Archiv für den Monat: November 2022

Weiterbildungsmaster in Österreich und in Deutschland: das sind zwei Paar Schuhe

Ein Studierender hat mir eine Reihe von Fragen gestellt, die ich auch hier beantworten möchte:

Frage 1:

Konsekutive Master-Studiengänge (D) sind Programme, die aus einem Bachelor und einem unmittelbar darauf aufbauenden Master bestehen.
Diese werden auf Bolognia-Stufe 7 und ISCED 2011 Stufe 7 bewertet. Ist das richtig?

Jein:

konsekutive Masterstudien sind solche, die nicht so sehr zeitlich (also unmittelbar wie Sie schreiben) auf das Bachelorstudium folgen, sondern inhaltlich das Bachelorstudium vertiefen, also ein Master in Soziologie nach dem Bachelor in Soziologie oder ein Master in Pädagogik nach einem Bachelor in den Bildungswissenschaften. 

Diese Masterstudien sind auf der Bologna Stufe 2 (Bachelor ist auf Stufe 1, Dr/PhD ist auf Stufe 3) und ISCED 7 ja, besser noch  ISCED 74 (= akademisch) eingestuft.


Frage 2:

Nicht konsekutive Master-Studiengänge werden in Deutschland nun als weiterbildende Masterstudiengänge bezeichnet. Ist das richtig?

Nein:

es gibt konsekutive und nichtkonsekutive Masterstudien die als Weiterbildungs-Master bezeichnet werden.

Nichtkonsekutiv heißt, dass z.B. ein MBA-Studium nach dem Jus-Studium angehängt wird oder der Dipl. Architekt den LL.M. in Vertragsrecht anschließt, also keine Vertiefung des Vorstudiums.

Weiterbildungsmaster sind meist mit Berufserfahrung in den Zugangsbedingungen gekoppelt, also z.B. Bachelor und 3 Jahre Berufserfahrung, die Weiterbildungsmaster werden in der Regel berufsbegleitend angeboten.


Frage 3: 

Wie werden die deutschen weiterbildenden Mastergrade hinsichtlich ihrer Qualifikationsebene bewertet: (z.B. im Diploma Supplement unter Punkt 3 „Ebene der Qualifikation“)

Auf Bologna-Stufe 7 ? / Auf ISCED 2011 Stufe 5 oder 7 ?
Verzichtet das Diploma Supplement von HS Allensbach auf diese Einstufungen?

Die Mastergrade nach einem ordentlichen Masterstudium, gleichwohl ob konsekutiv oder nicht-konsekutiv oder auch als Weiterbildungsmaster bezeichnet wird, sind immer völlig gleichwertig und verleihen die Promotionsreife.

Das wir auch im Diploma Supplement unter Punkt 5. so ausgewiesen.

Von jeder seriösen Hochschule, natürlich auch von meiner Allensbach Hochschule Konstanz 

Nur schwarze Schafe unter den Hochschulen lassen Punkt 5 einfach aus, weil eben keine ordentlichen Masterstudien angeboten werden.

Die Einstufung auf erfolgt auf Stufe 2 der Bolognaarchitektur und auf ISCED Stufe 7 oder 74

Frage 4:

Gilt das gleiche für weiterbildende Master die neuerdings auch mit 60 ECTS absolviert werden können?

Gelten hier die gleichen Bologna und ISCED Einstufungen wie im 120 ECTS Modell, oder fällt man nur um den Zugang zur Stufe 8 Bologna um?

Bzw. ist ein weiterbildender Masterstudiengang mit 60 ECTS auf ISCED 2011 Stufe 5 einzustufen?

Deutsche weiterbildende Masterstudien vermitteln immer die Promotionsreife und den Zugang zur Stufe 3 von Bologna

Das kann man immer auf dem Diploma Supplement unter Punkt 5. überprüfen, steht dort nichts, ist es eben kein echtes, reguläres Masterstudium

Frage 5:

Was verbindet bzw. unterscheidet die Bologna Architektur von der ISCED 2011 Einstufung? Für 6-8 sollte ja Analoges gelten.
Kann mit einem ISCED 2011 Stufe 5 Level (Short-cycle teritary education) eine Master Niveau nach Stufe 7 Bologna erreicht werden?

Die Bologna-Architektur dient der Vergleichbarkeit der akademischen Abschlüsse Bachelor – Master – PhD und nur den akademischen Abschlüssen.

Die ISCED-Qualifikation dient auch der Vergleichbarkeit, der akademischen und vergleichbarer Abschlüsse – Stufe 6 = Bachelor oder Äquivalent, Stufe 7 = Master äquivalent und Stufe 8 ist Doktor und Äquivalent (in der Schweiz z.B. auch der Habilitation).

Ein Abschluss auf ISCED 2011 Stufe 5 ist ein tertiärer (kürzerfristiger) Abschluss unter dem Bachelorlevel und berechtigt nicht zum direkten Einstieg in ein Masterstudium.

Ausgenommen in Österreich in die MBA-Lehrgänge alt, in die man noch bis 30. 09. 2023 neu aufgenommen werden kann.

Frage 6:

auf die Gefahr hin, dass Sie diese nicht beantworten können: Ist Ihrer Beobachtung nach bis nach Ö durchgedrungen, dass weiterbildende Master (D) dann nicht mit den akademischen Graden der Weiterbildung gleichzusetzen sind? 

Ja, in Deutschland gibt es keine akademischen Grade außerhalb der Bolognaarchitektur, in Kontaktstudien (diese dienen der wissenschaftlichen Vertiefung und Ergänzung berufspraktischer Kenntnisse) können zwar ECTS erworben werden, aber keine akademischen Grade.

Weiterbildungsmaster in Deutschland sind völlig anders zu sehen als Mastergrade nach Lehrgängen der Weiterbildung in Österreich.

Daher auch die Bezeichnung 

  • Masterstudien in Deutschland und 
  • Masterlehrgänge in Österreich.

Frage 7: 

Werden hierzulande die weiterbildenden Mastergrade aus D. den Ö. Mastergraden aus Regelstudien gleichgesetzt?
Kann mit einem deutschen Master der Weiterbildung in Österreich eine A-Wertigkeit im öffentlichen Dienst erreicht werden?

  • ja, Weiterbildungs-Masterstudien aus Deutschland sind als ordentliche Studien, die einfach neben dem Bachelorstudium im Zugang auch noch die Berufserfahrung verlangt österreichischen Mastergraden nach ordentlichen Studien völlig gleichwertig.
  • ja, ein Mastergrad aus Deutschland (konsekutiv, nicht konsekutiv, Weiterbildung-Master) verleiht die A-Wertigkeit in Österreich.

Um abschließend noch einmal zu verwirren:

Es gibt auch in Deutschland Masterstudien, die ohne Bachelorstudium zuvor absolviert werden können und ordentlichen Masterstudien gleichwertig sind, also auch die Promotionsreife verleihen – und das ist – um die Übersicht völlig zu verlieren – auch noch in den deutschen Bundesländern unterschiedlich geregelt!

Vielleicht auch interessant für Sie:

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz (ist dort auch Rektor), arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater  und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ), ist als sachverständige Person der NKS-Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich gelistet und ist Mitglied der Wissenschaftskommission im Bundesministerium für Landesverteidigung sowie im Präsidium des Zentrums für Risiko- und Krisenmanagement, Wien

Die akademische Weiterbildung in Österreich seit dem 01.10.2021

VIS Kontaktstudium:

Studieren auch ohne Matura oder Abitur?

Feder & Stein – Ai Khoan TRAN & Peter Affenzeller präsentieren Zauberhaftes und Bodenständiges

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung:

Feder & Stein

Ai Khoan TRAN & Peter Affenzeller

präsentieren Zauberhaftes und Bodenständiges

Mittwoch, 23. November, 19:30 Uhr, Wimmer Medienhaus, Wels, Stadtplatz 41/3. Stock

Begrüßung:                 Ing. Andreas Cuturi, MAS

Laudator:                    Prof. Dr. Dr. Martin Stieger

Eröffnung:                  Dr. Horst König, GF Rukapol

Zu sehen ist die Ausstellung bis Freitag, 30. Dezember, 12.00 Uhr

Mo bi Do 08.00 – 12.00 & 14.00 bis 16.45 Uhr

Fr 08.00 bis 12.00 Uhr

oder nach Vereinbarung unter khoan.tran@liwest.at oder p.affenzeller@nachrichten.at

Da ich diese sehr interessante und spannende Ausstellung eröffnen darf, habe ich die beiden Künstler gebeten, sich selbst kurz vorzustellen:

Ai Khoan:

Ich heiße Ai Khoan – 爱群 – aus dem Chinesischen übersetzt, bedeutet es dem Sinn nach „die Liebe zum Menschen“ 

Das Malen habe ich schon in meiner Jugend für mich, als eine mir entsprechende Ausdrucksform entdeckt.

Ich bin im Alter von 5 Jahren mit meiner Familie von Vietnam nach Österreich gekommen. Meine damalige Deutsch Förderlehrerin hat alles was sie mir erzählte mit kleinen Zeichnungen untermalt. Diese kreative Form der Übermittlung hatte mich sehr begeistert und gefördert, sodass der Spracherwerb sehr einfach gelang. 

Diese Zeit hatte mich sehr geprägt und auch meine Lust an der kreativen Darstellung geweckt.  

Ich bin überzeugt, dass jegliche Art von Kreativität unsere kognitiven Fähigkeiten positiv fördern, entwickeln und manchmal uns sogar zu Höchstleistungen animieren kann.

Ich liebe es, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und mich buchstäblich auf das Wesen einzulassen und in meinen Bildern zu wecken.

Die Tuschemalerei habe ich als Ausdrucksform für meine kreative Sprache entdeckt. 

Mit wenigen, mutigen jedoch gezielten Strichen meine Aussage zu treffen. Das ist mein Wunsch an meine Malarbeiten und auch mein Ziel.   

„Bilder sind Kurzgeschichten von der Seele“ 

Ai Khoan TRAN

Lederergasse 43, 4020 Linz

0699 19276972 , Email: khoan.tran@liwest.at

Peter Affenzeller:

Journalist seit mehr als 35 Jahren, geboren 5.3. 1965,

Keinerlei künstlerische Ausbildung, sondern eher über die handwerkliche Seite zu dem Hobby einer „Stein-Gestaltung“ gekommen:

Mich haben Steine, Mineralien und natürlich auch Gold immer schon fasziniert,

ich habe viele Stunden beim Bergwandern mit Mineralien- und Fossiliensuche verbracht

Irgendwann vor sechs Jahren entstand aus einer Spielerei heraus das erste Blumen-Ornament auf einem Stück Kalkstein, noch sehr grob mit der Flex geschnitten…aber die Idee hat mich nicht mehr losgelassen und so musste ein besseres Werkzeug her: ein Gravierer mit Wolfram-Fräsköpfen

Damit waren jetzt genauere, feinere Linien möglich, nicht wirklich künstlerisch, eher kunsthandwerklich und anfangs noch in den Stein graviert, ohne Vergoldung.

Die entstand aus dem Wunsch, die Motive besser sichtbar zu machen, hervorzuheben und vielleicht auch den zeitlosen Wert dieser Arbeit ein wenig zu betonen…Gold hält extrem lange, sein Glanz fasziniert die Menschen nicht ohne Grund immer schon.

Meine Motivation für diese Arbeit an sich ist vermutlich aus meinem Beruf als Journalist entstanden: Mein Leben lang schreibe ich sehr flüchtige Geschichten, gedruckt auf Papier, das schnell im Altpapier-Container landet…extrem vergänglich, nichts davon bleibt.

Die Steine verleihen mir Ruhe, Zeitlosigkeit: Schon die Natur braucht Jahrtausende, Um sie zu formen…aus Bruchstücken vielleicht in Flüssen rund geschliffene große Kiesel zu machen, ihre Oberfläche zu glätten.

Ich sehe oft schon beim Finden im Flussbett in einem Stein ein Motiv, das zu ihm passen könnte…und manchmal liegt einer wochen- und monatelang herum und dann erst zeigt sich, was er auf seiner Oberfläche tragen möchte.

Die Arbeit selbst verleiht mir Ruhe, dauert lang, ist mühsam und fordert extrem viel Konzentration…aber dabei kann ich den Stress des Redaktions-Alltags perfekt ausblenden, ganz im Moment leben, nur das Bild am Stein sehen und wie es wächst. Das Vergolden mit einer goldfarbenen Legierung oder auch mit echtem Gold ist so etwas wie eine Wiedergeburt für Stein und Motiv, dann erst ist er perfekt, fertig.

Ich habe inzwischen sicher mehr als 100 Steine bearbeitet, ungefähr 30 davon verkauft, manche auch auf Wunsch für Menschen angefertigt, die jemand eine Freude machen oder sie als Gedenken an Verstorbene aufbewahren wollten.

In den Motiven wiederholen sich einfache Konturen, aus der Natur oder aus verschiedenen Kulturkreisen in Form von Glückssymbolen: der keltische Glücksknoten, die Triskele, aber auch das Yin-Yang-Symbol der fernöstlichen Kulturen.

Manche Steine tragen ihr Bild schon so deutlich in sich, dass sie auch nur noch ein wenig Vergoldung brauchen, um zum Beispiel einen Wasserfall oder eine aufgehende Sonne zu zeigen, die eigentlich immer schon da war, angedeutet, und nur noch sichtbar gemacht werden musste.

Die Schwere und Zeitlosigkeit des Steins im Kontrast zur leichten Vergänglichkeit von Papier: Das ist der Kontrast, der mich an dieser kunsthandwerklichen Arbeit so fasziniert. Dass diese Steine immer noch da sein werden und man die Gravuren immer noch sehen und tasten kann, lange nachdem wir alle nicht mehr auf der Welt sind…das hat etwas tröstliches, Beruhigendes.

Linz, am 2.11.2022,

Peter Affenzeller

Österreichische Mastergrade in der Weiterbildung für deutsche Meister oder Betriebswirte (IHK, VWA, HwO)?

Vor wenigen Tagen erreichte mich eine Frage, deren Beantwortung ich generell für so interessant halte, dass ich sie auch hier beantworten möchte.

Frage:

Sehr geehrter Herr Stieger,

voller Interesse habe ich Ihren Beitrag aus dem Jahr 2019 gelesen. 

Berufsrechtliche Bewertung eines österreichischen Mastergrades in der Weiterbildung – Martin Stieger Blog

Ich stehe gerade vor der Entscheidung, ein Masterstudium aufzunehmen. 

Ich habe eine Ausbildung und anschließende Aufstiegsfortbildung bei der Industrie- und Handelskammer absolviert, die gemäß EQR/DQR dem Niveau 6 entspricht. Gleichwertig mit einem Bachelor-Abschluss.

Weiter verfüge ich über viele Jahre Berufserfahrung zuletzt in Führungspositionen. 

Da ich nicht über ein akademisches Erststudium verfüge, bin ich auf der Suche nach einem Masterstudium, welches auch einen alternativen Zugang zulässt. 

Bei meinen Recherchen bin ich auf ein Angebot in Kooperation mit der FH Burgenland gestoßen. 

Wenn ich Ihre Beiträge richtig interpretiere, entspricht der dort verliehene Titel „Master of Business Administration“ jedoch nicht dem „normalen“ anerkannten Abschluss wie man ihn bspw. an einer deutschen Universität erlangen würde. 

Habe ich das richtig verstanden?

Mir geht es primär darum herauszufinden, ob Abschlüsse wie der obige in Deutschland anerkannt werden und welche Stellung sie einnehmen. 

Ich würde mich über eine Einschätzung von Ihnen sehr freuen und bedanke mich im Voraus.

Antwort:

danke für Ihr Mail.

Die österreichischen Mastergrade in der Weiterbildung sind gerade für Studierende wie Sie gedacht: 

  • langjährige Berufserfahrung
  • Fortbildungsabschlüsse mit EQR-Niveaus, die akademischen Abschlüssen nach Regelstudien gleichwertig sind.

Gleichwertig heißt aber auch nicht gleichartig, also mit Schwertgewicht auf Berufspraktischen Kompetenzen und weniger im wissenschaftlichen Bereich.

Deutschland trägt dem Rechnung und erlaubt z.B. Handwerksmeistern auch ohne Abitur den Zugang zu regulären Hochschulstudien oder ermöglicht Kontaktstudien, der der wissenschaftlichen Vertiefung berufspraktischer Kenntnisse dient und in welchen auch ECTS erworben werden können.

Kontaktstudien in Deutschland werden aber nicht mit akademischen Graden abgeschlossen, diesen ähnlich sind die Lehrgänge der Weiterbildung in Österreich, die allerdings mit akademischen Graden abgeschlossen werden können.

Mastergrade der Weiterbildung verleihen aber keine Promotionsreife, weil sie eben der wissenschaftlichen Vertiefung der berufspraktischen Kenntnisse dienen und nicht der Vorbereitung auf wissenschaftliche Forschung.

Wenn Sie also fragen: ein „normaler“ Abschluss wie in Deutschland? dann muss ich antworten, Mastergrade der Weiterbildung aus Österreich sind mit den deutschen Kontaktstudien vergleichbar, werden nur eben mit einem akademischen Grad abgeschlossen.

In Österreich gibt es bereits rund 35.000 Absolvent*innen solcher Weiterbildungsstudien, also handelt es sich aus österreichischer Sicht um „normale“ akademische Abschlüsse aus der Weiterbildung.

„Normal“ sind auch die deutschen Kontaktstudien.

Sie haben große berufspraktische Kompetenzen erworben, die Sie nun wissenschaftlich/akademisch vertiefen und das mit einem akademischen Grad aus Österreich nach außen sichtbar machen.

Mit einem MBA als akademischen Grad, mit dem Sie danach aber nicht zur Promotion zugelassen werden können, das ist auch schon der einzige Unterschied zum MBA nach einem Regelstudium.

Sollten Sie auch noch promovieren wollen, müssen Sie auf die ab Herbst kommenden Jahres angebotenen EMBA-Programme österreichischer Hochschulen warten, die auch ohne Bachelor zuvor begonnen und abgeschlossen werden können, aber als außerordentliche Masterstudien in den Rechtsfolgen (Promotionsreife) den Mastergraden nach ordentlichen Studien gleichgestellt sind.

Sollten Sie sich schon jetzt für einen MBA entscheiden (das MBA-Studium wird nach dem 01. 10. 2023 in Österreich ohne Bachelorstudium zuvor nicht mehr aufgenommen werden können), schlagen wir Ihnen gerne geeignete MBA-Programme vor.

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Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz (ist dort auch Rektor), arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater  und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ), ist als sachverständige Person der NKS-Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich gelistet und ist Mitglied der Wissenschaftskommission im Bundesministerium für Landesverteidigung sowie im Präsidium des Zentrums für Risiko- und Krisenmanagement, Wien

Die akademische Weiterbildung in Österreich seit dem 01.10.2021

VIS Kontaktstudium:

Studieren auch ohne Matura oder Abitur?

Weitere Fragen zum Bachelor Professional in Österreich und Deutschland

Mich erreicht ein Mail mit interessanten Fragen und da mir solche und ähnliche Fragen öfter gestellt werden hier meine Antwort auch als Blogbeitrag:

„… nach Durchsicht Ihres hochinteressanten Blocks dürfen wir uns bitte mit folgender Frage an Sie wenden:

  • Sind der deutsche und der österreichische Bachelor Professional bzw. Master Professional vollkommen gleichwertig?
  • Werden also im jeweils anderen Land erworbene Titel wechselseitig anerkannt?
  • Sind diese Titel passeintragungsfähig?

Mit vielem herzlichen Dank für Ihre Informationen und freundlichen Grüßen …“

Antwort:

Der an deutsche Handwerksmeister u.a. verliehene Bachelor Professional stellt einen Fortbildungsabschluss gem. § 53c Berufsbildungsgesetz BBiG dar und ist kein akademischer Grad.

Der österreichische Bachelor Professional ist ein akademischer Grad, den es seit 01. 10. 2021 offiziell gibt und wird nach positiv absolvierten außerordentlichen 

Bachelorstudiengänge verliehen (die auch ohne Abitur = schulische Hochschulzugangs-berechtigung aber mit Berufserfahrung aufgenommen werden können). 

Solche Studiengänge können von den Hochschulen nur in Kooperation mit außer-hochschulischen Bildungsträgern angeboten werden und dazu bedarf es komplizierter Kooperationsabkommen, also rechne ich erst im kommenden Jahr mit entsprechenden Studienangeboten.

Da N. N. (Anfrager auf CC)  in der LSB-Ausbildung tätig ist, wissen Sie ja, dass es in Österreich schon die rechtliche Möglichkeit gibt (eine Verordnung des Wirtschaftsministeriums dazu gibt es ja auch schon) die LSB-Ausbildung als Studium Bachelor Professional zu absolvieren und damit auch die Berufsberechtigung als Lebensberater verbunden werden kann.

In Österreich werden alle akademischen Grade (auch solche aus anderen EU-Ländern) in öffentliche Urkunden eingetragen.

Der deutsche Bachelor Professional ist aber kein akademischer Grad und wird in Österreich daher auch nicht eingetragen.

Geführt, also auf Visitenkarten, im Briefverkehr usw. kann er aber natürlich verwendet werden.

Eine wechselseitige Anerkennung von deutschen Fortbildungsabschlüssen und österreichischen akademischen Graden ist leider nicht möglich.

Allerdings kann man mit den entsprechenden deutschen Fortbildungsabschlüssen 

(geprüfter Berufsspezialist gem. § 53b, Bachelor Professional gem. § 53c und Master Professional gem. § 53d BBiG) auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung das österreichische außerordentliche Bachelorstudium Bachelor Professional aufnehmen und damit ein Studium mit akademischem, in Österreich auch eintragungsfähigem Grad absolvieren.

Für die Absolvent*innen deutscher Fortbildungsabschlüssen (geprüfter Berufsspezialist gem. § 53 b, Bachelor Professional und Master Professional gem. § 53 d BBiG) bestünde auch noch bis 30. 09. 2023 die Möglichkeit in die österreichischen Masterlehrgänge der Weiterbildung (auch ohne Bachelorstudium zuvor) aufgenommen zu werden.

Vom Niveau her sind beide Titel aber vergleichbar, auch gleichwertig, weil auf Niveaustufe VI des EQR Europäischen Qualifikationsrahmens angesiedelt, aber eben nicht gleichartig und da der deutsche Titel ein berufspraktischer ist und der österreichische akademische Grad ein hochschulischer ist, gibt es eben die vorher aufgezählten Unterschiede.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
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Die akademische Weiterbildung in Österreich seit dem 01.10.2021

Der „Bachelor Professional“ in Deutschland ein Fortbildungsabschluss, in Österreich ein akademischer Grad

Österreich:

In Österreich wurde im Zusammenhang mit der Neuordnung der akademischen Weiterbildung (01. 10. 2021) als Abschluss eines (außerordentlichen) Bachelorstudiums der akademische Grad Bachelor Professional (BPr) neu eingeführt.

Der österreichische akademische Grad Bachelor Professional (BPr) kann von den Hochschulen, (von privaten und öffentliche Universitäten, Fachhochschulen und privaten Hochschulen) nach einem außerordentlichen Studium nur in einer erweiterten Zusammenarbeit mit einer außerhochschulischen Bildungseinrichtung erfolgen.

Also z.B. durch die Donauuniversität Krems und dem WIFI oder einer FH und dem BFI.

Für den Besuch von solchen Hochschullehrgängen (außerordentlichen Studien) haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Lehrgangsbeitrag zu entrichten. Dieser ist unter Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten des Lehrgangs vom Rektorat festzusetzen.

Voraussetzung für die Zulassung zu einem außerordentlichen Bachelorstudium, in dem der akademische Grad „Bachelor Professional“ verliehen werden soll, ist eine einschlägige berufliche Qualifikation oder eine mehrjährige einschlägige Berufserfahrung

Wenn es das Curriculum erfordert, können Ergänzungsprüfungen vorgesehen werden.

Ich habe darüber in meinem Blog schon mehrfach berichtet und dazu auch dem Online-Magazin von Wüstenrot ein Interview gegeben:

Der nach diesen (an sich zu begrüßenden) Studien verliehen akademische Grad Bachelor Professional (BPr) ist leider unglücklich gewählt, weil der Bachelor Professional in Deutschland als Fortbildungsabschluss bereits gut eingeführt ist.

Deutschland:

In Deutschland ist der Bachelor Professional in … ein Fortbildungsabschluss und befindet sich auf der Niveau-Stufe 6 des Deutschen-Qualifikationsrahmens (DQR). 

Als Bachelor Professional können unter anderem geprüfte Fachwirte, Fachkaufleute, Meister und IT-Aufstiegsfortbildungen bezeichnet werden.

Das deutsche Berufsbildungsgesetz (BBiG) regelt im § 53 die Berufliche Fortbildung und hier im § 53c den Bachelor Professional:

(1) Den Fortbildungsabschluss Bachelor Professional erlangt, wer eine Prüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe erfolgreich besteht.

(2) In der Fortbildungsprüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe wird festgestellt, ob der Prüfling in der Lage ist, Fach- und Führungsfunktionen zu übernehmen, in denen zu verantwortende Leitungsprozesse von Organisationen eigenständig gesteuert werden, eigenständig ausgeführt werden und dafür Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geführt werden. Der Lernumfang für den Erwerb dieser Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten soll mindestens 1 200 Stunden betragen.

(3) Als Voraussetzung zur Zulassung für eine Prüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe ist als Regelzugang vorzusehen: 

1. der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder

2. ein Abschluss der ersten beruflichen Fortbildungsstufe.

(4) Die Bezeichnung eines Fortbildungsabschlusses der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe beginnt mit den Wörtern „Bachelor Professional in“. Die Fortbildungsordnung kann vorsehen, dass dieser Abschlussbezeichnung eine weitere Abschlussbezeichnung vorangestellt wird. Die Abschlussbezeichnung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe darf nur führen, wer 

1. die Prüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe bestanden hat oder

2. die Prüfung einer gleichwertigen beruflichen Fortbildung auf der Grundlage bundes- oder landesrechtlicher Regelungen, die diese Abschlussbezeichnung vorsehen, bestanden hat.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@viennastudies.com  

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
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Die akademische Weiterbildung in Österreich seit dem 01.10.2021

Baden-Württemberg: Land der Forschung und der Hochschulen

Foto © picture alliance / dpa | Michele Danze

Das Land Baden-Württemberg ist eines der forschungsintensivsten Bundesländer Deutschlands:

Kein anderes deutsches Bundesland bietet eine solche Vielfalt an Hochschulen:

Baden-Württemberg bietet mit seiner differenzierten Hochschullandschaft eine Fülle von Studienmöglichkeiten.

Die Studierenden haben die Wahl zwischen

  • Universitäten,
  • Pädagogischen Hochschulen,
  • Kunst- und Musikhochschulen,
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie der
  • Dualen Hochschule

mit jeweils unterschiedlichen Fächerprofilen und Studienzielen.

Forschung und Lehre an den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschulen) und Pädagogischen Hochschulen haben hohe Qualität und z.T. internationalen Rang.
Allein vier der elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland befinden sich in Baden-Württemberg. Die Kunst- und Musikhochschulen des Landes genießen hohes Ansehen und üben große Anziehungskraft auf Talente aus der ganzen Welt aus. 

Baden-Württemberg beheimatet so viele staatliche Hochschulen wie kein anderes Land in der Bundesrepublik und hat zugleich mit sechs verschiedenen Hochschularten das am stärksten ausdifferenzierte Hochschulsystem, um passgenau den Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft entsprechen zu können:

  • 9 Landesuniversitäten,
  • 21 Hochschulen für angewandte Wissenschaften,
  • die Duale Hochschule Baden-Württemberg mit 9 Standorten,
  • 6 Pädagogische Hochschulen,
  • 5 Musik- und 3 Kunsthochschulen,
  • 25 staatlich anerkannte private und kirchliche Hochschulen,
  • zwei Hochschulen des Bundes sowie
  • die Akademie für Darstellende Kunst,
  • die Filmakademie und
  • die Popakademie.

Die Allensbach Hochschule:

Die Allensbach Hochschule ist eine staatlich anerkannte Hochschule des Bundeslandes Baden-Württemberg und bietet verschiedene berufsbegleitende  Bachelor-  und  Masterprogramme im Bereich der Wirtschaftswissenschaften an.

Die Studiengänge der Allensbach Hochschule sind durch die Akkreditierungsagentur ZEvA akkreditiert und als Fernstudiengänge konzipiert.

Alle Studiengänge sind zusätzlich von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen.

Die Allensbach Hochschule hat sich voll der Digitalisierung verschrieben und setzt bei ihren Programmen auf vollständig online-basierte Vorlesungen, die in geschützten Räumen stattfinden und aufgezeichnet werden.

Das digitale Lernen wird durch didaktisch hochwertig aufbereitete Studienmaterialien unterstützt, welche die Studierenden in ihrem eigenen Lerntempo bearbeiten können.

Bei Fragen steht jederzeit ein/e Tutor/in oder Dozent/in zur Verfügung.

Neben der Lehre spielt die Forschung an der Allensbach Hochschule eine wichtige Rolle.

So richtet die Hochschule beispielsweise jährlich das Bodensee-Forum zu den Themen Krise, Sanierung und Turnaround aus und gibt die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Zeitschrift für Interdisziplinäre Ökonomische Forschung“ heraus. Auch im Jahr 2021 wurden wieder interessante Beiträge eingereicht, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten und einen Beitrag zur aktuellen ökonomischen Forschung leisten.

Fragen zum Beitrag, interessanten Studienangeboten und Lehrgängen bitte an martin.stieger@allensbach-hochschule.de

Prof. Dr. Dr. Martin Stieger 
hält eine Professur für Berufsbildung und Wirtschaftspädagogik, lehrt an der Allensbach Hochschule in Konstanz (ist dort auch Rektor), arbeitet für VIS – Vienna International Studies , die Österreichische Plattform für gesundheitsbezogene Berufe (OGB), das IHM Institut für Heath Management sowie als Unternehmensberater  und Wirtschaftsmediator in Wels (OÖ), ist als sachverständige Person der NKS-Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich gelistet und ist Mitglied der Wissenschaftskommission im Bundesministerium für Landesverteidigung sowie im Präsidium des Zentrums für Risiko- und Krisenmanagement, Wien

Die Allensbach Hochschule Konstanz: