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Bildung in und für Wels

In Wels wurde der erste Jahrgang der FH Oberösterreich gestartet. Ein Jahr später folgten dann auch die anderen Standorte und nun konnte die FH Oberösterreich ihr 25-jähriges Bestehen feiern.

Gestartet hatten im Studienjahr 1994/95 gerade 166 Studierende. Heute zählt die FH OÖ rund 6.000 Studierende, über 19.000 Absolvent/innen und rund und 700 Mitarbeiter/innen in der Lehre, der Angewandten Forschung & Entwicklung sowie der Verwaltung.

Jüngst hat die Polizeischule in Wels – korrekt heißt sie Bildungszentrum Sicherheitsakademie – ihren Betrieb aufgenommen.

Bildung hat für die Stadt Wels große Bedeutung und ist in allen Parteien das Thema Bildung unbestritten eines der wichtigsten – und das völlig zu Recht.

Bildung ist  unser wichtigster Rohstoff und verantwortlich für unsere lebenswerte Zukunft und den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft.

Bildung muss für die Politik Priorität haben, sie muss gefördert und stetig ausgeweitet werden, auf allen Ebenen, vom Kindergarten über die Volksschule bis zur hochschulischen Bildung und natürlich auch der Erwachsenenbildung.

Unsere Gesellschaft wird immer älter, vielfältiger und bunter, die Herausforderungen (Digitalisierung, technischen Fortschritt, Globalisierung, Klimafragen …. um nur einige Schlagwörter zu nennen) immer mehr und so können wir es uns einfach nicht leisten, auf lebenslanges Lernen (LLL) zu verzichten.

Wir alle werden nicht nur länger arbeiten müssen um unseren Lebensstandard und unser Sozialversicherungssystem aufrecht halten zu können, wir müssen auch die Bildung und die Bildungspolitik diesem technischen und sozialen Wandel anpassen und damit Aus-, Fort- und Weiterbildung allen Alters- und Bevölkerungsgruppen angedeihen lassen.

Das verlangt ein neues Denken und vor allem ein neues Bewusstsein, nicht nur auf gesamtstaatlicher Ebene, nein, auf allen Ebenen unserer Gesellschaft, auch auf der kommunalen.

Ich sehe Wels hier schon auf einem guten Weg.

auch als Kommentar „Bildung schafft Sicherheit“ in „Die Monatliche“ Ausgabe 53, S 9, erschienen

In Wels ist Nichts los?

Wir alle kennen das Lamento „in Wels ist nicht viel los“?

Doch die Stadt Wels verdient sich diesen Trauergesang wirklich nicht.

Wels ist nicht tot – besuchen Sie einfach mal den Veranstaltungskalender der Stadt im Netz oder eine der Galerien (ohne jede Wertung oder Reihung):

besuchen Sie eines der Konzerte

gehen Sie ins

in das Theater, in eines der Museen

lassen Sie sich von den Wochen- und Bauernmärkten, dem Flohmarkt (Kaiser-Josef-Platz, Zentralmarktgelände) und den Hobbymärkten verzaubern, steigern Sie Ihre Fitness in Welser Sporthallen und Sportstätten, dem Frei- und dem Hallenbad – Sie glauben gar nicht, wie viele und sehr unterhaltsame Veranstaltungen Sie hier erleben dürfen.

Nutzen Sie das Angebot der Welser Banken und Versicherungen an Vorträgen und Ausstellungen, auch das der Fachhochschule Wels, folgen Sie den Nachtwächtern auf hoch interessanten Rundgängen, begeistern Sie sich für das vielfältige Angebot der Pfarren und hunderter Welser Vereine … bis hin zu den Weiterbildungskursen und Lehrgängen von WIFI, BFI, Schloss Puchberg, der VHS und den privaten außeruniversitären Bildungseinrichtungen wie z.B. der ASAS Aus- und Weiterbildung GmbH ….

Versuchen Sie bei schönem Wetter auf den Spiel- und Freizeitplätzen in der Stadt oder an der Traun einen Sitzplatz zu ergattern und denken Sie in einem der traumhaften Gastgärten darüber nach, ob sich in Wels nicht doch viel mehr ereignet als man so auf den ersten Blick hin annimmt.

 

Martin Stieger ist als Hochschullehrer (Hochschule Allensbach – Allensbach University, Konstanz) – vor allem in Fernlehre von Wels aus tätig und Obmann des Vereins Lebensraum Wels