortung für die berufliche Entwicklung von Einzelpersonen und Gruppen. Er/Sie ist in der Lage, in seinem/ihrem Arbeits- oder Lernbereich

  • unternehmerisch zu agieren und Führungsaufgaben zu übernehmen;
  • komplexe und umfangreiche Projekte, Funktionsbereiche und/oder Unternehmen selbstständig und letztverantwortlich zu leiten;
  • sich mit dem Handeln einzelner Mitarbeiter/innen sowie gesamter Projekt- und Arbeitsteams kritisch und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen, Feedback zu geben und zur Entwicklung ihrer Potenziale durch gezielte Förderung beizutragen.

Inhaber/innen von Qualifikationen des Niveau 6 haben ein vertieftes theoretisches Wissen in ihrem Arbeits- oder Lernbereich und können daher Ihre Aufgaben auf sehr hohem professionellem Niveau selbständig und letztverantwortlich durchführen.

Die diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sind nun nach Zuordnung zum NQR-Qualifikationsniveau VI gleichwertig

  • der Bologna-Qualifikation „Bachelor“;
  • der Qualifikationsbezeichnung „Ingenieur/Ingenieurin“;
  • der Meisterqualifikation, die in der Verantwortung des BMDW liegen;
  • der landwirtschaftlichen Meisterqualifikation.

Hinsichtlich des NQR-Qualifikationsniveaus von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen besteht nun grundsätzlich kein Unterschied mehr zwischen Absolventinnen von Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege und Absolventinnen von FH-Bachelorausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Zum Thema:

In Kürze

Der Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) als Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des österreichischen Bildungssystems hat dem hohen Ausbildungsniveau der Pflegeberufe in Österreich Rechnung getragen und die Pflegeassistenz (PA) gleichwertig dem Abschluss einer Berufsbildenden Mittleren Schule, die Pflegefachassistenz (PFA) gleichwertig dem Abschluss einer Berufsbildenden Höheren Schule und die diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger gleichwertig einem Bachelorabschluss eingestuft.

Autor

Dr. Dr. Martin Stieger, Professor für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik sowie Rektor an der Allensbach Hochschule Konstanz (Baden-Württemberg) und Sachverständige Person der NKS – Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich. 

erschienen auch in: ÖZPR Österreichische Zeitschrift für Pflegerecht, Zeitschrift für die Heim- und Pflegepraxis und Krankenanstalten; 1/2022, S 28 – 31, Manz Verlag

https://rdb.manz.at/document/rdb.tso.LIoezpr20220119

Gut essen und trinken in Baden-Württemberg

Foto: DEHOGA

Der neue Genussführer weist auch 2022 den Weg zu über 310 Betrieben in Baden-Württemberg, die regionale Küche mit regionalen Zutaten anbieten.

Auch wenn die Allensbach Hochschule Konstanz ihre Studienangebot online verfügbar macht und damit ein zeit- und ortsunabhängiges Studium anbietet, freuen sich die Studierenden und Lehrenden über Baden Württemberg als Genießerland.

Diese Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg wollen wir Ihnen daher nicht vorenthalten:

„Baden-Württemberg ist das Genießerland mit einem unverwechselbaren kulinarischen Profil. Die regional ausgerichtete Gastronomie, wie die „Schmeck den Süden“-Gastronomen, sind seit über 25 Jahren wichtige Botschafter des Genießerlandes Baden-Württemberg. Sie tragen mit einer regional profilierten und nachvollziehbaren Küche zum Aufbau und zur Stärkung regionaler Lieferbeziehungen in den Wertschöpfungsketten sowie zum Erhalt der Kulturlandschaft bei“, sagte Minister Peter Hauk anlässlich der Präsentation des Genussführers 2022 der „Schmeck den Süden“-Gastronomen im Brauhaus Schönbuch in Stuttgart.

Regionaler Genuss liege im Trend. Baden-Württemberg könne mit über 310 „Schmeck den Süden“-Gastronomen und 66 „Schmeck den Süden – Genuss außer Haus“-Betrieben mit einem authentischen, regionalen und transparenten Angebot in Verbindung mit einem Qualitätssicherungssystem aufwarten. „Diese Betriebe sind im Genussführer 2022 zu finden und über einen QR-Code abrufbar“, sagte Minister Hauk.

Die Kooperation der „Schmeck den Süden“-Gastronomen hat das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg und der MBW Marketinggesellschaft mbH ins Leben gerufen. Gemeinsam wird die heimische Gastronomie, insbesondere die ländliche Gastronomie, im Umgang mit regionalen Produkten unterstützt.

Kategorisierung in drei „Löwen“

Die „Schmeck den Süden“-Betriebe nutzen diese Marketingkooperation als Basis für ihr regionales Angebot und als Bestandteil zur Qualitätssicherung. Sie müssen mindestens drei regionale Gerichte anbieten und deren Produktherkunft dokumentieren. Die Tiefe und Breite ihres regionalen Angebots wird klassifiziert und in drei Kategorien, die drei Löwen, eingeteilt:

  • ein Löwe: Mindestens drei Gerichte sind regional geprüft
  • zwei Löwen: Mindestens sechs Gerichte sind regional geprüft
  • drei Löwen: 90 Prozent des Angebots ist regional geprüft, Auszeichnung nach „Haus der Baden-Württemberger Weine“ und zertifiziert nach „ServiceQualität Deutschland“.

Der Restaurantführer weist über 310 Gastronomiebetriebe aus, die sich dieser „Schmeck den Süden“-Kooperation angeschlossen und sich dazu bereit erklärt haben, sich an vorgegebene Regeln, einschließlich des Dokumentations- und Qualitätssicherungssystems, zu halten. Nur klassifiziert und entsprechend kontrolliert darf sich eine Gaststätte als „Schmeck den Süden“-Gastronomiebetrieb präsentieren.

Im Jahr 2017 ist es gelungen, das erfolgreiche Projekt aus der Gastronomie unter dem Namen „Schmeck den Süden – Genuss außer Haus“ in den weiter an Bedeutung gewinnende Gemeinschaftsverpflegungssektor zu übertragen und bei über 60 Unternehmen und Einrichtungen zu etablieren.

„Schmeck den Süden – Genuss außer Haus“

„Schmeck den Süden – Genuss außer Haus“ ist ein gemeinschaftliches Projekt von der DEHOGA Tourismus Baden-Württemberg GmbH und der MBW Marketinggesellschaft mbH, gefördert durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

In dem Programm steht die verbindliche Verwendung von nachvollziehbaren regionalen Produkten im Vordergrund, die vor allem bei Fleisch und Fleischerzeugnissen gemäß den Qualitätsprogrammen des Landes (Biozeichen Baden-Württemberg und Qualitätszeichen Baden-Württemberg) erzeugt wurden. Das Konzept ermöglicht eine modulare und schrittweise Umsetzung. Es können sowohl einzelne Komponenten als auch Aktionsgerichte aus regionalen beziehungsweise bioregionalen Zutaten sein. Je nachdem wie viele Komponenten und Aktionsgerichte pro Woche angeboten werden, wird der Betrieb mit einem oder zwei „Löwen“ ausgezeichnet. Die teilnehmenden Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung werden jährlich neutral kontrolliert. Die Anzahl der teilnehmenden Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung hat sich von 2019 mit 20 Betrieben auf 45 Betriebe im Jahr 2020 mehr als verdoppelt. Aktuell nehmen 66 Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung teil (Stand Januar 2022).

Genussbotschafter Baden-Württemberg

Als Genussbotschafter Baden-Württemberg werden Persönlichkeiten, Unternehmen und im Einzelfall auch Zusammenschlüsse von Akteuren gewählt. In der Regel kommen diese aus den Bereichen Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln, Medien, Gastronomie und Tourismus sowie aus Aus- und Fortbildungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Seit 2008 werden pro Jahr in der Regel zwei Preisträgerinnen beziehungsweise Preisträger gewählt und seit 2012 auf dem Genussgipfel des Landes öffentlich ausgezeichnet. Insgesamt wurde der Preis bereits 43 Mal vergeben.

Die „Schmeck den Süden“-Gastronomen stellen seit mehr als 25 Jahre eine einzigartige Kooperation mit beharrlichem und vorbildlichem Engagement für einen nachvollziehbaren, regionalen Genuss und für eine verlässliche Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern dar. Daher wurde diese Kooperation im Jahr 2021 als „Genussbotschafter Baden-Württemberg“ ausgezeichnet.

Genussführer 2022 als PDF

DEHOGA Baden-Württemberg: Genussführer 2022 bestellen

Infos zur Allensbach Hochschule, Konstanz:

Die Allensbach Hochschule ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Bundeslandes Baden-Württemberg und bietet verschiedene berufsbegleitende  Bachelor- und Masterprogramme im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an.

Die Studiengänge der Allensbach Hochschule sind durch die Akkreditierungsagentur ZEvA akkreditiert und als Fernstudiengänge konzipiert.

Alle Studiengänge sind zusätzlich von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Die Allensbach Hochschule hat sich voll der Digitalisierung verschrieben und setzt bei ihren Programmen auf vollständig online-basierte Vorlesungen, die in geschützten Räumen stattfinden und aufgezeichnet werden.

Das digitale Lernen wird durch didaktisch hochwertig aufbereitete Studienmaterialien unterstützt, welche die Studierenden in ihrem eigenen Lerntempo bearbeiten können.

Bei Fragen steht jederzeit ein/e Tutor/in oder Dozent/in zur Verfügung.

Neben der Lehre spielt die Forschung an der Allensbach Hochschule eine wichtige Rolle.

So richtet die Hochschule beispielsweise jährlich das Bodensee-Forum zu den Themen Krise, Sanierung und Turnaround aus und gibt die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Zeitschrift für Interdisziplinäre Ökonomische Forschung“ heraus.

Weitere Informationen unter: www.allensbach-hochschule.de 

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Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 

hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik an der Allensbach Hochschule in Konstanz und ist dort seit Jahresbeginn 2021 auch als Rektor tätig.

ZIP – Zertifizierte Infektions-Prävention

2G Regelung und drohende Reisebeschränkungen stellen Hotellerie, Gastronomie und den Freizeitbereich vor neue Herausforderungen. 

Hygiene und Sicherheit sind nicht nur Schlagworte, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor im Tourismus.

Die SFU Sigmund Freud Privatuniversität Wien, die AUVA Allgemeine Unfallversicherungsanstalt und das ÖRK Österreichische Rote Kreuz haben gemeinsam eine Initiative ins Leben gerufen, damit Tourismusbetriebe, das vom Gesetzgeber vorgeschriebene Sicherheitskonzept für Gäste und MitarbeiterInnen nachhaltig und standardisiert umsetzen können.  

Professionell, schnell und online zur Zertifizierung – die Investition beträgt Euro 960,00 und beinhaltet:

  • Kompetente Erstellung / Anpassung eines Prävention Konzeptes 
  • Online Kurs des Wiener Roten Kreuz zum COVID 19 – Beauftragten 
  • Schulungsunterlagen für COVID – 19 Beauftragten und MitarbeiterInnen 
  • Online Zertifizierung eines COVID – 19 Beauftragten 

Details zum Zertifikat, Erstellung und Anpassung eines Prävention Konzeptes und Kursbuchung finden Sie auf folgender Webseite: 

https://viennastudies.com/zip-zertifikat

Bei Fragen zur Initiative und/oder Zertifizierung kontaktieren Sie bitte 

Ulrike.furch@viennastudies.com

Fragen zu diesem Beitrag oder auch zu spannenden Fernlehrgängen und Online-Studienangeboten (Promotionsprogramm, MBA-Studiengänge ……) bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz, ist dort auch Rektor, arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ)

Kontaktstudium „Management und Marketing“

Gesundheit Österreich GmbH, Fonds Gesundes Österreich, Österr. Bundesinistitut für Gesundheitswesen, Bundesgesundheitskommission, Bundes-Zielsteuerungskommission, Gesundheitsberuferegister, Öffentliches Gesundheitsportal ….?

COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) hält uns im Lockdown gefangen. Den Weg aus dem Lockdown begleiten viele Institutionen, eine der wichtigsten dabei ist die Gesundheit Österreich GmbH.

Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) ist das Forschungs- und Planungsinstitut für das Gesundheitswesen und die Kompetenz- und Förderstelle für Gesundheitsförderung in Österreich.

Ihre Grundlage ist das Bundesgesetz über die Gesundheit Österreich GmbH vom 31. Juli 2006.

 Downloadpfeil GÖG-Gesetz (Fassung vom 12.07.2018)
 Downloadpfeil Gesundheitsförderungsgesetz (BGI I 1998/51)
 Downloadpfeil Gesundheitsqualitätsgesetz (BGBl I 2004/179)

Alleingesellschafter der GÖG ist der Bund, vertreten durch den Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Die GÖG ist nicht gewinnorientiert.

Die GÖG ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert:

Die GÖG ist eine wissenschaftliche Einrichtung und arbeitet im Auftrag des Bundes, der Bundesgesundheitskommission (BGK) und der Bundes-Zielsteuerungskommission. In ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie weisungsfrei.

Tochtergesellschaften

Zur Abwicklung von Projekten anderer Auftraggeber, etwa der Bundesländer, der Sozialversicherungsträger und des Dachverbands, sowie anderer nationaler und internationaler Gesundheitsinstitutionen und -unternehmen betreibt die GÖG zwei Tochtergesellschaften (GÖ Forschungs- und Planungs GmbH für Non-Profit-Unternehmen und GÖ Beratungs GmbH).

Die GÖG führt verschiedene Register, daruner auch das Gesundheitsberuferegister.

Gesundheits­berufe­register

Seit 1. Juli 2018 gibt es eine Registrierungspflicht für Angehörige wichtiger Gesundheitsberufe (Angehörige der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe sowie der gehobenen medizinisch-technischen Dienste).
Auf der Website https://gbr.goeg.at/ finden Sie alle wichtigen Informationen, Formulare, Links, Videos und Ausfüllhilfen für die Registrierung bei der Gesundheit Österreich.

Für alle Bürgerinnen und Bürger wichtig ist das Öffentliche Gesundheitsportal:

Das Gesundheitsportal bietet Bürgerinnen und Bürgern unabhängige, gesicherte und serviceorientierte Informationen zu den Themen „gesund bleiben“ und „gesund werden“. Das Gesundheitsportal ist ein wesentlicher Beitrag, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu stärken (Gesundheitsziel 3) und hilft dabei, den (richtigen) Weg durch das Gesundheitssystem zu finden.

Das Gesundheitsportal wird im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz geführt. Die Redaktion befindet sich in der GÖG/BIQG, der technische Betrieb wird vom Bundesrechenzentrum durchgeführt.

Das Angebot des Gesundheitsportals umfasst

  • Informationen über Gesundheitsförderung, Prävention, Krankheiten, Diagnose- und Behandlungsmethoden, Arzneimittel, Medizinprodukte sowie Laborwerte
  • Informationen über Gesundheitsangebote
  • Zugang zu ELGA
  • Suchfunktionen und interaktive Tools (z. B.: Gesundheitsquiz)
  • monatlicher Newsletter und Fokusnewsletter
  • Informationen über Strukturen des Gesundheitswesens
  • und vieles mehr …

Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs

Die GÖG führt derzeit gerade auch eine sehr spannende öffentliche Konsultation durch:

Zur Sicherstellung einer zukunftsfähigen, qualitätsvollen Versorgung ist es erforderlich, berufsrechtliche Grundlagen der Gesundheitsberufe regelmäßig an neue Erfordernisse anzupassen. Im Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) werden daher im Jahr 2022 die Arbeiten an der Adaptierung und Modernisierung der gesetzlichen Grundlagen für die sieben Berufsgruppen der gehobenen medizinisch-technischen Dienste (Biomedizinische Analytik, Diätologie, Ergotherapie, Logopädie, Orthoptik, Physiotherapie, Radiologietechnologie) fortgeführt.

Die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) wurde im Jahr 2021 vom BMSGPK beauftragt, bei der Modernisierung der MTD-Berufsbilder mitzuwirken. In einem ersten Schritt erfolgte eine Systematisierung der Vorarbeiten des BMSGPK mit fachlicher Unterstützung der MTD-Berufsverbände.

Im Jahr 2022 soll – aufbauend auf den Vorarbeiten – ein strukturierter Prozess mit Stakeholderinnen und Stakeholdern sowie Systempartnerinnen und Systempartnern durchgeführt werden. Im Vorfeld dazu organisiert die GÖG nun im Auftrag des BMSGPK eine öffentliche Konsultation, die wesentliche Anpassungserfordernisse der berufsspezifischen Grundlagen der MTD aufzeigen soll.

Wir kontaktieren Sie, damit Sie ggf. prioritäre Anliegen, die Sie hinsichtlich eines Modernisierungsbedarfs der berufsspezifischen Grundlagen der MTD haben, einbringen können.

In der Befragung werden folgende Kernbereiche für die sieben Berufsgruppen der gehobenen medizinisch-technischen Dienste thematisiert:

  1. Kompetenzen, Verantwortlichkeit und Tätigkeitsbereiche 
  2. Ausbildung, Spezialisierung (derzeit „Sonderausbildung“)
  3. Interprofessionelle Zusammenarbeit 
  4. Forschung und Entwicklung
  5. Wissenschaft
  6. Qualitätssicherung und -kontrolle

Im Rahmen der öffentlichen Konsultation besteht nun bis 31.12.2021 die Möglichkeit, Ihre Anliegen in Bezug auf die o.g. Schwerpunktthemen über ein Online-Umfragetool einzubringen. Dafür ersuchen wir Sie, folgenden Link zu verwenden: https://www.goeg.at/Oeffentliche_Konsultation_MTD

Die Rückmeldungen werden im Anschluss systematisiert und fließen in den weiteren Arbeitsprozess zur Adaptierung und Modernisierung der gesetzlichen Grundlagen der MTD ein.

Falls Sie Schwierigkeiten beim Benützen oder Befüllen des Online-Fragebogens haben, wenden Sie sich bitte an office-gb@goeg.at (Ansprechperson: Marie Luise Schmidt).

Fragen und Diskussionsbeiträge zu diesem Beitrag oder auch zu spannenden Fernlehrgängen und Online-Studienangeboten mit Gesundheitsthemen bitte an martin.stieger@viennastudies.com

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz, ist dort auch Rektor, arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ)

Berufsrecht für gesundheitsbezogene (gewerbliche) Berufe:

Österreich: wie üben die vormaligen Heilbademeister ihren Massageberuf heute aus?

Eine ehemalige Kursteilnehmerin fragt mich heute:

„Es hat sich bei mir eine Dame beworben, die die Ausbildung Heilmassage ALT hat und da frage ich, ob die Kollegin im Angestelltenverhältnis auch Heilmassagen durchführen darf?“

Antwort:

Heilbademeister und Heilmasseure alt sind zur Ausübung des Berufes als „Medizinischer Masseur“/ „Medizinische Masseurin“ berechtigt.
Im Bundesgesetz über die Berufe und die Ausbildungen zum medizinischen Masseur und zum Heilmasseur (Medizinischer Masseur- und Heilmasseurgesetz – MMHmG) StF: BGBl. I Nr. 169/2002 wird diese unselbständige Berufsausübung geregelt:

Berufsausübung als medizinischer Masseur

§ 14.

Eine Berufsausübung als medizinischer Masseur darf im Rahmen eines Dienstverhältnisses zu

1.einem Rechtsträger einer Krankenanstalt oder Kuranstalt oder
2.einem Rechtsträger einer sonstigen unter ärztlicher Leitung oder Aufsicht stehenden Einrichtung, die der Vorbeugung, Feststellung oder Heilung von Krankheiten oder der Betreuung pflegebedürftiger Menschen dienen, oder
3.einem freiberuflich tätigen Arzt, einer Gruppenpraxis, einer Primärversorgungseinheit oder
4.einem freiberuflich tätigen diplomierten Physiotherapeuten
erfolgen.

Die weiteren Regelungen des MMHmG, die die Heilbademeister und Heilmasseure alt betreffen:

Heilbademeister und Heilmasseure

§ 80.

(1) Personen, die zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieses Bundesgesetzes eine Berufsberechtigung als „Heilbademeister und Heilmasseur“ gemäß dem MTF-SHD-G, BGBl. Nr. 102/1961, besitzen, sind zur Ausübung des Berufs des medizinischen Masseurs und zur Führung der Berufsbezeichnung „Medizinischer Masseur“/“Medizinische Masseurin“ berechtigt.

(2) Personen, die zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieses Bundesgesetzes eine Berufsberechtigung als „Heilbademeister und Heilmasseur“ gemäß dem MTF-SHD-G besitzen, sind zur Ausübung der Spezialqualifikation der Hydro- und Balneotherapie und zur Führung der Zusatzbezeichnung „medizinischer Bademeister“/“medizinische Bademeisterin“ in Klammer berechtigt.

Heilbademeister – gewerblicher Masseur:
Die Zeugnisse über die erfolgreiche Ausbildung zum Heilbademeister und Heilmasseur reichen nicht aus, um das reglementierte Gewerbe der Massage (gem. § 94 Z 48 GewO 1994) anmelden zu können. Es bedarf auch hier – wie beim medizinischen Masseur – der erfolgreich abgelegten Befähigungsprüfung.

Das heißt, Sie können die Dame mit der Ausbildung zur Heilmassage alt anstellen und kann die Dame dann im Rahmen Ihrer bestehenden Gewerbeberechtigung (gewerbliche) Massagen durchführen.
Allerdings keine Heilmassagen!
Heilmassagen dürfen selbständig nur Heilmasseure durchführen.
Heilmasseure dürfen dabei auch keine med. Masseure anstellen.
Also die kurze Zusammenfassung der längeren Antwort:
Sie können die Dame gerne anstellen um gewerbliche Massagen durchzuführen, Heilmassagen dürfen Sie im Rahmen der gewerblichen Massagen unter keinen Umständen anbieten und durchführen, auch mit angestellten med. Masseuren nicht.

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Baden-Württemberg: 2G-Regel an Hochschulen ab 29. November 2021

 © picture alliance/dpa/EUROPA PRESS | Isabel Infantes

Die neue Corona-Verordnung Studienbetrieb soll dabei helfen, Präsenzlehre an Hochschulen aufrecht zu erhalten. Ab sofort gelten eine erweiterte Maskenpflicht, 2G als Regel in der Alarmstufe II und eine Ausweitung der Kontrollen.

Angesichts der extrem angespannten Pandemielage und stark steigenden Infektionswerten in vielen Kreisen mussten auch die Corona-Vorgaben für den Studienbetrieb in Baden-Württemberg ergänzt werden. „Wir tun alles dafür, um den gerade erst zurückgewonnenen Präsenzstudienbetrieb für die Studierenden aufrecht zu erhalten“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer

Erweiterte Maskenpflicht und 2G als Regel in der Alarmstufe II

Von Donnerstag, 25. November 2021, an gilt in Innenräumen der Hochschulen eine generelle Pflicht zum Tagen medizinischer Masken. Von Montag, 29. November 2021, an werden im Falle der neu eingefügten Corona-Alarmstufe II die Studierenden bei Lehrveranstaltungen einen Geimpften- oder Genesenen-Nachweis (2G) vorlegen müssen. Ausnahmen gelten für Veranstaltungen, die zwingend in Präsenz durchzuführen sind: Für Laborpraktika, Prüfungen oder auch für die Nutzung von Bibliotheken werden weiterhin auch Getestete Zugang haben (3G). Die Hochschulen sind aufgefordert, für nichtimmunisierte Studierende, die nicht an den Präsenzveranstaltungen teilnehmen können, durch geeignete Maßnahmen die Studierfähigkeit des Studiums sicherzustellen, etwa durch schriftliche Lehrmaterialien.

Ausweitung der Kontrollen

Zudem wurden die Hochschulen angewiesen, die Kontrollen zur Einhaltung der jeweils geltenden Regeln auszuweiten und zu sanktionieren. Die Möglichkeit von Stichprobenkontrollen musste für die Alarmstufe I eingeschränkt und für die Alarmstufe II ausgesetzt werden.

Angesichts der dramatisch steigenden Inzidenzwerte wurde auch für die Nutzung der Mensen und Cafeterien nunmehr 3G angeordnet.

Großes Lob für hohe Impfbereitschaft

Theresia Bauer lobte ausdrücklich die teils sehr hohe Impfquote sowohl unter den Studierenden wie auch unter Lehrenden und Mitarbeitern der Hochschulen von mancherorts mehr als 90 Prozent Immunisierten: „Das ist ein Signal der Studierenden, denen das gemeinsame Lernen, der gemeinsame Diskurs und ein Stück weit Normalität auf dem Campus ganz offensichtlich sehr wertvoll ist. Wir wollen sie nicht zurück in die Einsamkeit vor den Bildschirmen schicken müssen.“ Die Ministerin rief zudem dazu auf, sich an die verschärften Regeln zu halten: „Ich sage in aller Deutlichkeit: Verstöße gegen die Regelungen sind keine Kavaliersdelikte. Sie gefährden die von allen gewünschte Aufrechterhaltung der Präsenz. Halten Sie sich an die Regeln. Und lassen Sie sich, wenn noch nicht geschehen, impfen.“

Neue Regeln in Alarmstufe I und II

An den Hochschulen gelten somit folgende neue Regeln:  

Alarmstufe I (landesweite Intensivbetten Auslastung von mehr als 390 Corona-Patienten oder 7-Tages-Hospitalisierungsrate ab 3):

Maskenpflicht in Innenräumen, auch bei Abstand von 1,5 Metern

Tagesaktuelle Testnachweise nicht immunisierter Studierender (3G)

Bei Lehrveranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmenden müssen die Test-, Genesenen- und Impfnachweise aller Anwesenden kontrolliert werden. Sofern im Übrigen anhand von Stichproben kontrolliert wird, müssen diese mindestens einen Umfang von zehn Prozent Anwesenden bei der Veranstaltungen betragen.

3G-Regel in Mensen und Cafeterien

Alarmstufe II (landesweite Intensivbetten-Auslastung von mehr als 450 Corona-Patienten oder 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz ab 6):

Maskenpflicht in Innenräumen, auch bei Abstand von 1,5 Metern

2G-Regel für Studierende (geimpft, genesen)

3G-Regel bei Praxisveranstaltungen, insbesondere Laborveranstaltungen, und Prüfungen sowie in Bibliotheken

Bei Lehrveranstaltungen müssen die Test-, Genesenen- und Impfnachweise aller Anwesenden kontrolliert werden.

3G-Regeln in Mensen und Cafeterien

In einem Schreiben an die Hochschulen hatte Theresia Bauer kürzlich erneut auf ihre Beweggründe hingewiesen, nicht wieder auf einen weitgehenden Onlinebetrieb umzustellen: „Es geht um die Zukunft vieler junger Menschen“, so die Ministerin. „Sie können nicht ein ganzes Studium durchlaufen, ohne die Hochschule auch in nennenswertem Umfang in Präsenz erlebt zu haben.“

Corona-Verordnung Studienbetrieb

Fragen und Antworten zur Corona-Verordnung

Fragen und Antworten zur Corona-Impfung in Baden-Württemberg

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Ihr Fern-Studium an der Allensbach Hochschule Konstanz ist natürlich weiterhin von der Covid-Situation völlig unabhängig absolvierbar.

Rückfragen zum Studienangebot der Allensbach Hochschule bitte an: martin.stieger@allensbach-hochschule.de 

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz, ist dort auch Rektor, arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ)

Hier können Sie der Allensbach Hochschule auf Youtube folgen:

https://www.youtube.com/channel/UCVJ44fvUHptOiQojvXTPNCw