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Deutschsprachiges Promotionsstudium der UNIBIT in Österreich

Die staatliche Universität UNIBIT Universität für Bibliothekswissenschaft und Informationstechnologien, Sofia, ermöglicht ein in Österreich AQ-registriertes Promotionsstudium (auf der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation) in deutscher Sprache.

  1. Promotionsstudium in Österreich

Ausländische Hochschulen dürfen in Österreich auf der Grundlage des Hochschul-Qualitätssicherungsgesetzes (HS-QSG) Studiengänge durchführen, soweit diese in ihrem Herkunfts- bzw. Sitzstaat anerkannte Ausbildungen im Sinne des § 51 Abs 2 Z 1 UG darstellen.

Voraussetzung für die Durchführung ist die Meldung der Studien und deren Aufnahme in ein Verzeichnis der AQ Austria[1].

Die UNIBIT hat der AQ Austria vier Promotionsstudien gemeldet und wurden diese in das Verzeichnis aufgenommen:

Universität für Bibliothekswissenschaften und Informationstechnologien (University of Library Studies and Information Technologies)

In Österreich durchgeführte Doktoratsstudiengänge:

  1. Automated Information Processing and Management Systems (PhD oder Dr)
  2. Organisation and Management of Information Processes (PhD oder Dr)
  3. Cultural and Historical Heritage in Modern Information Environment (PhD oder Dr)
  4. Book Studies, Library Studies and Bibliography (PhD oder Dr)

(Beschluss des Board vom 10.12.2015)

Die Studiendauer beträgt regulär 3 Jahre. Wenn die Dissertation fertiggestellt ist und sowohl quantitativ als auch qualitativ den Anforderungen entspricht, kann auch früher promoviert werden – jedoch beträgt die Studiendauer mindestens zwei Jahre.

Studiengebühren und Kosten für das Verfahren:

Studiengebühr auf Anfrage!

Die wissenschaftliche Arbeit kann in deutscher Sprache verfasst, muss aber in Bulgarisch oder in Englisch eingereicht werden, so dass ggfs. noch Übersetzungskosten hinzukommen. Diese sind in Bulgarien jedoch recht günstig.

Reisekosten nach Bulgarien fallen für die Verteidigung an, welche in Präsenz in Sofia stattfindet.

Alle anderen Termine können online absolviert werden. Falls für die Verteidigung ein Dolmetscher benötigt wird (weil z.B. in deutscher Sprache präsentiert wird), würden hierfür noch entsprechende Kosten anfallen.

Die Verteidigung kann ohne Dolmetscher in englischer oder bulgarischer Sprache erfolgen.

Die Promotionsurkunde wird in englischer und bulgarischer Sprache ausgestellt.

  1. Prüfungsleistungen:

Die Promotionsleistung besteht aus einer Dissertation und der (2maligen) Verteidigung dieser vor einer Prüfungskommission vor Ort.

Im Laufe des Studiums werden folgende Prüfungsleistungen erbracht:

  1. 5 Einsendeaufgaben in englischer Sprache
  2. 3 Publikationen in Fachzeitschriften oder bei Konferenzen
  3. eine Vorverteidigung
  4. eine Endverteidigung in Sofia (die einzige Präsenzverpflichtung)
  5. bei der Endverteidigung ist ein Auto-Referat – eine Zusammenfassung der Dissertation – aufzulegen.

Bei Publikationen kann die Allensbach Hochschule oder die VIS Management GmbH, Wien, mit eigenen Publikationsorganen unterstützen.

Die Doktorarbeit wird publiziert und in einer eigenen Forschungsreihe der Uni aufgelegt. Damit soll auch die Qualität der Arbeiten nachgewiesen werden.

3.  Zulassungsvoraussetzungen:

  • Bachelor- und Masterabschluss einer anerkannten Hochschule oder Universität, der Masterabschluss muss zur Promotion berechtigen
  • Oder: Diplomabschluss / Magisterabschluss (Universität), mit mindestens acht Semestern Studium
  • Oder: Diplomabschluss (FH) mit Nachweis, dass es sich um ein 8-semestriges Studium gehandelt hat oder 240 ECTS erreicht wurden
  • Englischkenntnisse, idealerweise mit Nachweis (z.B. TOEFL, Cambridge Certificate, IELTS, sonstige Studiennachweise (z.B. englischsprachige Kurse im Studium)

4.   Anmeldeunterlagen:

Es werden die folgenden Anmeldeunterlagen benötigt:

  • Kopie des Reisepasses
  • 1 Passfoto (Bitte auf der Rückseite mit Namen versehen.)
  • Europass-Lebenslauf: europass.at (bitte in Englisch ausfüllen, mit Farbfoto und Unterschrift des Kandidaten/der Kandidatin.)
  • ein kurzes Motivationsschreiben (in englischer Sprache), 1/2 A-4-Seite, warum man die Promotion anstrebt, mit Thema und Forschungsfrage sowie – methode
  • der Themenvorschlag für die Dissertation – dieser wird mit den Betreuern der Universität noch abgestimmt, jedoch muss die Universität auf Grund der gewünschten Themenbereiche die geeigneten Betreuer aussuchen.
  • alle Studiennachweise, Diplomurkunden, Diplomzeugnisse usw. (soweit möglich in englischer Sprache, deutschsprachige Urkunden müssen übersetzt werden) als beglaubigte Kopie

Die geforderte Übersetzung der Unterlagen durch eine(n) gerichtlich beeidete(n) Dolmetscher(in) und in Folge durch die bulgarische Botschaft können wir gerne koordinieren.

Zusätzlich sind die folgenden Anmeldeunterlagen der Universität auszufüllen:

  • Application to the Rector
  • Concept of the dissertation
  • Aktuelles ärztliches Attest, das die Studierfähigkeit bescheinigt, im Original oder beglaubigte Kopie
  • Publikationsliste, sofern vorhanden.

5.   Informationen zum Ablauf des Studiums:

  1. Einreichung der Anmeldeunterlagen gemäß Punkt 4a) mit Themenvorschlag
  2. Prüfung der Zulassungsmöglichkeiten und des Themenvorschlags (inhaltliche Übereinstimmung mit den Forschungsgebieten der Universität)
  3. Falls der Kandidat oder die Kandidat die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt und das Thema inhaltlich passend ist, kann im nächsten Schritt ein Vertrag mit der VIS Management GmbH, Wien (Kontakt: Prof. Dr. Dr. Martin Stieger, email: stieger@liwest.at) unterzeichnet werden.
  4. Nach Unterzeichnung des Vertrags werden alle Anmeldeunterlagen der Universität (Punkt 4b) ausgefüllt und geprüft. Die Unterlagen werden anschließend zum Nostrifikationsverfahren eingereicht und die Anmeldung an der Universität wird vorgenommen.
  5. Der Kandidat oder die Kandidatin hat grundsätzlich einen eigenen Themenvorschlag zu erstellen. Dieser ist auf dem Formular der Universität „Concept of the dissertation“ einzureichen.
  6. Nach der Anmeldung und Immatrikulation erstellt der Kandidat oder die Kandidatin die Dissertation und erbringt die unter Punkt 2 genannten Prüfungsleistungen. Falls eine Einschreibung in ein Promotionsstudium an einer anderen Universität nachgewiesen werden kann, kann diese Zeit auf das Verfahren angerechnet werden.
  7. Ein Beginn ist jederzeit möglich, es gibt keine festen Einschreibetermine.

 

Rückfragen und Betreuung:

VIS Management GmbH 

Geschäftsführender Gesellschafter Prof. Dr. Dr. Martin Stieger: martin.stieger@liwest.at

 

 

 

[1] Die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) wurde 2012 auf der Basis des Hochschul-Qualitätssicherungsgesetzes (HS-QSG) als Qualitätssicherungsagentur für die österreichischen Hochschulen gegründet.

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Fünf Europass-Dokumente machen Kompetenzen und Qualifikationen europaweit transparent

Der Europass[1], ein in 27 Sprachen vorliegendes Portfolio von Dokumenten in einem europäischen Standardformat zur Darstellung persönlicher Kompetenzen, wird von immer mehr Menschen genutzt.

Die fünf Europass-Dokumente machen Ihre Kompetenzen und Qualifikationen europaweit transparent und verständlich:

Zwei Europass-Dokumente können Sie selbst ausfüllen:

  • mit dem Europass-Lebenslauf können Sie Ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen wirksam und klar darstellen. Sie können Ihren Lebenslauf online erstellen oder das Formular, Beispiele und den Leitfaden herunterladen.
  • der Europass-Sprachenpass ist ein Werkzeug zur Selbsteinschätzung Ihrer Sprachkenntnisse und -qualifikationen; Sie können Ihren Sprachenpass online erstellen oder das Formular, Beispiele und den Leitfaden herunterladen.

Drei der Europass-Dokumente werden von Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung ausgestellt:

  • der Europass-Mobilitätsnachweis erfasst Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die während eines Lernaufenthaltes im europäischen Ausland erworben wurden.
  • die Europass-Zeugniserläuterungen beschreiben Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die Inhaberinnen und Inhaber beruflicher Abschlusszeugnisse erworben haben. Sie ergänzen die im Originalzeugnis enthaltenen Angaben und helfen, diese besser nachzuvollziehen, insbesondere im Ausland.
  • Das Europass-Diplomasupplement (der Diplomzusatz) beschreibt die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die Inhaberinnen und Inhaber von Hochschulabschlüssen erworben haben. Das Dokument ergänzt die im offiziellen Zeugnis bzw. Abschluss enthaltenen Angaben und hilft, diese besser nachzuvollziehen, insbesondere im Ausland.

Ein Netzwerk der Nationalen Europass Centren, die erste Anlaufstelle, wenn Sie mehr über den Europass erfahren möchten.

 

Ziele des Europass

  • Der Europass unterstützt Bürgerinnen und Bürgern dabei, ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen wirksam darzustellen, um einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.
  • Der Europass hilft Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen von Arbeitskräften besser nachzuvollziehen.
  • Der Europass soll Einrichtungen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung unterstützen und den Inhalt von Lehrplänen vermitteln.

 

Die Europass-Website wird vom Cedefop[2] verwaltet und verzeichnete seit ihrer Einrichtung im Jahr 2005 über 153 Millionen Besucher; allein 2016 mehr als  27 Millionen Zugriffe.

Seit 2005 wurden 85 Millionen Lebensläufe online erstellt; 2016 waren es 19 Millionen.

Im Rahmen der Neuen europäischen Agenda für Kompetenzen hat die Europäische Kommission nun eine Überarbeitung des Europass vorgeschlagen.

 

[1] http://europass.cedefop.europa.eu/ in deutsch https://europass.cedefop.europa.eu/de

[2] http://www.cedefop.europa.eu/de

Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung CEDEFOP ist trotz Europass und EQR leider noch zu wenig bekannt:

Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung CEDEFOP[1] ist die älteste Agentur der Europäischen Union.

Das CEDEFOP fördert die europäische Zusammenarbeit in der Berufsbildung, indem es die Europäische Kommission, die EU-Mitgliedstaaten und die Sozialpartner bei der Entwicklung und Umsetzung berufsbildungspolitischer Maßnahmen unterstützt, die die Steigerung der Wirtschaftsleistung und die soziale Eingliederung fördern.

Im Zeitraum 2017 bis 2020 wird das CEDEFOP die Berufsbildung in Europa weiterhin:

  • mitgestalten, indem es die Modernisierung der Berufsbildungssysteme unterstützt;
  • nutzbar machen, mit dem Ziel, dass Menschen befähigt werden, durch berufliche Bildung Berufs- und Lebenskompetenzen zu erwerben;
  • erklären, d.h. Arbeitsmarktinformationen bereitstellen, die die Berufsbildungspolitik untermauern.

Das CEDEFOP

  • beobachtet die Entwicklung der europäischen Berufsbildungspolitik,
  • liefert neue Erkenntnisse zur Absicherung der politischen Entscheidungsfindung und
  • agiert als Wissensvermittler,

indem es den Gedankenaustausch zur Gestaltung der Berufsbildungspolitik fördert.

Alle Tätigkeiten des CEDEFOP unterstützen die berufsbildungspolitische Agenda der EU und beinhalten spezielle Aufgaben, mit deren Wahrnehmung das Zentrum vom Ministerrat, der Europäischen Kommission, den Mitgliedstaaten und den Sozialpartnern betraut wurde.

Zu diesen Aufgaben zählen

  • die Berichterstattung über berufsbildungspolitische Entwicklungen in den Mitgliedstaaten sowie
  • die Mitgestaltung und Umsetzung europäischer Instrumente zur Förderung der Mobilität:
    • der Europass[2] und
    • der Europäische Qualifikationsrahmen[3] EQR,
    • die Validierung nicht formalen und informellen Lernens; ferner
    • die europaweiten Prognosen zu Qualifikationsangebot und -nachfrage und
    • das Kompetenzpanorama.

Die Informationen, die das CEDEFOP durch

  • Forschungsarbeiten,
  • Politikanalysen und
  • Vernetzung gewinnt,

werden über

  • seine Internetseite,
  • diverse Veröffentlichungen,
  • soziale Netzwerke und
  • Veranstaltungen

verbreitet.

Das CEDEFOP wurde am 10. Februar 1975 gegründet und hatte seinen Sitz ursprünglich in Westberlin.

1995 zog es nach Thessaloniki in Griechenland um.

Seine Analysen der Berufsbildungssysteme und -politiken genießen hohes Ansehen.

Das Zentrum ist als führendes Kompetenzzentrum für Qualifikationsrahmen und für Prognosen und Analysen von Qualifikationserfordernissen anerkannt.

Um seine Tätigkeiten mit der Arbeit anderer europäischer, nationaler und internationaler Organisationen abzustimmen, arbeitet das CEDEFOP eng mit diesen zusammen.

Die Gründungsverordnung des Cedefop von 1975 wird derzeit überarbeitet.

 

[1] http://www.cedefop.europa.eu/de

[2] https://europass.cedefop.europa.eu/de

[3] https://www.bmb.gv.at/schulen/euint/eubildung_nqr/index.html