Archiv des Autors: martingstieger

Über martingstieger

doppelt promovierter Sozialwissenschafter; verheiratet, drei Kinder; in München geboren (1960); ich lebe und arbeite als Unternehmensberater in Wels (Oberösterreich), als Hochschullehrer in Konstanz (Baden-Württemberg) und Wien (Vienna) International Studies)

Baden-Württemberg: Innovationscampus Nachhaltigkeit gestartet

 © picture alliance / dpa | Patrick Seeger

Der Innovationscampus Nachhaltigkeit ist der fünfte Innovationscampus im Land. Beim Startschuss in Freiburg wurden die drei ersten Projekte vorgestellt. Initialpartner sind die Universität Freiburg und das Karlsruher Institut für Technologie.

Wie lassen sich die Folgen des Klimawandels in Städten bewältigen? Wie kommen wir zu einem gesundheitsfördernden und ressourcenschonenden Angebot in Mensen und Betriebskantinen? Und was motiviert Bürgerinnen und Bürger zu einem nachhaltigeren Lebensstil? Aufgabe des neuen, insgesamt fünften Innovationscampus in Baden-Württemberg ist es, wirkungsvolle und direkt umsetzbare Antworten auf solche Fragen zu finden – gemeinsam mit Partnern aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Für den Aufbau des im Koalitionsvertrag verankerten Innovationscampus Nachhaltigkeit (ICN) und die ersten drei Projekte stellt das Land zunächst eine Million Euro zur Verfügung. Der Startschuss erfolgt am 24. Januar 2024 an der Universität Freiburg. Zweiter Initialpartner ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Konzepte sollen auf andere Regionen übertragbar sein

Unser neuer Innovationscampus soll die Oberrheinregion zu einem international sichtbaren Leuchtturm in der Nachhaltigkeitsforschung machen. Dafür bündeln die Universität Freiburg und das KIT ihre Kompetenzen und Infrastruktur. Ein Netzwerk aus Praxispartnern begleitet Forschung und Transfer – so kommen die Erkenntnisse schnell in die Umsetzung. Im Innovationscampus Nachhaltigkeit entwickelte und erprobte Konzepte sollen später auch auf andere Stadt-Regionen übertragbar sein“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski in Freiburg.

Die vier bestehenden Innovationscampus-Modelle zu den Zukunftsthemen Künstliche IntelligenzQuantentechnologieMobilität und Lebenswissenschaften bringen Forschung und Wissenstransfer im Land bereits voran. „Der neue Innovationscampus Nachhaltigkeit wird diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben und Erkenntnisse aus diesem hochrelevanten Forschungsbereich in die Gesellschaft tragen – für eine lebenswerte Zukunft in Baden-Württemberg und darüber hinaus“, so Olschowski. Ziele des ICN sind Innovationssprünge, die zu Veränderungen in der Stadtplanung, im Ernährungssystem oder zur Ressourcenwende – hin zu erneuerbarer Energie – führen. Dabei greifen die Bereiche Klimaschutz, Ressourcenschonung und Well-being (Wohlergehen) ineinander.

Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung der Gesellschaft

Die transdisziplinären Forschungsaktivitäten des neuen Innovationscampus sollen insgesamt zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen – unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte, des Gemeinwohls und der sozialen Gerechtigkeit. Seit 2023 entwickeln die Initialpartner Universität Freiburg und KIT ein Konzept für den neuen Innovationscampus unter dem Motto „Transformationen für Stadt-Regionen der Zukunft – Klimaschutz, Ressourcenschonung und Well-being“.

Die Universität Freiburg blickt mit großer Freude darauf, dass der Innovationscampus am Oberrhein mit seinem thematischen Fokus auf Nachhaltigkeit und seinem transformativen und transdisziplinären Charakter heute Gestalt annimmt. Die nun anlaufenden und künftigen Projekte haben das Potenzial, die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft mitzugestalten“, sagte die Rektorin der Universität Freiburg, Prof. Dr. Kerstin Krieglstein.

Am KIT tragen nahezu alle wissenschaftlichen Disziplinen zur Nachhaltigkeitsforschung bei – denn nur in ihrem Zusammenspiel können wir Herausforderungen wie Klimakrise, Energie- und Verkehrswende bewältigen. Darüber hinaus fördern wir mit entsprechenden Angeboten auch bei unseren Studierenden Wissen, Bewusstsein und Eigenverantwortung für nachhaltiges Handeln“, sagt Prof. Dr. Oliver Kraft in Vertretung des Präsidenten des KIT. „Im Innovationscampus Nachhaltigkeit bündeln wir unsere Erfahrungen und Kompetenzen mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die uns dabei helfen, unsere natürliche Lebensgrundlage zu sichern.

Netzwerk der Initialpartner

Zum Netzwerk des Innovationscampus Nachhaltigkeit gehören weitere Partner aus der Wissenschaft, wie das Universitätsklinikum Freiburg, das Leistungszentrum Nachhaltigkeit an der Universität Freiburg, die Fraunhofer-Institute an den Standorten Freiburg und Karlsruhe und die Hochschule Karlsruhe (Baden-Württemberg Institut für Nachhaltige Mobilität). Dazu kommen namhafte Unternehmen der Oberrheinregion, Kammern und Verbände wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein, die IHK Karlsruhe, die Handwerkskammer Freiburg und die TechnologieRegion Karlsruhe sowie die Forschungs- und Wirtschaftsförderung und der Bereich Wohnen: Bauverein Breisgau eG. Komplettiert wird das Netzwerk durch die Städte Freiburg und Karlsruhe sowie Akteure der Zivilgesellschaft (einschließlich NGOs wie Ernährungsrat Freiburg & Region e.V.).

Anbahnungsprojekte des Innovationscampus Nachhaltigkeit

Bei der Kick-off-Veranstaltung in Freiburg wurden die drei ersten Projekte des ICN bekannt gegeben und vorgestellt. Forschende und Praxispartner haben diese Vorhaben gemeinsam begutachtet – sie werden nun im Innovationscampus Nachhaltigkeit einem Realitätstest unterzogen.

  • Forschende des Projekts „Renature + Stadtgrün“ wollen herausfinden, wie Grünflächen und Stadtbäume dazu beitragen, urbane Lebensräume entlang des Oberrheingrabens an den Klimawandel anzupassen. Dazu sollen beispielsweise geeignete Baumarten identifiziert und die ökosystemischen Leistungen von Bäumen analysiert werden. Gemeinsam mit Bürgerschaft und Stadtplanung werden Maßnahmen zur Erhaltung von Stadtgrün erarbeitet.
     
  • Ein weiteres Projekt dreht sich um die „Transformation des Ernährungssystems“ in Richtung Nachhaltigkeit. Die Forschenden ergründen, wie Gemeinschaftsverpflegung – zum Beispiel in Mensen und Betriebskantinen – auf eine klima- und ressourcenschonende sowie gesundheitsfördernde Weise gestaltet werden kann.
     
  • Im Projekt „Visionen der Nachhaltigkeit“ wird eine Filmreihe zur Nachhaltigkeit gemeinsam mit dem Kommunalen Kino Freiburg veranstaltet. Die Forschenden und ihre Praxispartner wollen herausfinden, ob und wie solche Filme Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung eines nachhaltigen Lebensstils unterstützen können.

Über diese Vorhaben hinaus werden sogenannte Sondierungsprojekte gefördert.

Die Innovationscampus-Modelle

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert Innovationscampus-Modelle zu strategisch bedeutenden Forschungsschwerpunkten. Die Themenfelder sind im Zuge des Strukturwandels für Baden-Württemberg und seine Wertschöpfung von elementarer Bedeutung und spiegeln die strategischen Schwerpunkte der Landesregierung wider.

Die jetzt fünf Innovationscampus-Modelle bündeln die Kompetenzen von Wissenschaft (Hochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen), Wirtschaft und Gesellschaft. So können neue Potenziale erschlossen und Synergien genutzt werden. Damit schafft die Landesregierung international sichtbare Leuchttürme zu Themen, in denen Baden-Württemberg bereits stark ist.

Aktuell werden folgende Innovationscampus-Modelle gefördert:

Kein anderes deutsches Bundesland bietet eine solche Vielfalt an Hochschulen:

Baden-Württemberg bietet mit seiner differenzierten Hochschullandschaft eine Fülle von Studienmöglichkeiten.

Die Studierenden haben die Wahl zwischen

  • Universitäten,
  • Pädagogischen Hochschulen,
  • Kunst- und Musikhochschulen,
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie der
  • Dualen Hochschule

mit jeweils unterschiedlichen Fächerprofilen und Studienzielen.

Forschung und Lehre an den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) und Pädagogischen Hochschulen haben hohe Qualität und z.T. internationalen Rang.
Allein vier der elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland befinden sich in Baden-Württemberg. Die Kunst- und Musikhochschulen des Landes genießen hohes Ansehen und üben große Anziehungskraft auf Talente aus der ganzen Welt aus. 

Baden-Württemberg beheimatet so viele staatliche Hochschulen wie kein anderes Land in der Bundesrepublik und hat zugleich mit sechs verschiedenen Hochschularten das am stärksten ausdifferenzierte Hochschulsystem, um passgenau den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen zu können:

  • 9 Landesuniversitäten,
  • 21 Hochschulen für angewandte Wissenschaften,
  • die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit 9 Standorten,
  • 6 Pädagogische Hochschulen,
  • 5 Musik- und 3 Kunsthochschulen,
  • 25 staatlich anerkannte private und kirchliche Hochschulen,
  • zwei Hochschulen des Bundes sowie
  • die Akademie für Darstellende Kunst,
  • die Filmakademie und
  • die Popakademie.

Die Allensbach Hochschule:

Die Allensbach Hochschule ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Bundeslandes Baden-Württemberg und bietet verschiedene berufsbegleitende  Bachelor-  und  Masterprogramme im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an.

Die Studiengänge der Allensbach Hochschule sind durch die  Akkreditierungsagentur ZEvA akkreditiert und als Fernstudiengänge konzipiert.

Alle Studiengänge sind zusätzlich von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Die Allensbach Hochschule hat sich voll der Digitalisierung verschrieben und setzt bei ihren Programmen auf vollständig online-basierte Vorlesungen, die in geschützten Räumen stattfinden und aufgezeichnet werden.

Das digitale Lernen wird durch didaktisch hochwertig aufbereitete Studienmaterialien unterstützt, welche die Studierenden in ihrem eigenen Lerntempo bearbeiten können.

Bei Fragen steht jederzeit ein/e Tutor/in oder Dozent/in zur Verfügung.

Neben der Lehre spielt die Forschung an der Allensbach Hochschule eine wichtige Rolle.

So richtet die Hochschule beispielsweise jährlich das Bodensee-Forum zu den Themen Krise, Sanierung und Turnaround aus und gibt die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Zeitschrift für Interdisziplinäre Ökonomische Forschung“ heraus.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Allenfalls auch interessant für Sie:

National Literacies in Education – Historical Reflections on the Nexus of Nations, National Identity, and Education

Dieser Sammelband

  • bietet den ersten theoretischen und empirischen Ansatz sowie einen internationalen Überblick über die Forschung zu Nationalismus in der Bildung
  • stützt sich auf die Arbeit von Daniel Tröhler
  • enthält originelle Fallstudien über Nationalismus im Kontext von Staatsbürgerschaft und Lehrplan.

Angesichts des aufkommenden Neo-Nationalismus und nationaler Antworten auf globale Herausforderungen trägt das Buch zu einer wachsenden und dringend notwendigen Diskussion darüber bei, wie wir die Verwicklung der Bildung in Phänomene von Nationen und Nationalismen in Schule, Lehrplan, Theorie und Forschung verstehen und behandeln können.

In diesem Buch zeigen international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Doktoranden und Postdocs aus Asien, Europa, Amerika und Australien:

Felicitas Acosta, Lukas Boser, Mette Buchardt, Robert Cowen, Stephanie Fox, Nicole Gotling, Michèle Hofmann, Ethan Hutt, Berit Karseth, David F. Labaree, Marva Shalev Marom, Kevser Muratović, William F. Pinar, Hans Schildermans, Sophie Pia Stieger, Johannes Westberg

wie sich die Bildungsgeschichte theoretisch und empirisch mit den Konzepten von Nation und Nationalismus auseinandersetzen kann.

Die Herausgeber:

Stephanie Fox

ist Koordinatorin der Doctoral School in Education an der Universität Wien, Österreich. Ihre Forschungsinteressen im Rahmen ihrer Promotion befassen sich mit der Linguistik auf der Ebene der Erstsprachen sowie auf ideologischer Ebene im Anschluss an den linguistic turn, mit Machtstrukturen und Kämpfen innerhalb und zwischen Institutionen und Nationen, mit dem Reisen von Ideen und, damit verbunden, mit Nationen und Nationalismen.

Lukas Boser

ist Dozent an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz und an der Universität Basel. Seine Forschungsinteressen umfassen die Standardisierung von Maßen und Gewichten und die darin eingebettete Epistemologie sowie die Bildung von Nationalbürgern in Europa während des langen neunzehnten Jahrhunderts.

Inhaltsverzeichnis

Mehr zum Buch hier

Baden-Württemberg: Bedarf an akademischen Fachkräften im Land steigt weiter

Foto: © NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

Eine aktuelle Studie zur Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigt, dass der Bedarf an akademischen Fachkräften in Baden-Württemberg weiter steigt. Zudem unterstreicht sie die Bedeutung der Ausbildungsleistung der Hochschulen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Der Bedarf an akademischen Fachkräften in Baden-Württemberg steigt auf absehbare Zeit weiter an: Ingenieure bleiben stark gefragt und auch im Gesundheitswesen sowie im Bildungsbereich wird die Nachfrage nach Akademikerinnen und Akademikern weiter steigen. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der bundesweiten Studie zu Qualifikations- und Berufsprojektionen, kurz: QuBe-Studie, zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in Baden-Württemberg, die Wissenschaftsministerin Petra Olschowski am Dienstag, 16. Januar 2024, dem Kabinett vorgestellt hat. Im Bildungsbereich wurde das Studienangebot bereits erweitert, der Ausbau für die Gesundheitsfachberufe läuft und in den Ingenieurwissenschaften wird verstärkt um Studieninteressierte geworben.

Unser wichtigster Rohstoff bleiben die Köpfe, die Menschen“, so Ministerpräsident  Winfried Kretschmann: „Wir brauchen gut aus- und weitergebildete Fachkräfte, um den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten und das große Potential auszuschöpfen, das Baden-Württemberg wirtschaftlich, wissenschaftlich und als Ort mit herausragender Lebensqualität zu bieten hat. Eine kraftvolle Antwort darauf sind unsere landesweite  Weiterbildungsoffensive sowie die ressortübergreifenden Aktivitäten der Fachkräftesicherung.

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski sagte: „Für uns kommt es jetzt darauf an, die bestehenden Studienkapazitäten – ganz besonders in den Ingenieurwissenschaften – auszulasten und gleichzeitig Studienplätze etwa im Gesundheitsbereich und der Sozialen Arbeit auszubauen. Zur Zukunftssicherung unserer Wirtschaft ist es wichtig, möglichst viele qualifizierte Studieninteressierte national wie international zu gewinnen und erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Wir unterstützen die Hochschulen dabei intensiv.“

Auslastung steigern, Weiterbildung ausbauen

Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Ausbildungsleistung der Hochschulen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes“, sagte die Wissenschaftsministerin. „Neben dem Erhalt der bisherigen Studienkapazitäten, ihrer besseren Auslastung und der Steigerung des Studienerfolgs wird es erforderlich sein, auch die akademische Weiterbildung weiter auszubauen – und damit die Fähigkeiten und Kenntnisse von akademischen Expertinnen und Experten der veränderten Nachfrage der Unternehmen und Einrichtungen anzupassen.

Gemeinsam mit dem Kultus- und dem Wirtschaftsministerium treibt das Wissenschaftsministerium hier die Weiterbildungsoffensive WEITER.mit.BILDUNG@BW konsequent voran, um Baden-Württemberg zukunftsfest aufzustellen. Dafür nimmt die Landesregierung bis 2025 zusätzlich 40 Millionen Euro in die Hand.

Mehr Studierende für den MINT-Bereich gewinnen

Das Wissenschaftsministerium arbeitet zudem daran, mehr Studierende für den MINT-Bereich – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik – zu gewinnen und so künftige Arbeitskräfte zu qualifizieren. Dabei soll auch die in Baden-Württemberg vergleichsweise hohe Studienerfolgsquote gehalten und weiter gesteigert werden, etwa mit der Unterstützung derjenigen Studierenden, die über einen Abbruch nachdenken. „Gemeinsam mit den Hochschulen werden wir unsere Anstrengungen weiter intensivieren“, sagte Olschowski.

Mit gezielten Anreizen unterstützt das Ministerium die Hochschulen dabei, ihr Studiengangportfolio und die Studienformate anzupassen und attraktiver zu machen. Noch in diesem Jahr wird eine bundesweite Kampagne für ein Studium in den Ingenieurwissenschaften in Baden-Württemberg starten. Über eine Novelle des Landeshochschulgesetzes soll der Studienzugang erleichtert werden. Zudem läuft eine Prüfung zur Abschaffung der Gebühren für internationale Studierende.

Ausbau Studienplätze in der Gesundheitsversorgung

Wie die Studie zeigt, wird der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Gesundheitsbereich weiter zunehmen. Auch das Aufgabenspektrum wird durch die Zunahme chronischer Erkrankungen und Multimorbidität komplexer und anspruchsvoller. „Gute Versorgung braucht hervorragende Qualifizierung von Nachwuchskräften – deshalb bauen wir Studienplätze im Gesundheitswesen aus“, sagte Petra Olschowski.

Zum Jahreswechsel hatte das Kabinett dem Ausbauprogramm Therapiewissenschaften zugestimmt. In diesem Jahr kommen 50 Studienanfängerplätze in der Physiotherapie und 44 in der Ergotherapie hinzu. Bis 2025 sieht das Ausbauprogramm in den Therapiewissenschaften dann insgesamt rund 190 zusätzliche Studienanfängerplätze im Bachelorbereich und einen Masterstudiengang mit 30 Studienanfängerplätzen vor. Die Studienkapazität in den Therapiewissenschaften wird sich dadurch mehr als verdoppeln. Ziel des Landes ist es, die regional breite Gesundheitsversorgung der Menschen in den Berufsfeldern Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie langfristig zu sichern und die Qualität kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Bereits seit 2015 fördert das Land 775 Studienanfängerplätze in den Bereichen Pflege, Interprofessionelle Gesundheitsversorgung und Physiotherapie/Therapiewissenschaften. Die Voll-Akademisierung der Hebammenausbildung ist in Baden-Württemberg frühzeitig erreicht worden. Insgesamt stehen in den Hebammenwissenschaften 260 Studienanfängerplätze zur Verfügung.

Studienplätze Soziale Arbeit

Bereits im Koalitionsvertrag hat sich die Landesregierung zum Bedarf an Studienplätzen im Bereich Soziale Arbeit bekannt. Das Wissenschaftsministerium erarbeitet derzeit ein Programm, mit dem die Schaffung zusätzlicher Studienkapazitäten in der Sozialen Arbeit trotz knapper Ressourcenlage gefördert werden soll. Das Studium Soziale Arbeit befähigt zu verantwortungsvollen Aufgaben im Sozialwesen wie zur Leitung etwa von Einrichtungen für Senioren, Kinder oder Jugendliche. Das Programm soll im ersten Halbjahr 2024 bekannt gegeben werden.

Erwartungen der QuBe-Studie für Baden-Württemberg

  • Anstieg der Arbeitskräfte bis 2030 um 135.000 und bis 2040 um weitere 18.000.
  • Stark wachsende Nachfrage nach akademischen Arbeitskräften in Baden-Württemberg. Insgesamt wird ein Bedarf an zusätzlichen Akademikerinnen und Akademikern von 140.000 Erwerbstätigen prognostiziert, davon 100.000 mit mindestens Master-Abschluss und 40.000 mit Bachelor-Abschluss.
  • Ersatzbedarf von circa 720.000 akademischen Arbeitskräften für aus dem Arbeitsmarkt austretende Beschäftigte.
  • Deutlich erweiterter Bedarf im Gesundheitswesen sowie bei Bildung und Erziehung und in Berufen der Unternehmensführung und -organisation.
  • Weiter sehr hoher Bedarf an ingenieurwissenschaftlich Qualifizierten: So wird die Zahl der Erwerbstätigen in Informatik, Informations- und Kommunikationstechnologieberufen weiter stark steigen. Auch die Relevanz von Berufen in der Bauplanung sowie technische Forschungs-, Entwicklungs-, Konstruktions- und Produktionssteuerungsberufe wird deutlich zunehmen. Auf weiter hohem Niveau werden die Beschäftigtenzahlen im Fahrzeugbau/Maschinenbau gesehen.

Studie „Qualifikations- und Berufsprojektionen“ (QuBe)

Das Wissenschaftsministerium hat eine Sonderauswertung der QuBe-Studie zur Entwicklung des Arbeitsmarkts in Baden-Württemberg beauftragt, um das Studienangebot des baden-württembergischen Hochschulsystems für die nächsten Jahre aussteuern zu können. Das seit 2007 etablierte Projekt „Qualifikations- und Berufsprojektionen“ (QuBe) unter Federführung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie unter Mitwirkung der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) erstellt in einem regelmäßigen zweijährigen Rhythmus langfristige „Qualifikations- und Berufsprojektionen“ auf Bundesebene. Die beauftragte Sonderauswertung bietet einen mittel- und langfristigen Überblick über die voraussichtliche Entwicklung des akademischen Arbeitskräftebedarfs und -angebotes nach Qualifikationen und Berufen bis 2040.

Kein anderes deutsches Bundesland bietet eine solche Vielfalt an Hochschulen:

Baden-Württemberg bietet mit seiner differenzierten Hochschullandschaft eine Fülle von Studienmöglichkeiten.

Die Studierenden haben die Wahl zwischen

  • Universitäten,
  • Pädagogischen Hochschulen,
  • Kunst- und Musikhochschulen,
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie der
  • Dualen Hochschule

mit jeweils unterschiedlichen Fächerprofilen und Studienzielen.

Forschung und Lehre an den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) und Pädagogischen Hochschulen haben hohe Qualität und z.T. internationalen Rang.
Allein vier der elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland befinden sich in Baden-Württemberg. Die Kunst- und Musikhochschulen des Landes genießen hohes Ansehen und üben große Anziehungskraft auf Talente aus der ganzen Welt aus. 

Baden-Württemberg beheimatet so viele staatliche Hochschulen wie kein anderes Land in der Bundesrepublik und hat zugleich mit sechs verschiedenen Hochschularten das am stärksten ausdifferenzierte Hochschulsystem, um passgenau den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen zu können:

  • 9 Landesuniversitäten,
  • 21 Hochschulen für angewandte Wissenschaften,
  • die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit 9 Standorten,
  • 6 Pädagogische Hochschulen,
  • 5 Musik- und 3 Kunsthochschulen,
  • 25 staatlich anerkannte private und kirchliche Hochschulen,
  • zwei Hochschulen des Bundes sowie
  • die Akademie für Darstellende Kunst,
  • die Filmakademie und
  • die Popakademie.

Die Allensbach Hochschule:

Die Allensbach Hochschule ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Bundeslandes Baden-Württemberg und bietet verschiedene berufsbegleitende  Bachelor-  und  Masterprogramme im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an.

Die Studiengänge der Allensbach Hochschule sind durch die  Akkreditierungsagentur ZEvA akkreditiert und als Fernstudiengänge konzipiert.

Alle Studiengänge sind zusätzlich von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Die Allensbach Hochschule hat sich voll der Digitalisierung verschrieben und setzt bei ihren Programmen auf vollständig online-basierte Vorlesungen, die in geschützten Räumen stattfinden und aufgezeichnet werden.

Das digitale Lernen wird durch didaktisch hochwertig aufbereitete Studienmaterialien unterstützt, welche die Studierenden in ihrem eigenen Lerntempo bearbeiten können.

Bei Fragen steht jederzeit ein/e Tutor/in oder Dozent/in zur Verfügung.

Neben der Lehre spielt die Forschung an der Allensbach Hochschule eine wichtige Rolle.

So richtet die Hochschule beispielsweise jährlich das Bodensee-Forum zu den Themen Krise, Sanierung und Turnaround aus und gibt die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Zeitschrift für Interdisziplinäre Ökonomische Forschung“ heraus. Auch im Jahr 2023 wurden wieder interessante Beiträge eingereicht, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten und einen Beitrag zur aktuellen ökonomischen Forschung leisten.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Allenfalls auch interessant für Sie:

Österreich: Hochschulen stellen leider oft sehr mangelhafte Diploma Supplemente aus

Da ich für mehrere Bildungseinrichtungen tätig bin, halte ich täglich rund ein Dutzend Abschlussurkunden in Händen. Natürlich auch die dazu gehörigen Diploma Supplemente.

Sehr ärgerlich dabei, dass viele Hochschulen, gleichwohl ob Universitäten oder Fachhochschulen, die Diploma Supplemente mangelhaft ausfüllen.

Insbesondere wird bei Diploma Supplementen nach Hochschul- oder Universitätslehrgängen auf Masterniveau recht oft verschwiegen, dass damit keine Promotionsberechtigung verbunden ist.

Hier der Hinweis des Ministeriums (Ausfüllhilfe) zu Punkt 5.1.:

Geben Sie an, ob die Qualifikation im Herkunftsland normalerweise den Zugang zu weiteren akademischen und/oder beruflichen Studien eröffnet, insbesondere zu bestimmten Qualifikationen oder Niveaus, z.B. Zugang zu Doktoratsstudien im betreffenden Land oder in der betreffenden Einrichtung. Ist das der Fall, geben Sie die Noten oder Standards an, die erreicht werden müssen, um den Aufstieg zu ermöglichen

Mir ist klar, dass das für die Anbieter unangenehm ist, hier die – trotz absolviertem Masterlehrgang – fehlende Promotionsreife deutlich zu machen, aber der Europäische Hochschulraum verlangt ein richtiges, nichts verschweigendes und aussagekräftiges Diploma Supplement.

Das Diploma Supplement (Anhang zum Diplom) ist ein europaweit genormtes Zusatzdokument mit einheitlichen Angaben zur Beschreibung von Hochschulabschlüssen.

Es soll sowohl national als auch international die Bewertung und Einstufung von akademischen Abschlüssen für Studien- und Berufszwecke erleichtern.

Das Diploma Supplement wurde 1996 bis 1998 ausgehend von Vorarbeiten der UNESCO und des Europarates in einer gemeinsam Arbeitsgruppe mit der Europäischen Kommission entwickelt. Seit dem Jahr 2005 ist es auch ein Teil von Europass, einer Initiative europäischer Staaten zur internationalen transparenten Dokumentation arbeitsmarktrelevanter Qualifikationen und Kompetenzen. Zuletzt wurden im Jahr 2018 bei der Bologna-Ministerkonferenz in Paris weitere Aktualisierungen und Korrekturen vorgenommen (Revised Diploma Supplement).

In Österreich sind die Ausstellung und Inhalte des Diploma Supplements seit dem Jahr 2022 für alle Hochschul-Sektoren in der Universitäts- und Hochschulstatistik- und Bildungsdokumentationsverordnung, kurz: UHSBV, geregelt.

Ausfüllhilfen:

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Österreich: viel Neues – nicht nur Gutes – im neuen Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Universitätsgesetz 2002, das Hochschulgesetz 2005, das Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz, das Fachhochschulgesetz und das Privathochschulgesetz geändert werden

Auf einen die Fachhochschulen in Österreich grob benachteiligenden schweren redaktionellen Fehler bei der Umsetzung des Hochschullegistikpakets habe ich schon einmal hingewiesen.

Leider wird dieser Fehler – oder ist es Absicht? – im derzeit zur Begutachtung versandten Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Universitätsgesetz 2002, das Hochschulgesetz 2005, das Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz, das Fachhochschulgesetz und das Privathochschulgesetz geändert werden:

Ministerialentwurf

nicht behoben.

Der § 9 FHG bleibt in der grob benachteiligenden Formulierung (vgl. § 56 UG) unverändert. Dabei würde ein Satz – in § 9 (2) FHG eingefügt: „Diese Hochschullehrgänge sind ordentlichen Bachelorstudien und ordentlichen Masterstudien gleichwertig und berechtigen nach Maßgabe der weiteren gesetzlichen Bestimmungen zur Zulassung zu ordentlichen Masterstudien und Doktoratsstudien“ und die entsprechend korrelierende Adaptierung des § 6 im Abs. 4 FHG diese unverständliche Benachteiligung aller außerordentlich Studierender an Österreichs FH’s beenden.

Interessante weitere Details im Ministerialentwurf:

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften:

Es kommt die Möglichkeit Fachhochschulen künftig als Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bezeichnen zu können.

Keine Hochschulreife für außerordentliche Bachelorstudien nötig:

Interessant auch, dass die Zulassungsvoraussetzung „allgemeine Hochschulreife“ oder „allgemeine Universitätsreife“ bei den außerordentlichen Bachelorstudien fallen soll und hier eigene Zugangsvoraussetzungen in den a.o. Bachelorstudien geregelt werden können.

Der Unterschied „Zulassung“ und „Zugang“ wird im Ministerialentwurf im übrigen auch präzisiert und „Qualifikation“ durch „Kompetenz“ ersetzt.

Neue akademische Grade in der Weiterbildung:

Es gibt als neue akademische Grade, die nach erfolgreich abgeschlossenen a.o. Bachelor- und Masterstudien verliehen werden können:

  • Bachelor of Engineering – BEng (CE) – und
  • Master of Engineering – MEng (CE).

Akademische Grade aus Groß Britannien wieder eintragbar:

Spannend finde ich auch, dass die akademischen Grade aus Groß Britannien – diese waren nach dem BREXIT ja nicht mehr in die öffentlichen Urkunden einzutragen – nun doch wieder eingetragen werden können, weil im § 88 UG neu die Eintragbarkeit auf akademische Grade aus „ehemaligen Vertragsparteien des EU-Beitrittsvertrages“ erweitert wird.

Die Meldung ausländischer Studien in Österreich wird verschärft und und und ..

Ich werde mich also gelegentlich hier im Blog zu weiteren geplanten Neuerungen melden.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Österreich: Die Donauuniversität Krems und das BFI OÖ starten eine strategische Kooperation

Die Donauuniversität Universität für Weiterbildung Krems – und die BBRZ (Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum)-Gruppe des BFI OÖ – Berufsförderungsinstituts Oberösterreich – starten eine strategische Kooperation.

Ausgangspunkt dafür ist die Übernahme der Geschäftsführung des BFI OÖ durch DUK-Prof. Stefan Oppl.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Stefan Oppl, MBA ist seit 2019 Professor für technologiegestütztes Lernen an der Universität für Weiterbildung Krems und widmet sich als Leiter des Departments für Weiterbildungsforschung und Bildungstechnologien und Dekan der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur der Entwicklung von Weiterbildungsprogrammen und -studien für Berufstätige.

Ab 1. März 2024 übernimmt er zusätzlich die Geschäftsführung des BFI Oberösterreich und die Leitung des strategischen Geschäftsbereichs „Berufliche Bildung“ der BBRZ-Gruppe.

Dieser Brückenschlag bildet den Auftakt für eine strategische Kooperation zwischen der Universität für Weiterbildung Krems und der BBRZ-Gruppe, die zahlreiche neue Möglichkeiten für attraktive und durchlässige Bildungspfade und für die Qualitätsentwicklung der beruflichen Bildung, Rehabilitation und Integration in Österreich eröffnet.

Die zukünftige Zusammenarbeit der Universität für Weiterbildung Krems und der BBRZ-Gruppe geschieht vor dem Hintergrund einer sich immer rascher wandelnden Arbeitswelt. Lebensbegleitendes Lernen und bedarfsgerechte Weiterentwicklung sind unabhängig von Bildungsabschluss und individuellen Rahmenbedingungen die Mittel der Wahl, um in diesem dynamischen Umfeld zufrieden und handlungsfähig zu bleiben. Sowohl die Unternehmen der BBRZ-Gruppe als auch die Universität für Weiterbildung Krems verstehen sich in diesem Sinne als Begleiterinnen auf dem Lebens- und Bildungsweg und entwickeln individuelle Lern- und Entwicklungsperspektiven, passend zu den jeweiligen Lebenssituationen der Menschen.

Mehr zu über diese Kooperation finden Sie hier.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Berufliche Abschlüsse für akademische Anschlüsse nützen – Malta lebt den Europäischen Qualifikationsrahmen – mit der Befähigungsprüfung, dem Meisterbrief, der Ingenieurs-Qualifikation, als DGKP ……. direkt in das MBA-Studium einsteigen

Mit einer auf NQR/DQR/EQRNiveau VI eingestuften Qualifikation kann man in manchen deutschen Bundesländern und auch in einigen anderen Ländern der Europäischen Union direkt in ein Masterstudium einsteigen.

Diese Möglichkeit – noch dazu berufsbegleitend im Fernstudium – bietet eine Hochschule im EU-Mitgliedsland Malta an.

Unterrichtssprachen dabei sind Deutsch oder Englisch und eröffnet dieses Programm daher vielen Berufspraktikern ein zeit- und ortsunabhängiges Studium neben Beruf und Familie – und das in deutscher Sprache.

Alle Informationen zu diesem Programm finden Sie hier

VIS ermöglicht auch Studien, die ohne Matura/Abitur aufgenommen werden können.

Viele ausländische Regel- und Weiterbildungsstudien können in deutscher Sprache absolviert werden.

VIS bietet in Kooperation mit in- und ausländischen Partnern von der beruflichen Weiterqualifizierung bis zum Doktoratsstudium in Fernlehre eine Vielzahl von Studienprogrammen an.

VIS kann dadurch für jede/n Interessierte/n einen individuellen Bildungsplan erstellen, der auch neben Beruf und Familie erfolgreich absolviert werden kann.

Man kann über VIS neben den akademischen Studien oder Lehrgängen auch Nano Degrees, also sehr kurze, in sich abgeschlossene Lehrgänge in Fernlehre absolvieren.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Österreich: Flexible Kapital­gesellschaft (FlexKapG)

Neu eingeführte Kapitalgesellschaft für innovative Startups und Gründer:innen

Die Flexible Kapitalgesellschaft (FlexKapG, auch Flexible Company oder FlexCo) ist eine im Jahr 2023 gesetzlich neu eingeführte Kapitalgesellschaft, die besonders für innovative Startups und Gründer in der Frühphase eine international wettbewerbsfähige Option bieten soll.

Gesetzliche Grundlage ist das Flexible-Kapitalgesellschafts-Gesetz (FlexKapGG).

Falls dieses Gesetz keine abweichenden Regelungen trifft, gelten die für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) anzuwendenden Bestimmungen.

Die Gesellschaft ist juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit.

Sie kann Rechte erwerben, Verbindlichkeiten eingehen, klagen und geklagt werden.

Anders als Personengesellschaften (OG, KG etc.) kann eine FlexKapG auch nur durch eine Person errichtet werden.

Das Stammkapital, das durch die Gesellschafter aufzubringen ist, muss mindestens 10.000 EUR betragen.

Lesen Sie hier mehr

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Allenfalls auch für Sie interessant:

BILD MACHT POLITIK. Yoichi Okamoto. Ikone der Nachkriegsfotografie – große Sonderausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

23. November 2023 – 3. März 2024

Europa 1945. Berühmte Fotograf*innen halten in eindrucksvollen Bildern fest, wie Europa aus einem durch das nationalsozialistische Regime entfachten Weltkrieg neu ersteht.

Einer von ihnen war der amerikanische Fotograf Yoichi Okamoto (1915–1985), der im Frühjahr 1945 als Militärfotograf nach Europa kam und in Österreich zum persönlichen Fotografen des Oberbefehlshabers der amerikanischen Streitkräfte in Österreich, General Mark W. Clark, bestellt wurde. Er dokumentierte vor allem das Leben nach dem Krieg, die Hoffnung der Menschen, das Streben nach Glück, den Wiederaufbau, Kunst und Kultur und das schöpferische Österreich.

2019 erwarb die Österreichische Nationalbibliothek den persönlichen fotografischen Nachlass von Yoichi Okamoto, der mit seiner Kunst eine ganze Generation von Fotograf*innen in Österreich und international inspirierte.

Die große Sonderausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek präsentiert erstmals eine umfangreiche Auswahl von eindrucksvollen Bildern, die die visuelle Geschichte Österreichs aus den Anfängen der 2. Republik dokumentieren: Ein einzigartiges fotografisches OEuvre, in dem Gesellschaft, Politik, Kunst und Kultur mit dem besonderen Blick Okamotos festgehalten wurden. Bilder, die er selbst als seine besten erachtete und wert, der Nachwelt erhalten zu bleiben.

Die Schau gibt auch einmalige Einblicke in die österreich-amerikanischen Beziehungen nach 1945, als Okamoto die Fotoabteilung des amerikanischen Informationsdienstes in Österreich leitete und alle Marshallplanprojekte in Österreich dokumentierte.

Okamoto war Sohn japanischer Einwanderer, diente selbst in der US-Armee und lernte in Wien seine Frau Paula kennen. 1963 wurde er unter Lyndon B. Johnson offizieller Präsidentschaftsfotograf im Weißen Haus.

Kuratiert von Marlies Dornig und Hans Petschar

S e h r s e h e n s w e r t !

https://www.onb.ac.at/museen/prunksaal/programm/bild-macht-politik-yoichi-okamoto-ikone-der-nachkriegsfotografie

Baden-Württemberg: Bewerbungsstart für Forschungspreise 2024

Mit den Forschungspreisen 2024 zeichnet das Land erneut führende Forscherpersönlichkeiten und mutige, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus. Exzellente Forschung und mutige Wissenschaft sind essentiell für die Innovationskraft des Landes. Einreichungsfrist ist der 1. März 2024.

Mit dem renommierten Landesforschungspreis und dem im Jahr 2016 erstmals ausgelobten Preis für mutige Wissenschaft wird Baden-Württemberg in diesem Jahr wieder herausragende Forscherpersönlichkeiten würdigen. Die Auszeichnung für Spitzenleistungen in der Grundlagenforschung und angewandten Forschung ist mit je 100.000 Euro dotiert – der baden-württembergische Landesforschungspreis ist damit der bundesweit höchstdotierte Forschungspreis eines Landes. Er wird alle zwei Jahre verliehen, ebenso wie der im Jahr 2016 eingeführte, bundesweit einmalige Preis für mutige Wissenschaft. Dieser richtet sich speziell an junge, exzellente Forscherinnen und Forscher und ist mit 30.000 Euro dotiert.

Forscherinnen und Forscher, die mit ihren wegweisenden Erkenntnissen neue Horizonte eröffnen, die bekannte Pfade verlassen und dabei auch das Risiko eingehen zu scheitern, sind essentiell für die Innovationskraft unseres Landes. Deshalb honorieren wir exzellente Forschung ebenso wie den Mut, den es braucht, um außergewöhnliche Ansätze beharrlich, auch gegen Widerstände zu verfolgen. Wissenschaft lebt von mutigen Forscherinnen und Forschern – wir werben für mehr Risikobereitschaft“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.

Landesforschungspreis

Der Landesforschungspreis ehrt seit 1989 herausragende wissenschaftliche Leistungen aller Disziplinen. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von der Biologie über die Philologie bis zur Finanzwissenschaft. Als höchstdotierter Forschungspreis eines Bundeslandes werden jeweils 100.000 Euro an eine Forscherin oder einen Forscher aus der Grundlagenforschung und eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler aus der anwendungsbezogenen Forschung vergeben.

Preis für mutige Wissenschaft

Mit dem Preis für mutige Wissenschaft unterstützt das Land junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Mut im Denken und Handeln beweisen, unkonventionelle Ansätze verfolgen oder auf Umwegen herausragende Forschungsleistungen erbracht haben. Der mit 30.000 Euro verbundene Preis soll ein Signal dafür setzen, wie sehr innovative Wissenschaft davon lebt, dass Forscherinnen und Forscher auch Rückschläge oder Scheitern in Kauf nehmen – und wie wichtig die Bereitschaft zum Risiko ist.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Ausschreibung des Landesforschungspreises und des Preises für mutige Wissenschaft des Landes Baden-Württemberg 2024 (PDF)

Kein anderes deutsches Bundesland bietet eine solche Vielfalt an Hochschulen:

Baden-Württemberg bietet mit seiner differenzierten Hochschullandschaft eine Fülle von Studienmöglichkeiten.

Die Studierenden haben die Wahl zwischen

  • Universitäten,
  • Pädagogischen Hochschulen,
  • Kunst- und Musikhochschulen,
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie der
  • Dualen Hochschule

mit jeweils unterschiedlichen Fächerprofilen und Studienzielen.

Forschung und Lehre an den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) und Pädagogischen Hochschulen haben hohe Qualität und z.T. internationalen Rang.
Allein vier der elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland befinden sich in Baden-Württemberg. Die Kunst- und Musikhochschulen des Landes genießen hohes Ansehen und üben große Anziehungskraft auf Talente aus der ganzen Welt aus. 

Baden-Württemberg beheimatet so viele staatliche Hochschulen wie kein anderes Land in der Bundesrepublik und hat zugleich mit sechs verschiedenen Hochschularten das am stärksten ausdifferenzierte Hochschulsystem, um passgenau den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen zu können:

  • 9 Landesuniversitäten,
  • 21 Hochschulen für angewandte Wissenschaften,
  • die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit 9 Standorten,
  • 6 Pädagogische Hochschulen,
  • 5 Musik- und 3 Kunsthochschulen,
  • 25 staatlich anerkannte private und kirchliche Hochschulen,
  • zwei Hochschulen des Bundes sowie
  • die Akademie für Darstellende Kunst,
  • die Filmakademie und
  • die Popakademie.

Die Allensbach Hochschule:

Die Allensbach Hochschule ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Bundeslandes Baden-Württemberg und bietet verschiedene berufsbegleitende  Bachelor-  und  Masterprogramme im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an.

Die Studiengänge der Allensbach Hochschule sind durch die  Akkreditierungsagentur ZEvA akkreditiert und als Fernstudiengänge konzipiert.

Alle Studiengänge sind zusätzlich von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Die Allensbach Hochschule hat sich voll der Digitalisierung verschrieben und setzt bei ihren Programmen auf vollständig online-basierte Vorlesungen, die in geschützten Räumen stattfinden und aufgezeichnet werden.

Das digitale Lernen wird durch didaktisch hochwertig aufbereitete Studienmaterialien unterstützt, welche die Studierenden in ihrem eigenen Lerntempo bearbeiten können.

Bei Fragen steht jederzeit ein/e Tutor/in oder Dozent/in zur Verfügung.

Neben der Lehre spielt die Forschung an der Allensbach Hochschule eine wichtige Rolle.

So richtet die Hochschule beispielsweise jährlich das Bodensee-Forum zu den Themen Krise, Sanierung und Turnaround aus und gibt die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Zeitschrift für Interdisziplinäre Ökonomische Forschung“ heraus. Auch im Jahr 2021 wurden wieder interessante Beiträge eingereicht, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten und einen Beitrag zur aktuellen ökonomischen Forschung leisten.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

YouTubeProfessor

Allenfalls auch interessant für Sie: