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Österreich: Zahl der Meisterprüfungen steigt (moderat)

Die durchaus interessante „Prüfungsstatistik“ der WKÖ, Abteilung für Statistik,erscheint jährlich (Stichtag 31.12., Veröffentlichung im März) und wird seit 1952 herausgegeben.

Ausgewiesen werden dabei die bestandenen und nicht bestandenen Module, aus denen sich die Prüfungen zusammensetzen.

Die Ausgabe 2025 liegt seit März 2026 vor:

Bundesweite Zahlen (Module 1–3, angetreten/bestanden):

20242025Veränderung
angetreten22.98923.278+1,3 %
bestanden15.27915.419+0,9 %

Für 2024 weist die Statistik österreichweit 22.989 Prüfungsantritte in den Modulen und 15.279 bestandene Module aus; für 2025 sind es 23.278 Prüfungsantritte und 15.419 bestandene Module.

Oberösterreich verzeichnete 2025 2.352 bestandene Fachmodule, 291 bestandene Unternehmerprüfungen, 251 Unternehmerführerschein-Module sowie 56 bestandene Fachprüfungen nach dem BiBuG (Bilanzbuchhalter, Buchhalter, Personalverrechner). In Summe also 2.950 erfolgreiche Prüfungen und gegenüber den im Jahr 2024 bestandenen 2.788 Prüfungen ein Plus von + 5,8 %.

Die heute in einer Tageszeitung getroffene Aussage „2.950 Fachkräfte legten ihre Meisterprüfung ab“ (OÖN, 25. 08. 2026) ist damit etwas übertrieben. Es handelt sich (a) um Prüfungsmodule, nicht um Personen, und (b) um alle Prüfungsarten.

Was tatsächlich an Personen dahintersteht:

Erstmals enthält die Ausgabe 2025 eine Auswertung der Gesamtzeugnisse.

Österreichweit wurden 2025 5.825 Gesamtzeugnisse ausgestellt – davon 2.011 Meisterprüfungen (Handwerk) und 3.814 Befähigungsprüfungen.

Auf Oberösterreich entfielen im Jahr 2025 genau 858 (383 Meisterprüfungen, 475 Befähigungsprüfungen). Für Oberösterreich stehen den heute kolportierten „2.950″ also 383 abgelegte Meisterprüfungen gegenüber.

Siehe dazu auch:

Österreich: Rekordwert bei Meister- und Befähigungsprüfungen

Meister:in – mehr als ein Titel

Die Meister- und Befähigungsprüfung steht für höchste fachliche Kompetenz, unternehmerische Verantwortung und Führungsstärke. Sie verlangt nicht nur exzellentes handwerkliches Können, sondern auch betriebswirtschaftliches Wissen, rechtliche Sicherheit (u. a. im Bereich Konsumentenschutz) und pädagogische Qualifikation.

Dass diese Abschlüsse seit 2018 auf NQR-Stufe 6 und damit auf Bachelor-Niveau eingeordnet sind, unterstreicht ihren hohen Stellenwert. Berufliche Bildung ist heute keine zweite Bildungsoption mehr, sondern eine gleichwertige Möglichkeit mit klaren Karriereperspektiven.

Meister:innen sind Unternehmer:innen, Arbeitgeber:innen, Ausbildner:innen und Innovationsmotoren zugleich. Sie sichern Qualität, schaffen Arbeitsplätze, bilden Nachwuchs aus und tragen entscheidend zur Stabilität des Wirtschaftsstandorts Österreich bei.

Bildung als strategische Investition

Die Zahlen zeigen: Investitionen in Bildung zahlen sich unmittelbar aus. Mehr Menschen wagen den Schritt zur Höherqualifikation, mehr Betriebe profitieren von hochqualifizierten Führungskräften und die gesamte Wirtschaft wird resilienter und zukunftsfähiger.

Gerade vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel, Digitalisierung, ökologischer Transformation und internationalem Wettbewerbsdruck gewinnen berufliche Spitzenqualifikationen massiv an Bedeutung. Der aktuelle Rekord belegt, dass immer mehr Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Leistung zu erbringen und in ihre persönliche Zukunft zu investieren.

Das Netzwerk der Meister:innen & Befähigten in Österreich: https://www.meisteralumni.at/

Allenfalls auch interessant für Sie:

Mit der Meisterprüfung auch ohne Matura (Reifeprüfung) studieren:

Auch eine berufliche Qualifikation aus Österreich wie die Meister- oder Befähigungsprüfung ermöglicht den deutschlandweiten Hochschulzugang.

Österreichische (Handwerks-)Meister u.a. können daher in Deutschland auch ohne Matura (Abitur) ein Regelstudium beginnen – die Allensbach Hochschule empfiehlt dafür den B.A. Betriebswirtschaftslehre – Vertiefung KMU- und Handwerksmanagement.

Die Befähigungsprüfung aus Österreich, die abgeschlossene Werkmeisterausbildung u.v.am. eröffnet in Deutschland den Zugang zu ordentlichen Studien.

Auch den rund 35.000 geprüften österreichischen Meisterinnen und Meistern aller 15 land- und forstwirtschaftlichen Berufe …. steht in Deutschland der Hochschulzugang zum ordentlichen Studium offen.

Die Allensbach Hochschule:

Die Allensbach Hochschule ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Bundeslandes Baden-Württemberg und bietet verschiedene berufsbegleitende Bachelor-  und  Masterprogramme im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an.

Die Studiengänge der Allensbach Hochschule sind durch die Akkreditierungsagentur ZEvA akkreditiert und als Fernstudiengänge konzipiert.

Alle Studiengänge sind zusätzlich von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Die Allensbach Hochschule hat sich voll der Digitalisierung verschrieben und setzt bei ihren Programmen auf vollständig online-basierte Vorlesungen, die in geschützten Räumen stattfinden und aufgezeichnet werden.

Das digitale Lernen wird durch didaktisch hochwertig aufbereitete Studienmaterialien unterstützt, welche die Studierenden in ihrem eigenen Lerntempo bearbeiten können.

Bei Fragen steht jederzeit ein/e Tutor/in oder Dozent/in zur Verfügung.

Neben der Lehre spielt die Forschung an der Allensbach Hochschule eine wichtige Rolle.

So richtet die Hochschule beispielsweise jährlich auch das Bodensee-Forum zu den Themen Krise, Sanierung und Turnaround aus.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Martin Stieger

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